An alle demokratischen Jugendverbände, -strukturen, -gruppen und interessierte Jugendliche in Bochum!

Wir rufen zum gemeinsamen Handeln gegen Rechts in unserer Stadt auf!

Gründung eines antifaschistischen Jugendbündnisses in Bochum, am Mittwoch, den 22.02.2012 um 18:30 Uhr im Bahnhof Langendreer im Wallbaumweg 108, 44894 Bochum.

Nicht nur der Skandal um den so genannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), sondern alle Umtriebe der FaschistInnen zwingen uns DemokratInnen zum gemeinsamen Handeln. Die zahlreichen Beispiele der Finanzierung und logistischen Unterstützung der FaschistInnen durch Polizei, Behörden und Verfassungsschutz machen deutlich, dass wir uns nicht auf staatliche Stellen allein verlassen können, sondern selber aktiv werden müssen.

FaschistInnen können sich vor allem dann breit machen und an Zulauf gewinnen, wenn sie in einem bestimmten Umfeld an Bewegungs- und Handlungsfreiheit gewinnen, wenn man sie in einer Schule, einem Stadtteil oder einem Betrieb gewähren lässt. Um dies zu verhindern, müssen wir bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass dort kein Platz für Rassismus, Ausgrenzung und Menschenverachtung ist, sondern es Plätze des gemeinsamen Lebens werden.

In Anlehnung an unsere bundesweite Kampagne schlagen wir vor, auch in Bochum „Nazifreie Zonen“ auszurufen. Dies soll als Arbeitsstitel verstanden werden. Wir streben ein gleichberechtigtes Bündnis an, mit dem Ziel, dass so viele Jugendliche wie möglich die Orte, an denen sie leben, gegen Nazis und rassistische Propaganda verteidigen und im Gegenzug eine Demokratisierung einfordern. Dies können Schulen, Jugendzentren, Bolzplätze, Lehrwerkstätten, Wohnhäuser und und und sein.
In diesem Rahmen möchten wir in diesem Jahr auch Aktionen zum 8. Mai organisieren, zum Beispiel ein Konzert, eine Demonstration, eine Party oder einen kleinen Kongress… – und würden uns freuen, auch dies gemeinsam zu tun.

Wenn ihr denkt, dass ihr mithelfen könnt einen solchen Rahmen zu schaffen, dann kommt doch vorbei am Mittwoch, den 22.02 um 18:30 Uhr. Wir schlagen folgende Punkte auf der Agenda vor:

  1. Vorstellungsrunde
  2. Diskussion um das Prinzip „Nazifreie Zonen“
  3. Konkrete Vorhaben
  4. Verständigung über gemeinsames Vorgehen

Wenn ihr euch bereits im Vorfeld darauf verständigt, ob und unter welchen Umständen ihr euch zu einer gemeinsamen Arbeit verständigen könnt, dann würde dies natürlich helfen, die Diskussion zu strukturieren und kurz zu halten.

Wir freuen uns, euch an dem Mittwoch zu sehen,
SDAJ Bochum