Liebe Schüler, Schülerinnen und bildungspolitisch Aktive:

Im September gab es ein Treffen von SchülervertreterInnen und weiteren bildungspolitisch aktiven Jugendlichen, bei dem wir uns über die größeren und kleineren Probleme in Bochumer Schulen ausgetauscht und diskutiert haben.

Ein zentrales Thema waren zum Beispiel die zentralen Leistungsprüfungen, die LehrerInnen in allen Schulformen dazu zwingen, Themen im Schnelldurchlauf abzuarbeiten und dabei notwendige individuelle Förderung der SchülerInnen verhindern. So hat etwa die Einführung von G8 an Gymnasien den Druck auf SchülerInnen enorm erhöht. Außerdem fehlt in vielen Bochumer Schulen das Geld für moderne Ausstattung und genügend Lehrkräfte oder dafür, den Ganztag sinnvoll und attraktiv umzusetzen.

Wir laden euch daher herzlichst zu unserem nächsten Treffen am 18.11.2014 um 17 Uhr in das Soziale Zentrum Bochum ein. Wir haben auch die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW eingeladen, damit sie uns ihre aktuelle Kampagne zum Thema Selektion vorstellt.

Wir wollen uns auf diesem Treffen darüber unterhalten, wie wir in Schulen und schulübergreifend Aktionen oder Veranstaltungen machen können, um Leistungsdruck, Selektion und die daraus folgende Ellenbogenmentalität zu thematisieren. Unser Ziel ist es, nach dem Vorbild des bundesweiten Bildungsstreiks Druck auf die Politik auszuüben, damit sich endlich was verbessert!

Wir freuen uns euch zu sehen!

SDAJ Bochum & Personnen aus der SV der Hildegardisschule & Personnen aus der SV der Heinrich-von-Kleist Gymnasium & Einzelpersonen

Jugendkongress in Köln!

Gepostet am 26. August 2014 AJP Aktionen Unsortiert

Am 28. September findet in Köln der Jugendkongress zur Ausbildungssituation in der BRD in Köln statt. Einen Tag davor findet in Köln der Aktionstag der IG Metall Jugend statt.


Alle wichtigen Infos findet in hier:
www.Jugendkongress2014.de

Unterstützt wird der Kongress bisher von:
DIDF-Jugend
Linksjugend [‘solid] – nrw
– DieLinke.SDS

Medienpartner:
junge Welt
Die Freiheitsliebe – Freiheit und Frieden

Mit einer Aktion in der Innenstadt haben wir am Samstag unsere Solidarität mit der Bochumer Belegschaft von Johnson Controls demonstriert. Ausgerüstet mit einem Flyer, einem Transpi und Quiz-Fragen an die PassantInnen haben wir darüber informiert, dass die Geschäftsführung des Auto-Zulieferers bis Ende des Jahres 220 Menschen rauswerfen will. Als Begründung dient die Schließung des Bochumer Opelwerkes.  Allerdings würde der international tätige Konzern auch ohne Opel noch Millionen Gewinne einfahren. 594 Millionen war die richtige Antwort auf unsere Quizfrage: „Wie viel Gewinn machte Johnson Controls innerhalb von nur drei Monaten des letzten Jahres?“ Dafür gab‘s schon eine Tüte Gummibärchen.

Zu Recht wehrt sich die Belegschaft mit Protestaktionen bei Verhandlungen und kurzfristigen Arbeitsniederlegungen. Sie fordern Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich statt Stellenabbau. Das geht natürlich an die Profite des Unternehmens und tut weh. Die Antwort von Johnson Controls: Unrechtmäßige Abmahnungen der protestierenden KollegInnen. Das entspricht ganz der Tradition bei Johnson Controls. Die Geschäftsführung hat bereits mehrfach versucht, kämpferische Betriebsräte zu kündigen – und vor Gericht immer wieder verloren. Wir finden, die Belegschaft macht genau das Richtige. Deswegen werden wir sicherlich nicht das letzte Mal gegen Johnson Controls protestieren!

 

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Die Vorgeschichte: Johnson Controls will 220 Leute vor die Tür setzen…
Anfang Februar kündigte der Automobilzulieferer Johnson Controls (JC) an, bis Ende 2014 220 der ca. 660 Stellen im Bochumer Werk „abzubauen“, also Leute zu entlassen. Der Rauswurf von 1/3 der Belegschaft sei nötig, so die Unternehmensleitung, da der Opel-Standort in Bochum schließt. Die Geschäftsführung plant, zunächst alle LeiharbeiterInnen zu entlassen und sich dann den anderen Stellen zu widmen. Der Betriebsrat des Werks, Dietmar Kupfer, fasste in einer Pressemitteilung seine Einschätzung zur Lage zusammen: Die Schließung des Bochumer Werks habe schwere Folgen nicht nur für die Opelaner selbst, sondern auch für die Arbeitenden in Zulieferbetrieben und anderen Industrieunternehmen. Die Geschäftsführung von Johnson Controls habe dabei jahrelang Gewinne auf dem Rücken der Beschäftigten erwirtschaftet und nutze die Gelegenheit nun, Leute auf die Straße zu setzen. Da Johnson Controls seinen Nettogewinn im 3. Quartal 2013 auf 594 Mio. Dollar steigern konnte, scheint die Lage nicht so dramatisch sein zu können – deshalb schlug der Betriebsrat statt der Streichung von Stellen eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich für die Beschäftigten vor. Dieser Vorschlag wurde von der Geschäftsführung natürlich abgelehnt, da dies den Gewinn des Unternehmens schmälern würde – man hielt an den angekündigten Stellenstreichungen fest, was der Betriebsrat und ein Teil der Belegschaft mit Protesten und Arbeitsniederlegungen beantwortete.
…die Belegschaft wehrt sich und JC reagiert (mal wieder) mit Abmahnungen
Um ihrem Ärger Luft zu machen und der Geschäftsleitung den Ernst ihres Anliegens zu vermitteln, legten Teile der Belegschaft die Produktion im Werk kurzfristig still, nachdem Protestierende unter der Androhung von Abmahnungen den Verhandlungsraum, den sie zuvor betreten hatten, verlassen mussten. Als die Geschäftsführung die Forderungen der Belegschaft weiterhin ignorierte, kam es kurz darauf erneut zu Arbeitsniederlegungen und Protesten, diesmal wurden die angedrohten Abmahnungen auch ausgestellt. Dagegen wollen Betriebsrat und IG Metall nun juristisch vorgehen, den Kampf gegen die Abmahnungen verbindet Dietmar Kupfer dabei mit dem Kampf für ein allgemeines Streikrecht, das auch abseits von Tarifverhandlungen gelten müsse. Das JC gern mit fadenscheinigen Begründungen gegen Betriebsräte und Angestellte vorgeht, hat im Unternehmen eine lange Tradition: So wurde Betriebsrat Dietmar Kupfer bereits 4 Mal fristlos gekündigt, diese Kündigungen vom Arbeitsgericht jedoch immer wieder für nichtig erklärt. Abmahnungen erhielten Betriebsräte und unliebsame Angestellte teilweise zwei pro Tag – das ist die praktische Umsetzung dessen, was sich JC unter „Sozialpartnerschaft“ vorstellt. Allerdings muss dabei betont werden, dass die versuchte Diskriminierung und Einschüchterung von Betriebsräten und –aktiven bei JC kein Einzelfall ist: Auch in einigen Filialen der Fast Food-Kette Burger King versuchte die Geschäftsführung in letzter Zeit, Betriebsräte an der Arbeit zu hindern, klagte auf Auflösung der Betriebsräte und versuchte, diesen die Arbeit so schwer wie möglich zu machen. Allerdings auch hier ohne juristischen Erfolg.

Betriebsräte unterstützen, Streikrecht ausbauen!
Das Beispiel zeigt: Wollen sich Beschäftigte gegen drohenden Arbeitsplatzabbau und Zumutungen wehren oder sich für größere Rechte im Betrieb einsetzen, brauchen sie einen starken Betriebsrat, der eng mit der Belegschaft verbunden ist. Nur so ist es möglich, jenseits von Verhandlungen mit Unternehmensleitungen Druck aufzubauen und diese zu weitgehenden Zugeständnissen zu zwingen, geschweige denn, geplanten Arbeitsplatzabbau zu stoppen. Nicht ohne Grund herrscht in Deutschland jedoch ein Streikrecht, dass in Europa seinesgleichen sucht und seinen Namen eigentlich nicht verdient: Gestreikt werden darf nämlich nur während laufender Tarifverhandlungen. In anderen Ländern ist es möglich, für politische Forderungen (etwa die Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich) zu streiken, oder Solidaritätsstreiks für Beschäftigte in anderen Betrieben zu organisieren. Das alles ist in Deutschland gesetzlich nicht erlaubt. Die Forderung des JC-Betriebsrats nach einem allgemeinen Streikrecht ist deshalb richtig: Damit Betriebsschließungen, Arbeitsplatzabbau und andere Schweinereien wirkungsvoll verhindert werden können, muss der Kampf für ein solches Streikrecht geführt werden. Wir sagen: Es kann nicht sein, dass Unternehmen Millionenumsätze machen und trotzdem Stellen abbauen, verstärkt auf Leiharbeit setzen und dann noch gegen Interessenvertretungen in Betrieben vorgehen!

  • Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich statt Stellenabbau!
  • Einführung eines Streikrechts, das seinen Namen verdient!
  • Gegen die Behinderung von Betriebsratsarbeit und Interessenvertretungen – bei Johnson Controls, Burger King und überall!

 

Die SDAJ stellt sich vor

Gepostet am 14. Juli 2014 Unsortiert

Am Samstag den 19. Juli laden wir zu einem Kneipenabend mit Bier, Cocktails und Einblicken in ein paar unserer Schwerpunkte. Was waren die Hauptarbeitsbereiche der SDAJ in den letzten Jahren und wie sind wir dazu gekommen? Wir laden alle Interessierten ein sich mit uns über unser Programm, das Zukunftspapier, zu unterhalten. Weil es sehr umfangreich ist, und wir auch andere Veranstaltungen machen, bereiten wir vor allem die Punkte Antifaschismus, Antimilitarismus und Kuba vor. Wir wollen aber auch über den Enstehungsprozess unserer Positionen reden und über die “Position” das Magazin der SDAJ. Wie immer gibt es nette Cocktails zu günstigen Preisen und das Ganze im charmanten Ambiente des “Sozialen Zentrums” in Bochum Hamme nahe der U35 Haltestelle Feldsieper str.
Wir öffnen die Türen um 19:00 Uhr.

UZ-Pressefest-2014-1Das größte Fest der Linken in Deutschland, das UZ-Pressefest, endete am Sonntagabend (29.06.) zum 18. Mal. Gemeinsam mit Gruppe see red! (Düsseldorfer Regionalgruppe der Interventionistischen Linken), und der Naturfreundejugend NRW hat die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) den Jugendbereich auf dem Volksfest der Deutschen Kommunistischen Partei organisiert. Über das Wochenende verteilt haben sich mehrere hundert Jugendliche am Programm beteiligt. Sie machten einen kleinen aber prominenten Anteil der mehreren zehntausend Besucher die trotz strömenden Regen in den Revierpark nach Dortmund kamen.

Das Programm im Jugendbereich des Pressefests war breit gefächert und lockte auch viele Erwachsenein die Diskussionszelte. Mit dabei waren ein Tribunal gegen Ausbildungsplatzkiller, Expertengespräche zu den imperialistischen Einmischungen in die Ukraine, Podiumsdebatten zu Herausforderungen antifaschistischer Initiativen, ein Blockadetraining zu Blouz-pressefest_2014_3-300x200ckupy, Workshops  zur Bildungspolitik und vieles mehr. Kulturelle Höhepunkte des Jugendprogramms waren ein Antifajugendkonzert am Freitagabend mit Campania Bataclan (Bochum), Bandista (Istanbul) und Xaiko (Baskenland). Auftritte von Mc Albino und den Coconut Butts, Lesungen von Dietmar Dath aus seinem Werk »Maschinenwinter« und von einem fiktiven Känguru aus den beliebten Büchern von Marc-Uwe Kling sowie eine Feuershow der Gruppe Evil Flames rundeten das Kulturprogramm im Jugendbereich ab.

Mischa Aschmoneit von see red! zeigte sich insbesondere zufrieden mit dem hohen Niveau der Diskussionen: »Wir waren zum ersten Mal mit dem roten Zelt auf dem größten Fest, das die Linke in der Bundesrepublik zu bieten hat. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit der Beteiligung und insbesondere der Qualität der Debatten. Das gibt es so in der Form sonst nirgendwo.«

uz-pressefest_2014_1-300x225Auch Jan Tacke von der Naturfreundejugend NRW zog eine positive Bilanz zum Wochenende: »Wir waren zum ersten Mal hier beim Pressefest und haben uns gut präsentieren können. Ich denke, wir haben unseren Bekanntheitsgrad steigern können und auch sonst hat sich unsere Beteiligung sehr gelohnt. Deshalb können wir es auch anderen fortschrittlichen Jugendorganisationen nur empfehlen beim nächsten Pressefest mit dabei zu sein. Wir kommen in jedem Fall auch wieder.«

Paul Rodermund, Bundesvorsitzender der SDAJ, resümiert: »Unser Jugendbereich auf dem Pressefest hat gezeigt, dass wir in unserem Kampf gegen den Kapitalismus nicht allein stehen. Die Diskussionen waren von dem Willen geprägt gemeinsam und solidarisch Wege zu finden, das System der Ausbeutung und Unterdrückung zu überwinden. Wir haben dank dem Pressefest neue Kraft für die kommenden Kräfte getankt und freuen uns schon jetzt auf unser Festival der Jugend im nächsten Jahr. Für unsere aktuelle Kampagne war insbesondere das Jugendtribunal gegen Ausbildungsplatzkiller motivierend.«

Die grundlegende Aufgabe, Kämpfe der Jugend zu initiieren und zusammenzuführen, kam am Wochenende besonders stark zum Ausdruck. Das drückte sich dann auch im Urteilsspruch des Richters im fiktiven Jugendtribunal aus. Dieser erklärte: »Die Vollstreckung dieses Urteils [Enteignung des deutschen Großkapitals] liegt in den Händen der Arbeiterjugend und wird in den Betrieben selbst vollzogen.«

Video von der Diskussionsveranstaltung »Imperialismus live« zur Lage in der Ukraine mit Arnold Schölzel, Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt, im Jugendbereich.

UZ-Pressefest-2014-1Vom 27. bis zum 29. Juni 2014 findet im Revierpark Wischlingen wieder das UZ Pressefest – Volksfest der DKP statt. Diese größte Festival der Linken in Deutschland versammelt immer wieder zehntausende Menschen zum gemeinsamen feiern und diskutieren. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein umfangreiches Konzert- und Politprogramm.

 

UZ-Pressefest – Was ist das denn?

17.-uz-pressefest_1 Quelle: Wikimedia / User Matula

17.-uz-pressefest_1
Quelle: Wikimedia / User Matula

Seit 1974 lassen es sich die Kommunistinnen und Kommunisten nicht nehmen, mit dem Pressefest der DKP-Wochenzeitung „Unsere Zeit“ (UZ) einen politischen und kulturellen Gegenpunkt zu Entsolidarisierung, Kommerz und Kapitalismus zu setzen. Die SDAJ richtet auch dieses mal wieder den Jugendbereich auf dem UZ-Pressefest aus. Fotostrecken von den vergangenen Jahren könnt ihr unter anderem hier ansehen.

 

Banda_BassottiMit politischen Runden, Musik, Spiel- und Spaß, günstigem Essen und Getränken, wollen wir ein Wochenende miteinander diskutieren, uns kennenlernen und feiern. Gäste aus der ganzen Welt kommen auf Einladung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an diesem Wochenende in Dortmund zusammen. Mehr als 50 Organisationen und Parteien präsentieren sich mit Informationen und kulinarischen Spezialitäten aus ihren Ländern auf der Straße der Internationalen Solidarität. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Casa Cuba. Dort gibt es neben Live-Musik und Mojito vor allem Informationen aus erster Hand von der Roten Insel. Wir kämpfen für die Befreiung der Cuban Five!

Solidaritätsveranstaltungen wird es auch mit den Flüchtlingen geben, die in unserem Land mutig für das Bleiberecht und gegen rassistische Sonder­ge­setze kämpfen. Refugees welcome!

 

Kosten, Programm und Anfahrt

UZ-UZ-Pressefest-2014-2Pressefest-2014-2Das alles präsentiert die DKP gemeinsam mit der SDAJ KOSTENLOS. Auf dem Platz gibt es zudem Speisen und Getränke zu erschwinglichen Preisen. Das UZ-Pressefest gibt einen Vorgeschmack darauf, wie ein solidarisches Zusammenleben aussehen kann – und wie die Roten bis in die Morgenstunden feiern können! Zur Finanzierung des Festes könnt ihr mit dem Kauf von Solibuttons für 5 Euro beitragen. Die Buttons könnt ihr beim fest oder im Vorfeld bei DKPlerInnen eures Vertrauens bekommen.

Wer möchte kann ein Zelt oder Wohnwagen mitbringen. Ein Zeltplatz ist bereits ab 14 Euro zu haben. Infos und Anmeldung hier.

Das Gesamtprogramm wird auf dem Pressefest verteilt und ist kurz vorher hier zu finden. Bestätigte Bands findet ihr dort auch bereits. Das Programm der SDAJ steht bereits, nähere Erläuterungen folgen:

Freitag (27. Juni)

Antifajugend-Konzert, 18 Uhr, Hauptbühne:
Xaiko (Ska-Punk / Baskenland)
Compania Bataclan (Reggae-Ska-Balkan-Soundclash / Ruhrgebiet)
Bandista (Ska-Reggae-Rock-Kollektiv / Istanbul)

Samstag (28. Juni)

10.45-11.45 UKRAINE: Imperialismus live mit Arnold Schölzel (Chefredakteur der jungen Welt)
10.45-11.45 Warum brauchen wir eine kommunistische Partei? mit Patrik Köbele (Vorsitzender der DKP) und Anna Cordi (DKP Stuttgart)
12.00-13.00 Antifaschistische Aktion heuteE
12.00-13.00 Festung Europa
14:00 Startschuss revolutionärer Fünfkampf
13.15-14.15 Café International mit Eric vom Politischen Büro der CJC aus Spanien
13.15-14.15 Aktiventreffen für SchülerInnen und Arbeiterjugendliche
14.30-15.30 Bildung statt Schule
14.30-15.30 Die SDAJ stellt sich vor
15.45-17.45 Jugendtribunal: Ausbeuter outen!
15.45-17.45 Lesung mit Dietmar Dath
18.00-19.00 Verbandstreffen der SDAJ

Konzert, 20 Uhr, SDAJ Bereich

Mc Albino (Rap)

Coconut Butts (Skapunk / Reggaerock)

Sonntag (29. Juni)

11.00-12.45 Ausbildung erkämpfen – Her mit dem Ausbildungsgesetz!
11.15-12.45 Veranstaltung zur Westsahara mit Najla (UJSARIO)
13.00-14.00 Lesung mit Ellen Schernikau
13.00-14.00 Nazifreie Zone DDR

Wie ihr den Revierpark Wischlingen erreicht, erfahrt ihr hier. Aus einigen Städten organisiert die SDAJ auch Busse.

Mehr Infos

DKP-Homepage zum UZ-Pressefest

SDAJ-Homepage zum UZ-Pressefest

Aktuelle Infos auf Facebook

600px-Sozialelistelogo Seit Jahren kürzt die Stadt Bochum Gelder für die  Jugendarbeit, schließt Schulen oder streicht diesen  das Budget und lässt z.B. Sportplätze und öffentliche  Flächen verrotten. Alles mit dem Argument, die Stadt  habe (natürlich nicht aus eigener Schuld) kein Geld  und müsse den Gürtel enger schnallen. Diese Position  vertritt auch die Mehrheit der im Stadtrat vertretenen  Parteien. Also nicht alle? Nein, denn mit der Sozialen  Liste Bochum sitzt seit mehreren Jahren ein  parteiunabhängiges Wahlbündnis im Rat, dessen  Mitglieder aus verschiedenen sozialen Bewegungen kommen und die Spar- und Ausgabenpolitik der herrschenden Parteien kritisieren und Gegenvorschläge machen.
Die Soziale Liste wehrt sich dagegen, die Folgen der Krise den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt aufzudrücken und fordert stattdessen nachhaltige Investitionen in Bildung und Kultur: Schulen sollen besser ausgestattet und demokratisiert; mehr KiTa’s sollen geschaffen werden, damit endlich eine bedarfsgerechte Versorgung garantiert werden kann. Außerdem soll das kostenlose Kulturangebot vergrößert werden. Die Soziale Liste setzt sich für mehr und besser eingerichtete Jugendzentren sowie den Erhalt und Ausbau der teils maroden Sport- und Spielplätze ein.
Ganz wichtig finden wir die Forderung, mehr bezahlbaren kommunalen Wohnungsbau zu betreiben: gerade in Zeiten von ausufernden Niedriglohnsektoren und einem angespannten Wohnungsmarkt ist es notwendig, auch jugendlichen Studierenden, Azubis und Arbeitenden einen lebenswürdigen Wohnraum zu verschaffen.

Aber wer soll das bezahlen?!

Die, die das Geld haben. Zwar ist die Bochumer Politik nicht die einzige Ursache für die finanzielle Misere in der Haushaltskasse, allerdings hat sie auch nicht viel dafür getan, die Einnahmesituation zu verbessern, im Gegenteil: Über Jahre hinweg hat die Stadt Großunternehmen die Gewerbesteuer erlassen, um diese in Bochum anzusiedeln und sich in der Konkurrenz gegenüber anderen Städten Vorteile zu verschaffen. Was kurze Zeit gut ging, ging später dann aber doch schief – die Schließungen von Nokia, Opel und eventuell bald Johnson Controls zeigen, dass der Wettbewerb um die Ansiedelung von Großunternehmen nicht zu Lasten der öffentlichen Ausgaben und des städtischen Haushalts erfolgen darf. Hätte man diesen Unternehmen nicht über Jahre das Geld in den Rachen geworfen, wären viele Kürzungen der letzten Jahre nicht nötig gewesen. Deshalb fordern wir und die Soziale Liste eine angemessene Besteuerung der ansässigen Unternehmen und eine Besteuerung der hier lebenden Oberschicht – es kann nicht sein, dass bei den Armen immer weiter gespart wird, während Reiche weiterhin Steuervergünstigungen erhalten und Prestigeprojekte gebaut und angelegt werden, von denen die Mehrheit der hier lebenden Menschen nur wenig bis gar nichts hat. Nichtsdestotrotz ist es nötig, dass Bund und Länder die Städte finanziell entlasten, damit diese wieder ihrer Aufgabe nachkommen können, den Bürgerinnen und Bürgern eine Stadt zu bieten, in der man gerne lebt.

Also: Bei der Kommunalwahl im Mai die Soziale Liste wählen!

 

DDorf Lohnarbeit bedeutet Ausbeutung. Die Besitzer der Unternehmen verdienen  an den Ergebnissen unserer Arbeit. Das ist im Kapitalismus so – sei es bei  Penny oder bei VW. Besonders krass zeigt sich das in der Leiharbeitsbranche.  Wer hier arbeitet, hat keinen Kündigungsschutz, wird deutlich schlechter  bezahlt und weiß oft heute nicht, wo – und ob – man morgen arbeiten wird.
Symbolisch haben wir daher im Rahmen des Blockupy-Aktionstags junge  Beschäftigte versteigert: Für nur 50% des Tariflohns, für jede Drecksarbeit,  an jedem Ort, zu jeder Tages- und Nachtzeit und ohne Kündigungsschutz.  Denn so sieht die Arbeitswelt für immer mehr junge Beschäftigte aus.
Für die Aktion gab es von PassantInnen und MitdemonstrantInnen viel Beifall  und vom klassenbewussten High-Society-Publikum auf der Luxusmeile  „Königsallee“ in Düsseldorf auch einen Mittelfinger.

 Aktionsbericht zur Kundgebung in Essen

 BK1Seit Mai 2013 gehören 91 BurgerKing-Restaurants in Deutschland dem  Franchise-Nehmer Ergün Yildiz. Seit dieser Übernahme wurde der Druck  auf die Beschäftigten massiv erhöht. Immer mehr Arbeit soll aus ihren  herausgepresst werden – zu immer schlechteren Bedingungen: Der Lohn  wird teilweise verspätet ausgezahlt, teilweise überhaupt nicht, tarifliche  garantierte Zuschläge für Mehrarbeit und Nachtarbeit werden ebenfalls  nicht ausgezahlt. Insbesondere auf die Betriebsräte, die sich gegen diesen  Angriff der Unternehmer, die durch die Arbeit ihrer Beschäftigten reich  werden, zur Wehr setzen, wurden unter Druck gesetzt und gekündigt.
Deswegen hatte die Gewerkschft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die  die Betriebsräte und die Beschäftigten unterstützt, zu einer Kundgebung vor einem der BurgerKing-Restaurants aufgerufen – mit dabei die SDAJ, die mit ihrem Transparent viel Zuspruch bekam.

 O-Ton einer Betriebsrätin:
“Wir machen das hier, um die Sache weiter zu unterstützen. Wir wollen  zeigen, was bei BurgerKing so passiert: Also dass die Löhne nicht rechtzeitig  gezahlt werden. Die Leute, die bei BurgerKing arbeiten, die sind abhängig  von ihrem Lohn, die können nicht mal eben nächste Woche einen anderen Arbeitsplatz finden. Wir fordern, dass diese Menschen und ihre Rechte respektiert werden. Wir als Betriebsräte haben seit einem Jahr keinen Lohn mehr bezahlt bekommen. Wir kriegen derzeit von BurgerKing einfach keinen Cent. Wir brauchen dafür die Unterstützung der Öffentlichkeit. Und hier mit der Kundgebung zeigen die Gewerkschaften und alle die hier sind und ja auch ihr eure Solidarität. Das ist sehr wichtig für uns. Wir müssen einen langen Atem haben.”