Die SDAJ stellt sich vor

Gepostet am 14. Juli 2014 Unsortiert

Am Samstag den 19. Juli laden wir zu einem Kneipenabend mit Bier, Cocktails und Einblicken in ein paar unserer Schwerpunkte. Was waren die Hauptarbeitsbereiche der SDAJ in den letzten Jahren und wie sind wir dazu gekommen? Wir laden alle Interessierten ein sich mit uns über unser Programm, das Zukunftspapier, zu unterhalten. Weil es sehr umfangreich ist, und wir auch andere Veranstaltungen machen, bereiten wir vor allem die Punkte Antifaschismus, Antimilitarismus und Kuba vor. Wir wollen aber auch über den Enstehungsprozess unserer Positionen reden und über die „Position“ das Magazin der SDAJ. Wie immer gibt es nette Cocktails zu günstigen Preisen und das Ganze im charmanten Ambiente des „Sozialen Zentrums“ in Bochum Hamme nahe der U35 Haltestelle Feldsieper str.
Wir öffnen die Türen um 19:00 Uhr.

UZ-Pressefest-2014-1Das größte Fest der Linken in Deutschland, das UZ-Pressefest, endete am Sonntagabend (29.06.) zum 18. Mal. Gemeinsam mit Gruppe see red! (Düsseldorfer Regionalgruppe der Interventionistischen Linken), und der Naturfreundejugend NRW hat die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) den Jugendbereich auf dem Volksfest der Deutschen Kommunistischen Partei organisiert. Über das Wochenende verteilt haben sich mehrere hundert Jugendliche am Programm beteiligt. Sie machten einen kleinen aber prominenten Anteil der mehreren zehntausend Besucher die trotz strömenden Regen in den Revierpark nach Dortmund kamen.

Das Programm im Jugendbereich des Pressefests war breit gefächert und lockte auch viele Erwachsenein die Diskussionszelte. Mit dabei waren ein Tribunal gegen Ausbildungsplatzkiller, Expertengespräche zu den imperialistischen Einmischungen in die Ukraine, Podiumsdebatten zu Herausforderungen antifaschistischer Initiativen, ein Blockadetraining zu Blouz-pressefest_2014_3-300x200ckupy, Workshops  zur Bildungspolitik und vieles mehr. Kulturelle Höhepunkte des Jugendprogramms waren ein Antifajugendkonzert am Freitagabend mit Campania Bataclan (Bochum), Bandista (Istanbul) und Xaiko (Baskenland). Auftritte von Mc Albino und den Coconut Butts, Lesungen von Dietmar Dath aus seinem Werk »Maschinenwinter« und von einem fiktiven Känguru aus den beliebten Büchern von Marc-Uwe Kling sowie eine Feuershow der Gruppe Evil Flames rundeten das Kulturprogramm im Jugendbereich ab.

Mischa Aschmoneit von see red! zeigte sich insbesondere zufrieden mit dem hohen Niveau der Diskussionen: »Wir waren zum ersten Mal mit dem roten Zelt auf dem größten Fest, das die Linke in der Bundesrepublik zu bieten hat. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit der Beteiligung und insbesondere der Qualität der Debatten. Das gibt es so in der Form sonst nirgendwo.«

uz-pressefest_2014_1-300x225Auch Jan Tacke von der Naturfreundejugend NRW zog eine positive Bilanz zum Wochenende: »Wir waren zum ersten Mal hier beim Pressefest und haben uns gut präsentieren können. Ich denke, wir haben unseren Bekanntheitsgrad steigern können und auch sonst hat sich unsere Beteiligung sehr gelohnt. Deshalb können wir es auch anderen fortschrittlichen Jugendorganisationen nur empfehlen beim nächsten Pressefest mit dabei zu sein. Wir kommen in jedem Fall auch wieder.«

Paul Rodermund, Bundesvorsitzender der SDAJ, resümiert: »Unser Jugendbereich auf dem Pressefest hat gezeigt, dass wir in unserem Kampf gegen den Kapitalismus nicht allein stehen. Die Diskussionen waren von dem Willen geprägt gemeinsam und solidarisch Wege zu finden, das System der Ausbeutung und Unterdrückung zu überwinden. Wir haben dank dem Pressefest neue Kraft für die kommenden Kräfte getankt und freuen uns schon jetzt auf unser Festival der Jugend im nächsten Jahr. Für unsere aktuelle Kampagne war insbesondere das Jugendtribunal gegen Ausbildungsplatzkiller motivierend.«

Die grundlegende Aufgabe, Kämpfe der Jugend zu initiieren und zusammenzuführen, kam am Wochenende besonders stark zum Ausdruck. Das drückte sich dann auch im Urteilsspruch des Richters im fiktiven Jugendtribunal aus. Dieser erklärte: »Die Vollstreckung dieses Urteils [Enteignung des deutschen Großkapitals] liegt in den Händen der Arbeiterjugend und wird in den Betrieben selbst vollzogen.«

Video von der Diskussionsveranstaltung »Imperialismus live« zur Lage in der Ukraine mit Arnold Schölzel, Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt, im Jugendbereich.

UZ-Pressefest-2014-1Vom 27. bis zum 29. Juni 2014 findet im Revierpark Wischlingen wieder das UZ Pressefest – Volksfest der DKP statt. Diese größte Festival der Linken in Deutschland versammelt immer wieder zehntausende Menschen zum gemeinsamen feiern und diskutieren. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein umfangreiches Konzert- und Politprogramm.

 

UZ-Pressefest – Was ist das denn?

17.-uz-pressefest_1 Quelle: Wikimedia / User Matula

17.-uz-pressefest_1
Quelle: Wikimedia / User Matula

Seit 1974 lassen es sich die Kommunistinnen und Kommunisten nicht nehmen, mit dem Pressefest der DKP-Wochenzeitung „Unsere Zeit“ (UZ) einen politischen und kulturellen Gegenpunkt zu Entsolidarisierung, Kommerz und Kapitalismus zu setzen. Die SDAJ richtet auch dieses mal wieder den Jugendbereich auf dem UZ-Pressefest aus. Fotostrecken von den vergangenen Jahren könnt ihr unter anderem hier ansehen.

 

Banda_BassottiMit politischen Runden, Musik, Spiel- und Spaß, günstigem Essen und Getränken, wollen wir ein Wochenende miteinander diskutieren, uns kennenlernen und feiern. Gäste aus der ganzen Welt kommen auf Einladung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an diesem Wochenende in Dortmund zusammen. Mehr als 50 Organisationen und Parteien präsentieren sich mit Informationen und kulinarischen Spezialitäten aus ihren Ländern auf der Straße der Internationalen Solidarität. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Casa Cuba. Dort gibt es neben Live-Musik und Mojito vor allem Informationen aus erster Hand von der Roten Insel. Wir kämpfen für die Befreiung der Cuban Five!

Solidaritätsveranstaltungen wird es auch mit den Flüchtlingen geben, die in unserem Land mutig für das Bleiberecht und gegen rassistische Sonder­ge­setze kämpfen. Refugees welcome!

 

Kosten, Programm und Anfahrt

UZ-UZ-Pressefest-2014-2Pressefest-2014-2Das alles präsentiert die DKP gemeinsam mit der SDAJ KOSTENLOS. Auf dem Platz gibt es zudem Speisen und Getränke zu erschwinglichen Preisen. Das UZ-Pressefest gibt einen Vorgeschmack darauf, wie ein solidarisches Zusammenleben aussehen kann – und wie die Roten bis in die Morgenstunden feiern können! Zur Finanzierung des Festes könnt ihr mit dem Kauf von Solibuttons für 5 Euro beitragen. Die Buttons könnt ihr beim fest oder im Vorfeld bei DKPlerInnen eures Vertrauens bekommen.

Wer möchte kann ein Zelt oder Wohnwagen mitbringen. Ein Zeltplatz ist bereits ab 14 Euro zu haben. Infos und Anmeldung hier.

Das Gesamtprogramm wird auf dem Pressefest verteilt und ist kurz vorher hier zu finden. Bestätigte Bands findet ihr dort auch bereits. Das Programm der SDAJ steht bereits, nähere Erläuterungen folgen:

Freitag (27. Juni)

Antifajugend-Konzert, 18 Uhr, Hauptbühne:
Xaiko (Ska-Punk / Baskenland)
Compania Bataclan (Reggae-Ska-Balkan-Soundclash / Ruhrgebiet)
Bandista (Ska-Reggae-Rock-Kollektiv / Istanbul)

Samstag (28. Juni)

10.45-11.45 UKRAINE: Imperialismus live mit Arnold Schölzel (Chefredakteur der jungen Welt)
10.45-11.45 Warum brauchen wir eine kommunistische Partei? mit Patrik Köbele (Vorsitzender der DKP) und Anna Cordi (DKP Stuttgart)
12.00-13.00 Antifaschistische Aktion heuteE
12.00-13.00 Festung Europa
14:00 Startschuss revolutionärer Fünfkampf
13.15-14.15 Café International mit Eric vom Politischen Büro der CJC aus Spanien
13.15-14.15 Aktiventreffen für SchülerInnen und Arbeiterjugendliche
14.30-15.30 Bildung statt Schule
14.30-15.30 Die SDAJ stellt sich vor
15.45-17.45 Jugendtribunal: Ausbeuter outen!
15.45-17.45 Lesung mit Dietmar Dath
18.00-19.00 Verbandstreffen der SDAJ

Konzert, 20 Uhr, SDAJ Bereich

Mc Albino (Rap)

Coconut Butts (Skapunk / Reggaerock)

Sonntag (29. Juni)

11.00-12.45 Ausbildung erkämpfen – Her mit dem Ausbildungsgesetz!
11.15-12.45 Veranstaltung zur Westsahara mit Najla (UJSARIO)
13.00-14.00 Lesung mit Ellen Schernikau
13.00-14.00 Nazifreie Zone DDR

Wie ihr den Revierpark Wischlingen erreicht, erfahrt ihr hier. Aus einigen Städten organisiert die SDAJ auch Busse.

Mehr Infos

DKP-Homepage zum UZ-Pressefest

SDAJ-Homepage zum UZ-Pressefest

Aktuelle Infos auf Facebook

600px-Sozialelistelogo Seit Jahren kürzt die Stadt Bochum Gelder für die  Jugendarbeit, schließt Schulen oder streicht diesen  das Budget und lässt z.B. Sportplätze und öffentliche  Flächen verrotten. Alles mit dem Argument, die Stadt  habe (natürlich nicht aus eigener Schuld) kein Geld  und müsse den Gürtel enger schnallen. Diese Position  vertritt auch die Mehrheit der im Stadtrat vertretenen  Parteien. Also nicht alle? Nein, denn mit der Sozialen  Liste Bochum sitzt seit mehreren Jahren ein  parteiunabhängiges Wahlbündnis im Rat, dessen  Mitglieder aus verschiedenen sozialen Bewegungen kommen und die Spar- und Ausgabenpolitik der herrschenden Parteien kritisieren und Gegenvorschläge machen.
Die Soziale Liste wehrt sich dagegen, die Folgen der Krise den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt aufzudrücken und fordert stattdessen nachhaltige Investitionen in Bildung und Kultur: Schulen sollen besser ausgestattet und demokratisiert; mehr KiTa’s sollen geschaffen werden, damit endlich eine bedarfsgerechte Versorgung garantiert werden kann. Außerdem soll das kostenlose Kulturangebot vergrößert werden. Die Soziale Liste setzt sich für mehr und besser eingerichtete Jugendzentren sowie den Erhalt und Ausbau der teils maroden Sport- und Spielplätze ein.
Ganz wichtig finden wir die Forderung, mehr bezahlbaren kommunalen Wohnungsbau zu betreiben: gerade in Zeiten von ausufernden Niedriglohnsektoren und einem angespannten Wohnungsmarkt ist es notwendig, auch jugendlichen Studierenden, Azubis und Arbeitenden einen lebenswürdigen Wohnraum zu verschaffen.

Aber wer soll das bezahlen?!

Die, die das Geld haben. Zwar ist die Bochumer Politik nicht die einzige Ursache für die finanzielle Misere in der Haushaltskasse, allerdings hat sie auch nicht viel dafür getan, die Einnahmesituation zu verbessern, im Gegenteil: Über Jahre hinweg hat die Stadt Großunternehmen die Gewerbesteuer erlassen, um diese in Bochum anzusiedeln und sich in der Konkurrenz gegenüber anderen Städten Vorteile zu verschaffen. Was kurze Zeit gut ging, ging später dann aber doch schief – die Schließungen von Nokia, Opel und eventuell bald Johnson Controls zeigen, dass der Wettbewerb um die Ansiedelung von Großunternehmen nicht zu Lasten der öffentlichen Ausgaben und des städtischen Haushalts erfolgen darf. Hätte man diesen Unternehmen nicht über Jahre das Geld in den Rachen geworfen, wären viele Kürzungen der letzten Jahre nicht nötig gewesen. Deshalb fordern wir und die Soziale Liste eine angemessene Besteuerung der ansässigen Unternehmen und eine Besteuerung der hier lebenden Oberschicht – es kann nicht sein, dass bei den Armen immer weiter gespart wird, während Reiche weiterhin Steuervergünstigungen erhalten und Prestigeprojekte gebaut und angelegt werden, von denen die Mehrheit der hier lebenden Menschen nur wenig bis gar nichts hat. Nichtsdestotrotz ist es nötig, dass Bund und Länder die Städte finanziell entlasten, damit diese wieder ihrer Aufgabe nachkommen können, den Bürgerinnen und Bürgern eine Stadt zu bieten, in der man gerne lebt.

Also: Bei der Kommunalwahl im Mai die Soziale Liste wählen!

 

DDorf Lohnarbeit bedeutet Ausbeutung. Die Besitzer der Unternehmen verdienen  an den Ergebnissen unserer Arbeit. Das ist im Kapitalismus so – sei es bei  Penny oder bei VW. Besonders krass zeigt sich das in der Leiharbeitsbranche.  Wer hier arbeitet, hat keinen Kündigungsschutz, wird deutlich schlechter  bezahlt und weiß oft heute nicht, wo – und ob – man morgen arbeiten wird.
Symbolisch haben wir daher im Rahmen des Blockupy-Aktionstags junge  Beschäftigte versteigert: Für nur 50% des Tariflohns, für jede Drecksarbeit,  an jedem Ort, zu jeder Tages- und Nachtzeit und ohne Kündigungsschutz.  Denn so sieht die Arbeitswelt für immer mehr junge Beschäftigte aus.
Für die Aktion gab es von PassantInnen und MitdemonstrantInnen viel Beifall  und vom klassenbewussten High-Society-Publikum auf der Luxusmeile  „Königsallee“ in Düsseldorf auch einen Mittelfinger.

 Aktionsbericht zur Kundgebung in Essen

 BK1Seit Mai 2013 gehören 91 BurgerKing-Restaurants in Deutschland dem  Franchise-Nehmer Ergün Yildiz. Seit dieser Übernahme wurde der Druck  auf die Beschäftigten massiv erhöht. Immer mehr Arbeit soll aus ihren  herausgepresst werden – zu immer schlechteren Bedingungen: Der Lohn  wird teilweise verspätet ausgezahlt, teilweise überhaupt nicht, tarifliche  garantierte Zuschläge für Mehrarbeit und Nachtarbeit werden ebenfalls  nicht ausgezahlt. Insbesondere auf die Betriebsräte, die sich gegen diesen  Angriff der Unternehmer, die durch die Arbeit ihrer Beschäftigten reich  werden, zur Wehr setzen, wurden unter Druck gesetzt und gekündigt.
Deswegen hatte die Gewerkschft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die  die Betriebsräte und die Beschäftigten unterstützt, zu einer Kundgebung vor einem der BurgerKing-Restaurants aufgerufen – mit dabei die SDAJ, die mit ihrem Transparent viel Zuspruch bekam.

 O-Ton einer Betriebsrätin:
„Wir machen das hier, um die Sache weiter zu unterstützen. Wir wollen  zeigen, was bei BurgerKing so passiert: Also dass die Löhne nicht rechtzeitig  gezahlt werden. Die Leute, die bei BurgerKing arbeiten, die sind abhängig  von ihrem Lohn, die können nicht mal eben nächste Woche einen anderen Arbeitsplatz finden. Wir fordern, dass diese Menschen und ihre Rechte respektiert werden. Wir als Betriebsräte haben seit einem Jahr keinen Lohn mehr bezahlt bekommen. Wir kriegen derzeit von BurgerKing einfach keinen Cent. Wir brauchen dafür die Unterstützung der Öffentlichkeit. Und hier mit der Kundgebung zeigen die Gewerkschaften und alle die hier sind und ja auch ihr eure Solidarität. Das ist sehr wichtig für uns. Wir müssen einen langen Atem haben.“

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (4.5.2014) befanden sich 2 jugendliche Antifaschisten in Kirchderne auf dem Heimweg, als sie in Kirchderne auf eine Gruppe von 4-5 Neonazis aufmerksam wurden, die gerade damit beschäftigt war, Wahlplakate der Partei DIE RECHTE aufzuhängen. Zur Gruppe der Neonazis gehörten neben dem stadtbekannten Neonazi Matthias Deyda auch die beiden Kandidaten der Partei DIE RECHTE für die Wahl des Stadtrates Michael Brück und Daniel Grebe. Die Antifaschisten äußerten ihren Unmut über die Plakate mit fremdenfeindlichen Inhalten. Daraufhin kam es zu einem kurzen Wortgefecht.
Nachdem die Antifaschisten ihren Heimweg fortsetzen, hielt in der Straße „Im Karrenberg“ plötzlich ein Auto neben ihnen, aus dem die Gruppe von 4-5 Neonazis stürmte. Da die beiden angeblich kurz zuvor gehängte Plakate abgenommen hätten, griffen die Neonazis die Antifaschisten mit Fausthieben an und rangelten beide zu Boden. Nachdem die Neonazis die beiden überwältigt hatten, fesselten sie die Hände von einem der Antifaschisten mit Kabelbindern zusammen und traten auf den anderen am Boden liegenden ein.
Nach etwa 10 Minuten traf die von den Neonazis verständigte Polizei ein, welche Personalien der Beteiligten und wechselseitig Anzeigen aufnahm.
Zu diesem Vorfall erklärt Tino Towara, Sprecher der SDAJ Dortmund: „Ein solcher Angriff ist in Dortmund einmalig. In SA-Manier Personen zu überfallen und zu fesseln ist eine neue Stufe der Eskalation seitens der Neofaschisten der Partei DIE RECHTE. Das brutale Vorgehen aufgrund des Vorwurfs Wahlplakate abgerissen zu haben ist nicht verhältnismäßig. Hiermit offenbart die Partei DIE RECHTE ihr brutales Antlitz.“

Die SDAJ-Bochum am 1. Mai:

Gepostet am 5. Mai 2014 Unsortiert

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Am 1. Mai beteiligten wir uns auf verschiedene Weise an den Veranstaltungen am Kampftag der Arbeiterklasse: Während am obligatorischen Infostand Cocktails verkauft und Gespräche mit Interessenten geführt wurden, demonstrierten andere im Jugendblock zusammen mit der DIDF-Jugend und der Linksjugend/Solid für Ausbildungsplätze und Mindestlöhne für Jugendliche. Die durchgängig gute Stimmung im Block bei der Gewerkschaftsjugend hat alle sehr motiviert und wir zogen Forderungen rufend auf dem Rathausplatz ein. Während der zentralen Kundgebung der Gewerkschaften platzierten wir unser Hochtranspi neben der Hauptbühne, um auf den schmierigen Kampf einiger BurgerKing-Filialen gegen Betriebsräte, JAVen und Interessenvertretungen allgemein zu protestieren. Hierfür bekamen wir viel Zuspruch von anwesenden Kolleginnen und Kollegen, so dass es für uns weiterhin heißt: Gleiche Rechte für alle Menschen, keine Ausnahmen für Jugendliche! Mehr Rechte für Interessenvertretungen, gegen Schikanen am Arbeitsplatz!

Wege zum Ruhm

Gepostet am 30. April 2014 Aktionen Antimilitarismus Unsortiert

Die SDAJ-Bochum beweist erneut ihren guten Filmgeschmack und lässt auf die Filme der letzten Monate (We want Sex, The Wind that shakes the Barley, Der gewöhnliche Faschismus) den Klassiker „Wege zum Ruhm“ folgen. Anlässlich des traurigen Jubiläumsjahres des großen Völkerschlachtens 1914-1918 soll dieser Film daran erinnern, dass zwar De Maizière und Gauck den Tod fürs Vaterland wieder süß machen wollen, die zentrale Aussage des 1957 von Stanley Kubrick produzierten Films aber aktuell bleibt: „The paths of glory lead but to the grave.“ (zu deutsch: „Die Wege des Ruhms führen ausnahmslos ins Grab“)Eine packende Anklage gegen Militarismus, Herrschaft und Krieg. – Damit das Ganze nicht zu traurig ausartet, gibt es die bewährten Cocktails (Cuba Libre, Mojito) sowie Bier und nichtalkoholische Erfrischungen. Wer sich vor Vorfreude kaum noch halten kann (oder sich noch unsicher ist), dem liefert ARTE hier 5 Gründe, vorbeizukommen: http://www.youtube.com/watch?v=D0g1BN1XHeU

Also kommt am 17.5 um 20 Uhr ins Soziale Zentrum Bochum!
Wir freuen uns auf euch!

Leistungsdruck statt Bildung?
Immer weniger Zeit zum Lernen, immer größere Klassen, immer mehr Stress. Das ist Schulalltag für viele von uns. Bildung ist vom Geldbeutel der Eltern abhängig. Statt wirklich
Kostenfreie Bildung zu garantieren, beschließt die Bundesregierung lieber eine Elitenförderung. Gleichzeitig spart sie Kommunen kaputt, so dass zum Beispiel auch in Bochum massenhaft Schulen schließen müssen. Das gegliederte Schulsystem sortiert uns für den Arbeitsmarkt – und der sieht schlecht aus.
Wir fordern:
– Weg mit G8
– Kostenfreie Bildung
– Eine Schule für Alle

Arbeitslos oder prekär?
Die Jugendarbeitslosigkeit ist bei über 8% – und Zehntausende werden von der Statistik nicht erfasst. Jede zweite Neueinstellung ist befristet. Bundesweit fehlen mindestens 300.000 betriebliche Ausbildungsplätze. Und in Bochum fallen mit Opel, Johnson Controls sowie Outokumpu vielleicht bald drei große Arbeitgeber weg. Das betrifft dann vor allem auch uns Jugendliche, für die Leiharbeit, prekäre Beschäftigung und unbezahlte Praktika Standard sind. Wir sind schnell kündbar, billig und nahezu rechtlos. „Flexibel“ heißt das heute. Der Reallohn ist in den letzten 10 Jahren um mehr als 5% gesunken. Zukunftsperspektiven für Jugendliche? Fehlanzeige. Dafür aber rosige Zukunftsaussichten für Unternehmer. Geradezu zynisch ist es, wenn z.B. Andrea Nahles (SPD) fordert, Jugendliche von der Mindestlohnregelung auszunehmen, damit diese nicht daran gehindert würden, eine Ausbildung zu beginnen. Was wir stattdessen brauchen sind bessere Bezahlung, Ausbildungsplätze und Arbeitsplatzsicherheit.

Wir fordern:
– Unbefristete Übernahme im erlernten Beruf
– Verbot von Leiharbeit & Werkverträgen
– Mindestausbildungsvergütung von 1000€ netto

Wessen Europa ist die EU?
Kurz vor der EU-Wahl reden alle von Frieden, Freiheit und Demokratie, die uns angeblich die EU bringt. Die Realität ist aber, dass es eine EU-Richtlinie ist, die es den Unternehmern erlaubt, uns bis zu 48 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen. Wir Jugendlichen sind es, die in den nächsten Kriegen andere Völker überfallen sollen. Die EU hat sich den Zwang zu permanenter Aufrüstung in ihre Verträge geschrieben – das ist Geld das bei uns, bei unserer Bildung und Ausbildung eingespart wird. Und während soviel von Menschlichkeit und Demokratie gesprochen wird, ermordet Frontex Jahr für Jahr Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer, die z. B. vor dem Krieg der europäischen Imperialisten gegen Libyen und dem Bürgerkrieg in Syrien fliehen.
Wir fordern:
– unbeschränktes Bleibe- und Arbeitsrecht für alle Flüchtlinge
– Beendigung aller Kriegseinsätze
– sofortige Abschaffung von Frontex