Solidarität mit den S21-Protesten

Gepostet am 1. Januar 1970 Aktionen

Sevim Dagdelen (MdB, DIE LINKE) ruft in einer Presseerklärung die Bochumerinnen und Bochumer zu einem «Schwabenstreich» und einer Kundgebung gegen Polizeigewalt und Stuttgart 21 auf. Stattfinden soll es am Donnerstag, dem 21. Oktober 2010, um 16.30 Uhr auf dem Husemannplatz. Neben Dagdelen hat auch Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt von der Bochumer Bürgerinitiative gegen die DüBoDo einen Redebeitrag.

«Der Protest wird sich gegen das Milliardengrab Stuttgart 21 richten, das auch ein gigantisches Umverteilungsprojekt ist. Während für bessere Bildung, Soziales und Kultur angeblich kein Geld da ist, sollen hier Milliarden zu Gunsten großer Baukonzerne umverteilt werden. Diese Politik ist nicht nur gegen die Interessen einer Bevölkerungsmehrheit gerichtet, sie wird auch wenn nötig mit brutaler Gewalt gegen friedliche Demonstrierende durchgesetzt. Es bleibt zu hoffen, dass die Demonstrierenden in Stuttgart in Ihrer Stadt ein Zeichen setzen gegen eine Politik, die in immer stärkerem Maße einer kleinen Minderheit in der Gesellschaft dient und dabei arrogant über die Bevölkerungsmehrheit hinweg schreitet. Stuttgart 21 ist exemplarisch und den Demonstrantinnen und Demonstranten gilt daher unsere Solidarität. Es ist bezeichnend, dass ein Mitglied der CDU im Bochumer Rat am Donnerstag zu einer Kundgebung für Stuttgart 21 aufgerufen hat. Wir wollen ein Zeichen gegen diese Aktion setzen. Bochumerinnen und Bochumer sollten sich solidarisch mit jenen erklären, die einen ernsthaften und couragierten Kampf gegen dieses Milliardengrab Stuttgart 21 führen und die Natur in Stuttgart schützen. Nachdem ich in Stuttgart und Berlin an mehreren Schwabenstreichen teilgenommen habe, lade ich alle Bochumerinnen und Bochumer dazu ein, sich am Schwabenstreich mit Trillerpfeifen, Hupen, Kochtöpfen und allem anderen, was Krach machen kann, zu beteiligen.»