Die SDAJ-Bochum beweist erneut ihren guten Filmgeschmack und lässt auf die Filme der letzten Monate (We want Sex, The Wind that shakes the Barley, Der gewöhnliche Faschismus) den Klassiker “Wege zum Ruhm” folgen. Anlässlich des traurigen Jubiläumsjahres des großen Völkerschlachtens 1914-1918 soll dieser Film daran erinnern, dass zwar De Maizière und Gauck den Tod fürs Vaterland wieder süß machen wollen, die zentrale Aussage des 1957 von Stanley Kubrick produzierten Films aber aktuell bleibt: „The paths of glory lead but to the grave.“ (zu deutsch: “Die Wege des Ruhms führen ausnahmslos ins Grab”)Eine packende Anklage gegen Militarismus, Herrschaft und Krieg. – Damit das Ganze nicht zu traurig ausartet, gibt es die bewährten Cocktails (Cuba Libre, Mojito) sowie Bier und nichtalkoholische Erfrischungen. Wer sich vor Vorfreude kaum noch halten kann (oder sich noch unsicher ist), dem liefert ARTE hier 5 Gründe, vorbeizukommen: http://www.youtube.com/watch?v=D0g1BN1XHeU

Also kommt am 17.5 um 20 Uhr ins Soziale Zentrum Bochum!
Wir freuen uns auf euch!

(Foto: bo-alternativ.de)

Am 12.09. nahmen wir zusammen mit mehreren Menschen, u.a. aus der BezirksschülerInnenvertretung, sowie der Friedensbewegung an Protesten gegen die Präsenz der Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet “Was geht?” teil. Zusammen verteilten wir Flugblätter, flankierten den Infostand mit Transparenten und diskutierten mit Jugendlichen über die Bundeswehr, ihre Jugendpropaganda und die Risiken und Folgen, die eine Verpflichtung bei der Bundeswehr mit sich zieht.

Gleich zu Beginn wurde jedoch – wie auch im letzten Jahr – versucht, unseren Protest gewaltsam zu unterbinden: Nachdem ein Aktivist ein Flugblatt an Jugendliche verteilt hatte, wurde er von 3 Sicherheitsangestellten der Messe gewaltsam niedergedrückt und aus dem Kongressgebäude geführt. Nach einigen Verhandlungen durften wir neben dem Infostand stehen bleiben, da laut Messebetreibern “Kein Interesse an einer weiteren Eskalation bestehe” – wir fragen: Eskalation durch wen?

Nichtsdestrotz kamen wir mit einigen Jugendlichen ins Gespräch und klärten sie z.B. über den Charakter der Jugendoffizierea als rhetorisch speziell geschulte Propagandasoldaten auf, die versuchen, Jugendliche für Kriegseinsätze zu werben. Die Bundeswehr hat ihr Werberepertoire im Vergleich zum letzten Jahr – als kaum Jugendliche an den Stand kamen – übrigens ausgeweitet: Mittlerweile versuchen sie, durch das Bereitstellen eines Tischkickers, Jugendliche an den Stand zu binden und sie so besser bearbeiten zu können.

Das Jugendamt der Stadt Bochum organisiert am 12. und 13. September diesen Jahres erneut eine Berufsbildungsmesse, auf der u. a. die Bundeswehr für ihre Ausbildung zum Töten werben soll. Der Leiter des Jugendamtes Dolf Mehring (Grüne), der vor 20 Jahren in der Friedensbewegung aktiv war, weiß genau, dass die Militärwerbung bei Minderjährigen gegen die Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention verstößt, die die Bundesrepublik und 192 weitere Staaten unterschrieben haben.

Im vergangenen Jahr haben das Bochumer Friedensplenum und die SDAJ für Protest und Aufklärung im RuhrCongress (Foto) gesorgt. In diesem Jahr wird zusätzlich ein landesweites Bündnis Aktionen gegen die militaristische Ausrichtung der Messe organisieren. Am Mittwoch, dem 27. Juni findet um 19.00 Uhr ein Treffen im Bahnhof Langendreer statt, auf dem die Aktivitäten der Bochumer Gruppen gegen die Bundeswehrpräsenz auf der Messe koordiniert werden.

(Foto: Bo-Alternativ)

Am S-Bahnhof Bochum-Ehrenfeld haben engagierte Antimilitaristen ein Werbeplakat für die Ausstellung „200 Jahre Krupp“ mit dem Aufkleber „Offizieller Sponsor des ersten und zweiten Weltkriegs“ ergänzt.

Doch Krupp sponsorte nicht nur – er profitierte auch massiv. Die Machtübergabe an die faschistische NSDAP 1933 konnte dem Krupp-Konzerns riesige Profite sichern. Die offiziell ausgewiesenen Gewinne des Konzern stiegen in den Jahren 1935 bis 1941 nach Abzug der Steuern, Geschenke und Reserven von 57 Millionen auf 111 Millionen Reichsmark. Die Dunkelziffer liegt wohl noch wesentlich höher.

Als Hitler und Mussolini 1937 die Krupp-Werke in Essen besuchten, prangte schließlich nicht umsonst „Herzlich Willkommen in der Waffenschmiede des Reiches“ am Hotel Handelshof in der Essener Innenstadt. Heute trägt das Gebäude übrigens die Aufschrift „Essen – Die Einkaufstadt“.

Die SDAJ Bochum wird sich auch 2012 am Ostermarsch Ruhr beteiligen.

Die angebliche Fortsetzung des Arabischen Frühlings darf nicht zum neuen Desert Storm werden!

Der Iran steht seit Jahren im Fadenkreuz des Imperialismus. Vor allem den USA steht die Regionalmacht mit ihren eigenen Hegemoniebestrebungen und ihrer anti-westlichen Politik bei den Plänen für die Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens im Weg. Daher übt der Westen Druck auf den Iran aus, seit dieser damit begonnen hat, ein eigenes Atomprogramm zu verfolgen. Dieses Programm, dem unterstellt wird, dem Bau einer iranischen Atombombe zu dienen, wofür es allerdings keinerlei Beweise gibt, muss als Vorwand für Sanktionen und Kriegsdrohungen herhalten. In letzter Zeit wird das Säbelrasseln wieder lauter – verschärfte Sanktionen, Militämanöver im Persischen Golf, Drohungen mit einem Ölboykott und als Reaktion des Irans darauf die Sperrung der Straße von Hormus, und zuletzt Aussagen des israelischen Verteidigungsministers, ein Militärschlag gegen Iran stünde auf der Tagesordnung.

Der Angriff auf den Iran scheint nur noch eine Frage des Wann und keine mehr des Ob zu sein. Genauso äußern sich aktuell immer wieder führende Politiker und Militärs der imperialistischen Staaten. Die Bundesrepublik liefert in der angeheizten Situation ein sechstes Atom-U-Boot an die Atommacht Israel. Auch ansonsten reiht sich Deutschland in die Front der Kriegstreiber ein, ungeachtet der Rolle als “Makler”, die es in Bezug auf die arabische Welt und den Iran sonst in Verfolgung seiner eigenen Interessen gerne einnimmt.

Vor Iran kommt Syrien?

Seit einem Jahr ist Syrien Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Rebellengruppen. EU, USA und die arabische Liga machen es sich einfach: Die brutalen Methoden der syrischen Regierung werden harsch verurteilt, “Rebellen” zu Freiheitskämpfern erhoben. Damit wird Syrien mit dem „arabischen Frühling“ über einen Kamm geschoren.

Ähnlich wie in Libyen waren aber auch in Syrien von Beginn an bewaffnete Regimegegner an den Protesten beteiligt und verantwortlich für Angriffe auf Bahnlinien, Autobahnen, Öl-Pipelines und die dort arbeitenden Menschen, teilweise sogar auf Krankenhäuser und Schulen. Angriffe, die den Staat weiter destabilisieren und einen Eingriff westlicher Mächte provozieren sollen. Die Zivilbevölkerung leidet als nicht nur unter den Angriffen des syrischen Militärs, sondern vor allem unter denen der Rebellengruppen.

Demonstranten mit berechtigten sozialen Forderungen werden instrumentalisiert, die Proteste wurden zum Spielball im Kampf regionaler und globaler Interessen. EU und USA geht die Öffnung des Marktes zu langsam. Sie wollen die Region kontrollieren und mit Syrien einen Staat unter Kontrolle bringen, der den Irak-Krieg verurteilt hat und Bündnisse mit dem Iran aufrecht erhält. Diese Verbindung ist auch den Regionalmächten Saudi-Arabien, Türkei und Israel ein Dorn im Auge. Quatar unterstützt schon lange islamistische Oppositionsgruppen in Syrien und tritt aktuell als der aggressivste Verbündete westlicher Mächte auf.
Auch Deutschland zögert nicht, sich die Hände schmutzig zu machen und beteiligt sich an den Embargos, die den syrischen Außenhandel und Zahlungsverkehr lahmlegen und das Land zermürben. Die Embargos erzeugen Mangelsituationen und provozieren soziale Konflikte, die weiter zugespitzt und ethnisiert werden. Ein Rezept, mit dem Bürgerkriege entfacht werden und schließlich Militäreinsätze rechtfertigen soll.

Deutsche Waffen wurden noch an die syrische Regierung geliefert, als ein Konflikt schon absehbar war. Nun gelangt schweres Geschütz über Quatar an syrische Rebellengruppen. Großbritannien, Frankreich und USA unterstützen die Aufständischen mit massiver militärischer Beratung. Die “Rebellen” kämpfen mit schwerem Maschinengewehr und Panzerfallen. Der Syrische Nationalrat und die Freie Syrische Armee kämpfen nicht für die Verbesserung der Lebenssituation der syrischen Bevölkerung sondern für imperialistische Interessen. Wie schon in Libyen dient der blutige Bürgerkrieg dem Westen als Vorwand für ein Eingreifen bis hin zur Militärintervention.

An den Grenzen zu Syrien marschieren bereits Soldaten. Falls Assad die Rebellen niederschlägt, wird die Eskalation des Konflikts immer wahrscheinlicher. Nato und Regionalmächte wollen einen Regime Change, notfalls durch militärische Invasion.

Imperialistische Aggression stoppen!

US-Präsident Obama hat die Absichten des Westens in Syrien und den Zusammenhang mit dem Iran deutlich ausgeprochen, als er auf die Bemerkung eines Journalisten: “Es scheint mir, dass der einzige Weg, um den Iran weiter zu isolieren, darin besteht, den einzigen arabischen Verbündeten zu entfernen.” mit “Absolut” antwortete. Wie schon vor der Bombardierung Libyens bemühen sich die am Krieg interessierten Staaten um eine Stellungnahme der UNO, die ihrem Vorgehen den Anschein der Legitimität geben soll.

Für uns ist klar: Ob mit oder ohne UN-Resolution – Keine militärische Intervention in Syrien! Die imperialistische Einflussnahme und die Unterstützung und Aufrüstung der “Rebellengruppen” muss gestoppt werden! Syrien darf kein zweites Libyen werden! Wir wenden uns gegen die Kriegsdrohungen und Sanktionen, die die Völker Syriens und Irans treffen!

Auch in diesem Jahr fand am zweiten Januarwochenende in Berlin die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration statt. Mit tausenden Menschen aus ganz Deutschland demonstrierten wir um den beiden Ermordeten zu gedenken und ein Zeichen gegen Krieg und Ausbeutung zu setzen.

Die Demo am Sonntag war natürlich das Highlight des Wochenendes, am Samstagmorgen ließen wir uns außerdem nicht die Chance nehmen am Rande der Rosa-Luxemburg-Konferenz mit den bundesweit angereisten SDAJlerInnen eine öffentlichkeitswirksame Aktion durchzuführen.

Als Auftakt der SDAJ-Antifa-Kampagne versammelten sich ca. 120 SDAJ-Mitglieder und SympathisantI nnen, unter dem Motto „Jugend trainiert für Dresden“ auf dem Wittenbergplatz. Mit einer sportlichen Aktion wurde auf die Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch in Dresden und die Verstrickung der Staatsbehörden mit rechten Terrororganisationen, wie dem NSU, hingewiesen. Im Februar wollen tausende Faschisten mit einer Demonstration der Bombardierung Dresdens während des Zweiten Weltkriegs gedenken. Dabei blenden sie aus, dass es Nazideutschland war, das ganze Länder verwüstete, Millionen Menschen tötete und in Lager steckte. Nachdem es in den letzten zwei Jahren gelang, den Aufmarsch trotz staatlicher Repression zu verhindern, ruft dieses Jahr wieder ein breites Bündnis aus Antifa-Gruppen, Gewerkschaften, Parteien und Kirchen zu Massenblockaden auf. In diesem Sinne: „Block Dresden 2012 – Den Naziaufmarsch blockieren bis er
Geschichte ist!“

In Hochglanzbroschüren und Werbespots bewirbt die Bundeswehr ihre Ausbildungsangebote und Studiengänge. Sie ködert junge Menschen mit üppigen Verdienstmöglichkeiten und behauptet, ein Arbeitsplatz beim Bund sei „mit Sicherheit ein guter Weg“ – dabei ist die Ausbildung bei der Bundeswehr auf dem zivilen Arbeitsmarkt keineswegs so anerkannt wie allgemein behauptet wird. So auch auf der Berufsmesse Anfang Oktober in Bochum.

Gemeinsam mit dem Friedensplenum und der Linksjugend Solid protestierte die SDAJ Bochum gegen den Bundeswehrstand auf der Berufsbildungsmesse.

Der „sichere“ Job bleibt eine leere Versprechung. Wenn man eine Ausbildung bei der Bundeswehr bekommen willst, musst man sich verpflichten. Und das heißt: acht oder zwölf lange Jahre Soldat zu sein, mit allem drum und dran. Was die Bundeswehr-Offiziere „Ausbildung“ nennen, bekommt man nicht ohne die Verpflichtung zum Kriegseinsatz im Ausland – ein „Abenteuer“, das häufig auf dem Friedhof, im Rollstuhl oder in der Psychiatrie endet.

Aus chronisch unterfinanzierten Schulen entlassen, erwarten einen immer größeren Teil der Jugend sinnlose „berufsvorbereitende Maßnahmen“, Billig-Jobs oder Hartz IV, weil hunderttausende Ausbildungs- und Arbeitsplätze fehlen. Und selbst mit Abitur in der Tasche ist das Leben kein Wunschkonzert. Denn ohne Eltern mit dem nötigen Kleingeld können sich – unter anderem aufgrund von Studiengebühren – immer weniger Jugendliche den Besuch der Uni leisten. Dass die Zukunft großer Teile der Jugend vor allem durch Perspektivlosigkeit geprägt ist, wissen nicht nur Politiker und Wirtschaftsvertreter, sondern auch die Bundeswehr.

Gemeinsam mit dem Friedensplenum sind wir zu der Messe gegangen und haben gezeigt was wir davon halten. Es war kein großer Flashmob oder laute Störaktion – obwohl man damit der Bundeswehr mächtig auf die Nerven gehen kann, haben wir uns diesmal für eine andere Variante entschieden. Mit dauerhaft 10-12 Leuten standen wir vor dem Stand, haben Flyer verteilt und mit den Jugendlichen gesprochen. Die Veranstalter hatten somit keinen guten Grund uns rauszuschmeißen und mussten damit leben, dass die Oberbürgermeisterin von Bochum, Ottilie Scholz die Messe vor einem Transparent, mit dem Slogan “Kein Werben für’s Sterben” sprechen musste. Insgesamt waren wir ziemlich lange präsent und konnten dauerhaft verhindern, dass Jugendliche sich von den Lügen der Jugendoffiziere einlullen lassen konnten!

USS Barry schießt im März 2011 Tomahawk-Missle in Richtung Lybien ab (Foto: U.S. Navy, Lt.j.g. Monika Hess/Released)

Nach fast 6 Monaten der Luftangriffe durch die NATO ist es vollbracht: Die Herrschaft Gadaffis über Libyen scheint gebrochen und der “nationale Übergangsrat” als neue Regierung im Sattel.
Warum kam es zu dem imperialistischen Angriff und wieso triumphierten die Rebellen, obwohl vor einigen Wochen noch ein Auseinanderbröckeln der “Rebellenfront” befürchtet wurde?
Libyen ist bisher das einzige Land der “arabischen Revolution”, in dem sich die westlichen Staaten offensiv und militärisch auf die Seite der Opposition stellten. Kurz nachdem Berichte laut wurden, Gadaffi ließe mit Kampfflugzeugen auf Demonstranten schießen, drängten europäische Staaten wie Frankreich und Italien auf die Errichtung einer Flugverbotszone – angeblich, um das Leben der Demonstranten und Oppositionellen zu schützen. Auf diese Weise ergriff die NATO Partei für die Seite der Rebellen – ein Bruch des Völkerrechts.

Bereits früh wurde jedoch klar, dass die NATO mehr tat, als nur Flugzeuge abzuschießen und Luftabwehrstellungen zu bombardieren, sie griff Gadaffis Truppen auch am Boden ein, unterstützte so offen eine der beiden Bürgerkriegsfraktionen – und brach damit das Völkerrecht erneut.
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Fest etabliert hat sich der jährliche Naziaufmarsch in Dortmund rund um den internationalen Antikriegstag. Mit einer unverfrorenen Selbstsicherheit demonstrierten in den letzten Jahren teilweise über 1000 Faschisten und gaben ihre Vernichtungspropaganda als Friedenspolitik aus.

Doch der Widerstand nimmt zu. Bereits zum dritten mal in Folge ruft das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ (DSSQ) zu Aktionen auf, mit dem Ziel den Naziaufmarsch zu verhindern. Die Ausrichtung ist klar: Wer für Frieden kämpft muss antifaschistisch kämpfen.

Die SDAJ Bochum lädt daher gemeinsam mit ['solid] Bochum zu einer Informationsveranstaltung ins Soziale Zentrum in der Josephstraße 2 ein. Dort wird am 23. August um 19 Uhr ein Referent aus dem Bündnis die Aktionen vorstellen und begründen wie das Bündnis zu seinen Ausrichtungen gekommen ist.

Informieren! Blockieren! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Wir dokumentieren den Aufruf des Bündnisses „Dortmund stellt sich quer!“, den auch der SDAJ-Bundesverband unterzeichnet hat:

Dort­mund stellt sich quer! Sie wer­den nicht durch­kom­men!

Zum 7. Mal in Folge wol­len Neo­fa­schis­ten an­läss­lich des An­ti­kriegs­ta­ges durch Dort­mund mar­schie­ren. Für den 3. Sep­tem­ber mo­bi­li­sie­ren sie eu­ro­pa­weit in die Ruhr­ge­biets­me­tro­po­le. Nach dem wie­der er­folg­reich ver­hin­der­ten Marsch durch Dres­den gilt der so ge­nann­te „Na­tio­na­le An­ti­kriegs­tag“ in Dort­mund als einer der wichtig­sten Auf­mär­sche der deut­schen Neo­na­zis.

Dort­mund hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu einer Hoch­burg mi­li­tan­ter Neo­na­zis ent­wi­ckelt. Bru­ta­le Über­grif­fe auf Mi­gran­tIn­nen und linke Ju­gend­li­che, auf Ge­werk­schaf­te­rIn­nen und po­li­tisch ak­ti­ve Men­schen, auf al­ter­na­ti­ve Buch­lä­den und auf Par­tei­bü­ros, auf Knei­pen und Ver­an­stal­tun­gen, auf Woh­nun­gen von An­ti­fa­schis­tIn­nen gehen wei­ter und neh­men an Bru­ta­li­tät zu.

Die Nazis sagen, Dort­mund sei ihre Stadt. Wir sagen: Nie­mals!

Po­li­zei, Jus­tiz und lo­ka­le Po­li­tik haben das Pro­blem seit Jah­ren ver­harm­lost. Sie tra­gen Ver­ant­wor­tung für das Er­star­ken der Neo­fa­schis­ten in Dort­mund. Seit dem Jahr 2000 gehen vier Morde auf das Konto der Neo­na­zis: drei Po­li­zis­ten wur­den von dem Neo­na­zi Micha­el Ber­ger er­schos­sen, der Punk Tho­mas Schulz von einem ju­gend­li­chen Neo­fa­schis­ten er­sto­chen. Seit ei­ni­ger Zeit ver­än­dert die Zi­vil­ge­sell­schaft ihre Sicht und ent­wi­ckelt Pro­test und Ge­gen­wehr. Aber die Po­li­zei bleibt ihrer Linie treu: An­ti­fa­schis­ti­sches En­ga­ge­ment wird immer wie­der be­hin­dert, Neo­na­zis kön­nen na­he­zu un­ge­stört agie­ren.

Spendenkonto
VVN – BdA – Dortmund
BLZ: 440 501 99
Kontonr.: 301 01 3094
Verwendungszweck: 03.09.

Der An­ti­kriegs­tag er­in­nert an den fa­schis­ti­schen Über­fall der Nazis am 1. Sep­tem­ber 1939 auf Polen. Es war der Be­ginn eines Raub- und Ver­nich­tungs­krie­ges, der die Welt in Brand steck­te und über 50 Mil­lio­nen Tote hin­ter­ließ. Der An­ti­kriegs­tag ist der Tag aller De­mo­kra­tIn­nen und Kriegs­geg­ne­rIn­nen, die die Mah­nung aus un­se­rer Ge­schich­te: „Nie wie­der Fa­schis­mus! Nein zum Krieg!“ wach­hal­ten und für eine Welt des Frie­dens und der in­ter­na­tio­na­len So­li­da­ri­tät ein­tre­ten.

Die deut­schen Neo­na­zis ste­hen in der Tra­di­ti­on der NSDAP. Sie be­ju­beln den bei­spiel­lo­sen Ver­nich­tungs­krieg gegen die So­wjet­uni­on mit 17 Mil­lio­nen toten Zi­vi­lis­ten eben­so wie die bar­ba­ri­sche Mas­sen­ver­nich­tung der Juden, Sinti und Roma. Sie leug­nen die Ver­bre­chen der Wehr­macht und der SS und tra­gen Slo­gans wie „Unser Groß­va­ter war ein Held!“ vor sich her. Mit an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Phra­sen ver­su­chen sie in der sich ver­schär­fen­den Krise des Ka­pi­ta­lis­mus die so­zia­len Ab­stie­ge, Armut und Ar­beits­lo­sig­keit, Per­spek­tiv­lo­sig­keit und Exis­tenz­angst der Men­schen und be­son­ders der Ju­gend für ihre ras­sis­ti­sche und kriegs­ver­herr­li­chen­de Ideo­lo­gie zu nut­zen.

Ge­mein­sam set­zen wir ihnen un­se­ren Wi­der­stand und un­se­re Po­li­tik der Auf­klä­rung und der in­ter­na­tio­na­len So­li­da­ri­tät ent­ge­gen! Ge­mein­sam ste­hen wir gegen Krieg und for­dern seine so­for­ti­ge Be­en­di­gung in Af­gha­nis­tan – und über­all! Wir rufen die An­ti­fa­schis­tin­nen und An­ti­fa­schis­ten, die Geg­ner von Krieg und Be­sat­zung, die Ge­werk­schaf­te­rin­nen und Ge­werk­schaf­ter, die Ju­gend dazu auf, den Auf­marsch der Neo­fa­schis­ten am 3. Sep­tem­ber durch ge­walt­freie Blo­cka­den ent­schlos­sen zu ver­hin­dern! Von uns wird dabei keine Es­ka­la­ti­on aus­ge­hen. Wir sind so­li­da­risch mit allen, die der zu­neh­men­den Kriegs­pro­pa­gan­da eine Ab­sa­ge er­tei­len und den Nazis ent­ge­gen tre­ten wol­len. Ge­mein­sam wer­den wir ihren ge­plan­ten Marsch durch Dort­mund ver­hin­dern!

Der An­ti­kriegs­tag ge­hört uns!
Be­tei­ligt Euch an den De­mons­tra­tio­nen und Blo­cka­den!
Wenn Nazis mar­schie­ren, ist Wi­der­stand Pflicht!