Im Herbst letzten Jahres marschierten in Köln und Hannover jeweils tausende rechte Hooligans und Neonazis gemeinsam, um unter dem Deckmantel des „Antisalafismus“ ihre fremdenfeindliche und rassistische Hetze unters Volk zu bringen. Bei gewalttätigen Übergriffen der Rechten wurden dabei in Köln mehr als 50 Menschen verletzt. Die „Hooligans gegen Salafisten“, kurz HoGeSa, wie sie sich selbst nennen, wollten am Sonntag nun auch in Essen aufmarschieren.

Schnell formierte sich dagegen breiter Widerstand. Das antifaschistische Bündnis „Essen stellt sich quer“ rief dazu auf, den Naziaufmarsch zu blockieren. Dazu musste es letztendlich gar nicht kommen – die Versammlung der Rechten wurde im Vorfeld verboten und die Verantwortlichen von HoGeSa brachen die Mobilisation ab. Dennoch haben Menschen aus Essen und dem restlichen Ruhrgebiet am Sonntag ein Zeichen gegen rassistische Hetze gesetzt, indem sich etwa 3.000 Menschen an der trotzdem durchgeführten Kundgebung von „Essen stellt sich quer“ beteiligten.

Die SDAJ-Gruppen aus dem Ruhrgebiet, also Essen, Dortmund, Bochum und Witten, waren auf der Demo selbstverständlich ebenfalls anwesend. Gemeinsam mit den Genoss*innen der Essener DKP haben wir Präsenz gezeigt und unsere Solidarität mit Flüchtlingen bekundet.

Eine kritische Betrachtung erfordert indessen unserer Ansicht nach die Rede des Oberbürgermeisters von Essen, der zwar ebenfalls seine Unterstützung für Asylsuchende verkündete, in seiner realen Politik aber kaum einen Beitrag dazu leistet, die tatsächlichen Lebensumstände der in Essen lebenden Flüchtlinge zu verbessern. Solidarität kann nicht nur durch Reden gezeigt werden sondern muss sich auch praktisch äußern, um einen wirklichen Wert zu haben. Das sollte sich auch der gesinnungssolidarische Reinhard Paß in seiner Arbeit vor Augen führen.

Auch am ersten Montag des Jahres 2015 sind die Anhänger der rassistischen und von Neofaschisten geführten Bewegung „Pegida“ auf die Straße gegangen, diesmal nicht nur in Dresden, sondern auch in München, Berlin und Köln. Dabei skandierten die Nationalisten nicht nur ihre rassistischen Parolen sondern auch wieder den Spruch „Wir sind das Volk“. Diese verzerrte Selbstwahrnehmung haben diesen Montag Antifaschistinnen und Antifaschisten bundesweit eindrucksvoll widerlegt.

Zwar konnte „Pegida“ in Dresden erneut mehr als 17.000 Menschen mobilisieren und stand einer Gruppe von „nur“ knapp 4.000 Antifaschist*innen gegenüber, im Rest des Landes aber machten die Rassisten keinen Stich. So drückten in Hamburg über 4.000, in Stuttgart und Münster sogar jeweils über 8.000 Menschen ihren Widerstand gegen „Pegida“ und seine Ableger aus, in München, Berlin und Köln, wo die Rechten aufmarschieren wollten, waren sie den antifaschistischen Kräften jeweils eindeutig unterlegen. In München kamen die rund 60 Anhänger von „Mügida“ keine hundert Meter weit, bevor sie von der Gegendemonstration gestoppt wurden, in Berlin hinderten die Antifaschist*innen „Bärgida“ daran, durch das Brandenburger Tor zu marschieren.

In Köln waren Genossinnen und Genossen aus den SDAJ-Landesverbänden Rheinland- und Ruhr-Westfalen an den Aktionen gegen „Kögida“ beteiligt. Nach Presseangaben liefen hier einige hundert Rechte auf, um ihre rassistische Ideologie zu verbreiten, auf der Gegenseite waren zwischen 7.000 und 10.000 Menschen versammelt, um sie daran zu hindern. Und die Aktionen der Antifaschistischen Kräfte waren erfolgreich – die Rassisten konnten sich zwar vor dem Bahnhof Messe/Deutz versammeln, hatten aber keine andere Wahl, als ihre geplante Demonstration abzusagen und nach einer Standkundgebung wieder zu verschwinden. Statt „Kögida“ zog nun die Gegendemonstration über die Deutzer Brücke auf den Roncalli-Platz vor den abgedunkelten Kölner Dom, um nach erfolgreicher Behinderung der Pegida-Anhänger die Wiederbeleuchtung einzufordern.

Die Entwicklung in Dresden ist immer noch höchst beunruhigend und dennoch – dieser Montag hat überall in der Bundesrepublik in aller Eindeutigkeit gezeigt, dass Pegida als Bewegung eben nicht „das Volk“ darstellt, sondern eine kleine Minderheit, die sich vor allem wirksam präsentieren kann. Solange wir als antifaschistische Kräfte geschlossen und bestimmt gegen solche Bewegungen vorgehen, können sie niemals wirklich Fuß fassen. Deshalb: Schulter an Schulter gegen Faschismus!

DieIN.YOU_29.11_2-300x168Nach dem Flashmob am Freitag, den 28.11.2014 waren wir auch am Samstag wieder gegen den Stand der Bundeswehr auf der YOU-Messe aktiv. Der Beruf eines Soldaten wird an dem Stand der Bundeswehr als ein spannendes Abenteuer inszeniert. Gefahren und Verbrechen, an denen Soldaten sich beteiligen, werden nicht dargestellt. Wir haben zusammen mit dem Bündnis „Krieg ist kein Funsport!“ an einer Kundgebung die BesucherInnen empfangen und sie mit Flyern über die Bundeswehr informiert. Weiterhin haben wir unsere „Antimil-CD“ verteilt.

Im Verlauf des Tages haben wir zusammen mit der Linksjugend [‘solid] Dortmund zwei Die-In-Aktionen vor dem Stand der Bundeswehr durchgeführt. Wir werden der Bundeswehr auch weiterhin es so schwer wie nur möglich machen, neue RekrutInnen auf Jugendmessen zu werben.

Wir dokumentieren hier den verlesenen Redebeitrag:

DieIN.YOU_29.11Wir sind hier gefallen, aber wir stehen wieder auf. Menschen in Kriegsgebieten stehen nicht wieder auf. 100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg und 75 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg gehen immer noch Kriege von Deutschland aus. Begleitet wird dies von der Kriegspropaganda in Medien, in der Politik und bei den zahlreichen Anwerbeversuchen der Bundeswehr. Genau zu diesem Zweck hat die Bundeswehr auch heute hier ihren Stand.

Seit der Aufhebung der Wehrpflicht, wirbt die Bundeswehr um neue Rekruten. Die aktuelle Krise wird genutzt, um sich jungen Leuten als attraktiver Arbeitgeber darzustellen. Oftmals sind es die jungen Leute, denen beruflich kaum eine andere Perspektive bleibt, die letzlich kämpfen und sterben müssen. Aber wer gewinnt eigentlich an den Kriegen? Es ist die Rüstungsindustrie, die ihre Waffen an die Kriegsparteien verscherbeln kann; es sind die Banken und Konzerne, die sich ihre Handelswege und Absatzmärkte sichern. Damit verdienen die halt ihr Geld! Es ist ungerecht und widerwärtig, dass Soldaten für die Interessen des deutschen Kapitals in Lebensgefahr gebracht werden.

Auch anderswo taucht die Bundeswehr in unseren Alltag auf: makabere Werbeclips, PC- Spiele, Filme, Berufsberatungen, Livestyle-Tipps aus Kinder und Jugendmagazinen oder auch Bundeswehrfreizeiten oder auch der Auftritt auf der YOU. Die Bundeswehr gibt jährlich 30Mio€ aus, um Dich für den Krieg zu gewinnen. Das ist eine Beleidigung in einer Zeit, in der überall gekürzt wird. Vor allem wenn soziale Zentren geschlossen werden und bei eurer Bildung einiges gestrichen wird

Wir fordern an dieser Stelle:

Keine Bundeswehr an Schulen, Kooperationen zwischen Schulen und Bundeswehr müssen beendet werden!
Keine Fördergelder für die Werbekampagnen der Bundeswehr!
Und nicht zuletzt die Ausladung der Bundeswehr auf der YOU Messe sowie aller anderen Messen

Liebe Schüler, Schülerinnen und bildungspolitisch Aktive:

Im September gab es ein Treffen von SchülervertreterInnen und weiteren bildungspolitisch aktiven Jugendlichen, bei dem wir uns über die größeren und kleineren Probleme in Bochumer Schulen ausgetauscht und diskutiert haben.

Ein zentrales Thema waren zum Beispiel die zentralen Leistungsprüfungen, die LehrerInnen in allen Schulformen dazu zwingen, Themen im Schnelldurchlauf abzuarbeiten und dabei notwendige individuelle Förderung der SchülerInnen verhindern. So hat etwa die Einführung von G8 an Gymnasien den Druck auf SchülerInnen enorm erhöht. Außerdem fehlt in vielen Bochumer Schulen das Geld für moderne Ausstattung und genügend Lehrkräfte oder dafür, den Ganztag sinnvoll und attraktiv umzusetzen.

Wir laden euch daher herzlichst zu unserem nächsten Treffen am 18.11.2014 um 17 Uhr in das Soziale Zentrum Bochum ein. Wir haben auch die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW eingeladen, damit sie uns ihre aktuelle Kampagne zum Thema Selektion vorstellt.

Wir wollen uns auf diesem Treffen darüber unterhalten, wie wir in Schulen und schulübergreifend Aktionen oder Veranstaltungen machen können, um Leistungsdruck, Selektion und die daraus folgende Ellenbogenmentalität zu thematisieren. Unser Ziel ist es, nach dem Vorbild des bundesweiten Bildungsstreiks Druck auf die Politik auszuüben, damit sich endlich was verbessert!

Wir freuen uns euch zu sehen!

SDAJ Bochum & Personnen aus der SV der Hildegardisschule & Personnen aus der SV der Heinrich-von-Kleist Gymnasium & Einzelpersonen

Jugendkongress in Köln!

Gepostet am 26. August 2014 AJP Aktionen Unsortiert

Am 28. September findet in Köln der Jugendkongress zur Ausbildungssituation in der BRD in Köln statt. Einen Tag davor findet in Köln der Aktionstag der IG Metall Jugend statt.


Alle wichtigen Infos findet in hier:
www.Jugendkongress2014.de

Unterstützt wird der Kongress bisher von:
DIDF-Jugend
Linksjugend [‘solid] – nrw
– DieLinke.SDS

Medienpartner:
junge Welt
Die Freiheitsliebe – Freiheit und Frieden

Mit einer Aktion in der Innenstadt haben wir am Samstag unsere Solidarität mit der Bochumer Belegschaft von Johnson Controls demonstriert. Ausgerüstet mit einem Flyer, einem Transpi und Quiz-Fragen an die PassantInnen haben wir darüber informiert, dass die Geschäftsführung des Auto-Zulieferers bis Ende des Jahres 220 Menschen rauswerfen will. Als Begründung dient die Schließung des Bochumer Opelwerkes.  Allerdings würde der international tätige Konzern auch ohne Opel noch Millionen Gewinne einfahren. 594 Millionen war die richtige Antwort auf unsere Quizfrage: „Wie viel Gewinn machte Johnson Controls innerhalb von nur drei Monaten des letzten Jahres?“ Dafür gab‘s schon eine Tüte Gummibärchen.

Zu Recht wehrt sich die Belegschaft mit Protestaktionen bei Verhandlungen und kurzfristigen Arbeitsniederlegungen. Sie fordern Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich statt Stellenabbau. Das geht natürlich an die Profite des Unternehmens und tut weh. Die Antwort von Johnson Controls: Unrechtmäßige Abmahnungen der protestierenden KollegInnen. Das entspricht ganz der Tradition bei Johnson Controls. Die Geschäftsführung hat bereits mehrfach versucht, kämpferische Betriebsräte zu kündigen – und vor Gericht immer wieder verloren. Wir finden, die Belegschaft macht genau das Richtige. Deswegen werden wir sicherlich nicht das letzte Mal gegen Johnson Controls protestieren!

 

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Die Vorgeschichte: Johnson Controls will 220 Leute vor die Tür setzen…
Anfang Februar kündigte der Automobilzulieferer Johnson Controls (JC) an, bis Ende 2014 220 der ca. 660 Stellen im Bochumer Werk „abzubauen“, also Leute zu entlassen. Der Rauswurf von 1/3 der Belegschaft sei nötig, so die Unternehmensleitung, da der Opel-Standort in Bochum schließt. Die Geschäftsführung plant, zunächst alle LeiharbeiterInnen zu entlassen und sich dann den anderen Stellen zu widmen. Der Betriebsrat des Werks, Dietmar Kupfer, fasste in einer Pressemitteilung seine Einschätzung zur Lage zusammen: Die Schließung des Bochumer Werks habe schwere Folgen nicht nur für die Opelaner selbst, sondern auch für die Arbeitenden in Zulieferbetrieben und anderen Industrieunternehmen. Die Geschäftsführung von Johnson Controls habe dabei jahrelang Gewinne auf dem Rücken der Beschäftigten erwirtschaftet und nutze die Gelegenheit nun, Leute auf die Straße zu setzen. Da Johnson Controls seinen Nettogewinn im 3. Quartal 2013 auf 594 Mio. Dollar steigern konnte, scheint die Lage nicht so dramatisch sein zu können – deshalb schlug der Betriebsrat statt der Streichung von Stellen eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich für die Beschäftigten vor. Dieser Vorschlag wurde von der Geschäftsführung natürlich abgelehnt, da dies den Gewinn des Unternehmens schmälern würde – man hielt an den angekündigten Stellenstreichungen fest, was der Betriebsrat und ein Teil der Belegschaft mit Protesten und Arbeitsniederlegungen beantwortete.
…die Belegschaft wehrt sich und JC reagiert (mal wieder) mit Abmahnungen
Um ihrem Ärger Luft zu machen und der Geschäftsleitung den Ernst ihres Anliegens zu vermitteln, legten Teile der Belegschaft die Produktion im Werk kurzfristig still, nachdem Protestierende unter der Androhung von Abmahnungen den Verhandlungsraum, den sie zuvor betreten hatten, verlassen mussten. Als die Geschäftsführung die Forderungen der Belegschaft weiterhin ignorierte, kam es kurz darauf erneut zu Arbeitsniederlegungen und Protesten, diesmal wurden die angedrohten Abmahnungen auch ausgestellt. Dagegen wollen Betriebsrat und IG Metall nun juristisch vorgehen, den Kampf gegen die Abmahnungen verbindet Dietmar Kupfer dabei mit dem Kampf für ein allgemeines Streikrecht, das auch abseits von Tarifverhandlungen gelten müsse. Das JC gern mit fadenscheinigen Begründungen gegen Betriebsräte und Angestellte vorgeht, hat im Unternehmen eine lange Tradition: So wurde Betriebsrat Dietmar Kupfer bereits 4 Mal fristlos gekündigt, diese Kündigungen vom Arbeitsgericht jedoch immer wieder für nichtig erklärt. Abmahnungen erhielten Betriebsräte und unliebsame Angestellte teilweise zwei pro Tag – das ist die praktische Umsetzung dessen, was sich JC unter „Sozialpartnerschaft“ vorstellt. Allerdings muss dabei betont werden, dass die versuchte Diskriminierung und Einschüchterung von Betriebsräten und –aktiven bei JC kein Einzelfall ist: Auch in einigen Filialen der Fast Food-Kette Burger King versuchte die Geschäftsführung in letzter Zeit, Betriebsräte an der Arbeit zu hindern, klagte auf Auflösung der Betriebsräte und versuchte, diesen die Arbeit so schwer wie möglich zu machen. Allerdings auch hier ohne juristischen Erfolg.

Betriebsräte unterstützen, Streikrecht ausbauen!
Das Beispiel zeigt: Wollen sich Beschäftigte gegen drohenden Arbeitsplatzabbau und Zumutungen wehren oder sich für größere Rechte im Betrieb einsetzen, brauchen sie einen starken Betriebsrat, der eng mit der Belegschaft verbunden ist. Nur so ist es möglich, jenseits von Verhandlungen mit Unternehmensleitungen Druck aufzubauen und diese zu weitgehenden Zugeständnissen zu zwingen, geschweige denn, geplanten Arbeitsplatzabbau zu stoppen. Nicht ohne Grund herrscht in Deutschland jedoch ein Streikrecht, dass in Europa seinesgleichen sucht und seinen Namen eigentlich nicht verdient: Gestreikt werden darf nämlich nur während laufender Tarifverhandlungen. In anderen Ländern ist es möglich, für politische Forderungen (etwa die Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich) zu streiken, oder Solidaritätsstreiks für Beschäftigte in anderen Betrieben zu organisieren. Das alles ist in Deutschland gesetzlich nicht erlaubt. Die Forderung des JC-Betriebsrats nach einem allgemeinen Streikrecht ist deshalb richtig: Damit Betriebsschließungen, Arbeitsplatzabbau und andere Schweinereien wirkungsvoll verhindert werden können, muss der Kampf für ein solches Streikrecht geführt werden. Wir sagen: Es kann nicht sein, dass Unternehmen Millionenumsätze machen und trotzdem Stellen abbauen, verstärkt auf Leiharbeit setzen und dann noch gegen Interessenvertretungen in Betrieben vorgehen!

  • Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich statt Stellenabbau!
  • Einführung eines Streikrechts, das seinen Namen verdient!
  • Gegen die Behinderung von Betriebsratsarbeit und Interessenvertretungen – bei Johnson Controls, Burger King und überall!

 

Die SDAJ stellt sich vor

Gepostet am 14. Juli 2014 Unsortiert

Am Samstag den 19. Juli laden wir zu einem Kneipenabend mit Bier, Cocktails und Einblicken in ein paar unserer Schwerpunkte. Was waren die Hauptarbeitsbereiche der SDAJ in den letzten Jahren und wie sind wir dazu gekommen? Wir laden alle Interessierten ein sich mit uns über unser Programm, das Zukunftspapier, zu unterhalten. Weil es sehr umfangreich ist, und wir auch andere Veranstaltungen machen, bereiten wir vor allem die Punkte Antifaschismus, Antimilitarismus und Kuba vor. Wir wollen aber auch über den Enstehungsprozess unserer Positionen reden und über die “Position” das Magazin der SDAJ. Wie immer gibt es nette Cocktails zu günstigen Preisen und das Ganze im charmanten Ambiente des “Sozialen Zentrums” in Bochum Hamme nahe der U35 Haltestelle Feldsieper str.
Wir öffnen die Türen um 19:00 Uhr.

UZ-Pressefest-2014-1Das größte Fest der Linken in Deutschland, das UZ-Pressefest, endete am Sonntagabend (29.06.) zum 18. Mal. Gemeinsam mit Gruppe see red! (Düsseldorfer Regionalgruppe der Interventionistischen Linken), und der Naturfreundejugend NRW hat die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) den Jugendbereich auf dem Volksfest der Deutschen Kommunistischen Partei organisiert. Über das Wochenende verteilt haben sich mehrere hundert Jugendliche am Programm beteiligt. Sie machten einen kleinen aber prominenten Anteil der mehreren zehntausend Besucher die trotz strömenden Regen in den Revierpark nach Dortmund kamen.

Das Programm im Jugendbereich des Pressefests war breit gefächert und lockte auch viele Erwachsenein die Diskussionszelte. Mit dabei waren ein Tribunal gegen Ausbildungsplatzkiller, Expertengespräche zu den imperialistischen Einmischungen in die Ukraine, Podiumsdebatten zu Herausforderungen antifaschistischer Initiativen, ein Blockadetraining zu Blouz-pressefest_2014_3-300x200ckupy, Workshops  zur Bildungspolitik und vieles mehr. Kulturelle Höhepunkte des Jugendprogramms waren ein Antifajugendkonzert am Freitagabend mit Campania Bataclan (Bochum), Bandista (Istanbul) und Xaiko (Baskenland). Auftritte von Mc Albino und den Coconut Butts, Lesungen von Dietmar Dath aus seinem Werk »Maschinenwinter« und von einem fiktiven Känguru aus den beliebten Büchern von Marc-Uwe Kling sowie eine Feuershow der Gruppe Evil Flames rundeten das Kulturprogramm im Jugendbereich ab.

Mischa Aschmoneit von see red! zeigte sich insbesondere zufrieden mit dem hohen Niveau der Diskussionen: »Wir waren zum ersten Mal mit dem roten Zelt auf dem größten Fest, das die Linke in der Bundesrepublik zu bieten hat. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit der Beteiligung und insbesondere der Qualität der Debatten. Das gibt es so in der Form sonst nirgendwo.«

uz-pressefest_2014_1-300x225Auch Jan Tacke von der Naturfreundejugend NRW zog eine positive Bilanz zum Wochenende: »Wir waren zum ersten Mal hier beim Pressefest und haben uns gut präsentieren können. Ich denke, wir haben unseren Bekanntheitsgrad steigern können und auch sonst hat sich unsere Beteiligung sehr gelohnt. Deshalb können wir es auch anderen fortschrittlichen Jugendorganisationen nur empfehlen beim nächsten Pressefest mit dabei zu sein. Wir kommen in jedem Fall auch wieder.«

Paul Rodermund, Bundesvorsitzender der SDAJ, resümiert: »Unser Jugendbereich auf dem Pressefest hat gezeigt, dass wir in unserem Kampf gegen den Kapitalismus nicht allein stehen. Die Diskussionen waren von dem Willen geprägt gemeinsam und solidarisch Wege zu finden, das System der Ausbeutung und Unterdrückung zu überwinden. Wir haben dank dem Pressefest neue Kraft für die kommenden Kräfte getankt und freuen uns schon jetzt auf unser Festival der Jugend im nächsten Jahr. Für unsere aktuelle Kampagne war insbesondere das Jugendtribunal gegen Ausbildungsplatzkiller motivierend.«

Die grundlegende Aufgabe, Kämpfe der Jugend zu initiieren und zusammenzuführen, kam am Wochenende besonders stark zum Ausdruck. Das drückte sich dann auch im Urteilsspruch des Richters im fiktiven Jugendtribunal aus. Dieser erklärte: »Die Vollstreckung dieses Urteils [Enteignung des deutschen Großkapitals] liegt in den Händen der Arbeiterjugend und wird in den Betrieben selbst vollzogen.«

Video von der Diskussionsveranstaltung »Imperialismus live« zur Lage in der Ukraine mit Arnold Schölzel, Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt, im Jugendbereich.

UZ-Pressefest-2014-1Vom 27. bis zum 29. Juni 2014 findet im Revierpark Wischlingen wieder das UZ Pressefest – Volksfest der DKP statt. Diese größte Festival der Linken in Deutschland versammelt immer wieder zehntausende Menschen zum gemeinsamen feiern und diskutieren. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein umfangreiches Konzert- und Politprogramm.

 

UZ-Pressefest – Was ist das denn?

17.-uz-pressefest_1 Quelle: Wikimedia / User Matula

17.-uz-pressefest_1
Quelle: Wikimedia / User Matula

Seit 1974 lassen es sich die Kommunistinnen und Kommunisten nicht nehmen, mit dem Pressefest der DKP-Wochenzeitung „Unsere Zeit“ (UZ) einen politischen und kulturellen Gegenpunkt zu Entsolidarisierung, Kommerz und Kapitalismus zu setzen. Die SDAJ richtet auch dieses mal wieder den Jugendbereich auf dem UZ-Pressefest aus. Fotostrecken von den vergangenen Jahren könnt ihr unter anderem hier ansehen.

 

Banda_BassottiMit politischen Runden, Musik, Spiel- und Spaß, günstigem Essen und Getränken, wollen wir ein Wochenende miteinander diskutieren, uns kennenlernen und feiern. Gäste aus der ganzen Welt kommen auf Einladung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an diesem Wochenende in Dortmund zusammen. Mehr als 50 Organisationen und Parteien präsentieren sich mit Informationen und kulinarischen Spezialitäten aus ihren Ländern auf der Straße der Internationalen Solidarität. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Casa Cuba. Dort gibt es neben Live-Musik und Mojito vor allem Informationen aus erster Hand von der Roten Insel. Wir kämpfen für die Befreiung der Cuban Five!

Solidaritätsveranstaltungen wird es auch mit den Flüchtlingen geben, die in unserem Land mutig für das Bleiberecht und gegen rassistische Sonder­ge­setze kämpfen. Refugees welcome!

 

Kosten, Programm und Anfahrt

UZ-UZ-Pressefest-2014-2Pressefest-2014-2Das alles präsentiert die DKP gemeinsam mit der SDAJ KOSTENLOS. Auf dem Platz gibt es zudem Speisen und Getränke zu erschwinglichen Preisen. Das UZ-Pressefest gibt einen Vorgeschmack darauf, wie ein solidarisches Zusammenleben aussehen kann – und wie die Roten bis in die Morgenstunden feiern können! Zur Finanzierung des Festes könnt ihr mit dem Kauf von Solibuttons für 5 Euro beitragen. Die Buttons könnt ihr beim fest oder im Vorfeld bei DKPlerInnen eures Vertrauens bekommen.

Wer möchte kann ein Zelt oder Wohnwagen mitbringen. Ein Zeltplatz ist bereits ab 14 Euro zu haben. Infos und Anmeldung hier.

Das Gesamtprogramm wird auf dem Pressefest verteilt und ist kurz vorher hier zu finden. Bestätigte Bands findet ihr dort auch bereits. Das Programm der SDAJ steht bereits, nähere Erläuterungen folgen:

Freitag (27. Juni)

Antifajugend-Konzert, 18 Uhr, Hauptbühne:
Xaiko (Ska-Punk / Baskenland)
Compania Bataclan (Reggae-Ska-Balkan-Soundclash / Ruhrgebiet)
Bandista (Ska-Reggae-Rock-Kollektiv / Istanbul)

Samstag (28. Juni)

10.45-11.45 UKRAINE: Imperialismus live mit Arnold Schölzel (Chefredakteur der jungen Welt)
10.45-11.45 Warum brauchen wir eine kommunistische Partei? mit Patrik Köbele (Vorsitzender der DKP) und Anna Cordi (DKP Stuttgart)
12.00-13.00 Antifaschistische Aktion heuteE
12.00-13.00 Festung Europa
14:00 Startschuss revolutionärer Fünfkampf
13.15-14.15 Café International mit Eric vom Politischen Büro der CJC aus Spanien
13.15-14.15 Aktiventreffen für SchülerInnen und Arbeiterjugendliche
14.30-15.30 Bildung statt Schule
14.30-15.30 Die SDAJ stellt sich vor
15.45-17.45 Jugendtribunal: Ausbeuter outen!
15.45-17.45 Lesung mit Dietmar Dath
18.00-19.00 Verbandstreffen der SDAJ

Konzert, 20 Uhr, SDAJ Bereich

Mc Albino (Rap)

Coconut Butts (Skapunk / Reggaerock)

Sonntag (29. Juni)

11.00-12.45 Ausbildung erkämpfen – Her mit dem Ausbildungsgesetz!
11.15-12.45 Veranstaltung zur Westsahara mit Najla (UJSARIO)
13.00-14.00 Lesung mit Ellen Schernikau
13.00-14.00 Nazifreie Zone DDR

Wie ihr den Revierpark Wischlingen erreicht, erfahrt ihr hier. Aus einigen Städten organisiert die SDAJ auch Busse.

Mehr Infos

DKP-Homepage zum UZ-Pressefest

SDAJ-Homepage zum UZ-Pressefest

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