Am 27. Oktober um 20 Uhr veranstaltet die SDAJ Bochum ein Soul Calibur-Turnier* im Sozialen Zentrum!

Du bist noch sauer auf GenossInnen wegen der letzten Demo? Wolltest die SDAJ wegen ihres blinden Antiimperialismus und ihrer straffen Organisation schon immer mal richtig verprügeln? Dann hast du – virtuell und auf Großleinwand – nun Gelegenheit dazu.
Für 1€ Startgebühr (freiwillige Spende) bist du dabei und kannst, wenn du gewinnst, einen bahnbrechenden Preis absahnen und mit deinen Favoriten mitfiebern. Außerdem gibt es leckere Cocktails und ebenso leckere vegetarische Sandwichs. Der Erlös von Bier und Softdrinks geht ans Soziale Zentrum, der Rest als wird zur Finanzierung des Cuba-Solidaritätsprojekts der SDAJ genutzt.

Also: Nimm den Controller in die Hand und zeig eine starke Linke!
Neben Spielen soll der Abend natürlich auch für ein nettes Zusammensitzen und Quatschen genutzt werden.

* Soul Calibur ist ein sog. “Beat ‘em up”-Spiel im Stil von Tekken und StreetFighter.

Am Samstag, dem 29. September beteiligten wir als SDAJ uns – wie auch knapp 6.000 andere Menschen in Bochum – an den Kundgebungen und der Demonstration unter dem Motto “umFAIRteilen”. Mit einem Flugblatt, in dem wir die Forderung nach Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums unterstützen, brachten wir unsere Ansichten über die Lage Jugendlicher und die Folgen der kapitalistischen Krise in den Protest ein. Wir begrüßen die bundesweite Organisation dieses Aktionstags, der in vielen Städten Deutschlands eine Menge Leute auf die Straße gebracht hat, sehen aber auch Punkte, an denen wir die Forderungen des Bündnisses ergänzen wollen.

Der Aufruf zur Umverteilung des Reichtums kann ein Ausgangspunkt zur Initiierung von Klassenkämpfen und der Verbesserung der Situation vieler Menschen in der BRD sein. Die UnterstützerInnen des Bündnisses gehen davon aus, dass sie mit ihren Forderungen den Staat dazu bringen können, des Reichtum gerechter zu verteieln. Dabei verkennen sie die Rolle des Staates in einer kapitalistischen Gesellschaft. Seine vorrangigste Aufgabe ist es, die Verwertung des Kapitals und damit das Bestehen großer Banken und Konzerne abzusichern. Grade deshalb kann die Umverteilung nicht “erbettelt” werden. Sie kann nur – als ein erster Schritt – durchgesetzt werden, wenn die Menschen, die in schimmeligen Klassenräumen, Arbeitsagenturen, Firmen und maroden Jugendzentren versauern, sich zusammenschließen und diese Umverteilung erkämpfen. Freiwillig leistet der Staat diese nicht.

Wir waren nicht die Einzigen, die diese Meinung hatten. Auch die SJD – die Falken trat mit der Forderung auf, der umFAIRteilung die FAIRgesellschaftung folgen zu lassen. Die Wirtschaftskrise ist nicht entstanden, weil die Kaufkraft nachgelassen hat. Die Ursache der Krise waren nicht die seit Jahren stagnierenden Reallöhne, durch die zu wenige Waren verkauft wurden. Sie sorgen dafür, dass die Krise kraftvoller einschlägt, aber haben sie nicht hervorgebracht.

Hervorgebracht wurde die Krise durch die kapitalistische Produktion, die nicht nach den Bedürfnissen der Menschen, sondern zur Steigerung der Profite der Unternehmen produziert. Solange die Produktion in dieser Weise organisiert ist, wird es immer wieder zu Krisen kommen. Erst wenn die Produktion von der Mehrheit der Bevölkerung bestimmt wird, ist es möglich, den Mensch zum Herrscher über seine wirtschaftlichen Verhältnisse zu machen, anstatt zum Opfer dieser.

Bis zu diesem Zeitpunkt kämpfen wir gegen die Verantwortlichen und Profiteure der Situation in diesem Land und der Welt, sowie für:

  • unser Recht auf einen Ausbildungsplatz unserer Wahl! Für die unbefristete Übernahme im Anschluss! Wir brauchen eine Ausbildungsvergütung die zum Leben reicht!
  • unser Recht auf kostenlose und gleiche Bildung, von der KiTa bis zur Hochschule! Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne!
  • unser Recht auf kostenlose Freizeitgestaltung, vom Eintritt ins Stadion, über den Nahverkehr bis zum Jugendzentrum!

Kein Werben für’s Sterben!

Gepostet am 13. September 2012 Antimilitarismus

(Foto: bo-alternativ.de)

Am 12.09. nahmen wir zusammen mit mehreren Menschen, u.a. aus der BezirksschülerInnenvertretung, sowie der Friedensbewegung an Protesten gegen die Präsenz der Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet “Was geht?” teil. Zusammen verteilten wir Flugblätter, flankierten den Infostand mit Transparenten und diskutierten mit Jugendlichen über die Bundeswehr, ihre Jugendpropaganda und die Risiken und Folgen, die eine Verpflichtung bei der Bundeswehr mit sich zieht.

Gleich zu Beginn wurde jedoch – wie auch im letzten Jahr – versucht, unseren Protest gewaltsam zu unterbinden: Nachdem ein Aktivist ein Flugblatt an Jugendliche verteilt hatte, wurde er von 3 Sicherheitsangestellten der Messe gewaltsam niedergedrückt und aus dem Kongressgebäude geführt. Nach einigen Verhandlungen durften wir neben dem Infostand stehen bleiben, da laut Messebetreibern “Kein Interesse an einer weiteren Eskalation bestehe” – wir fragen: Eskalation durch wen?

Nichtsdestrotz kamen wir mit einigen Jugendlichen ins Gespräch und klärten sie z.B. über den Charakter der Jugendoffizierea als rhetorisch speziell geschulte Propagandasoldaten auf, die versuchen, Jugendliche für Kriegseinsätze zu werben. Die Bundeswehr hat ihr Werberepertoire im Vergleich zum letzten Jahr – als kaum Jugendliche an den Stand kamen – übrigens ausgeweitet: Mittlerweile versuchen sie, durch das Bereitstellen eines Tischkickers, Jugendliche an den Stand zu binden und sie so besser bearbeiten zu können.

UmVerTeilen? Aber wie!

Gepostet am 9. September 2012 AJP

Aufruf der SDAJ Bochum zum bundesweiten Aktionstag am 29.09.12

Die SDAJ (Sozialistische Deutsche Arbeiter Jugend) Bochum ruft alle Jugendlichen des Ruhrgebiets auf sich an dem bundesweiten Aktionstag auch zu beteiligen. Wir brauchen eine Vermögenssteuer, um der Jugend ihr Recht auf Zukunft zu ermöglichen.

Ausbildung und Übernahme statt Leiharbeit und Praktikum

Nicht wir Jugendlichen haben die Krise verursacht; es sind die Überproduktion und der Konkurrenzdruck des Kapitalismus die immer wieder zu Krisen führen. Wenn wir auch noch von der Erwerbsarbeit ausgeschlossen werden, sinkt die Kaufkraft und die Krise verschärft sich noch weiter.

Deswegen:
Für unser Recht auf einen Ausbildungsplatz unserer Wahl! Für die unbefristete Übernahme im Anschluss! Wir brauchen eine Ausbildungsvergütung die zum Leben reicht!

Freie Bildung statt Lernfabriken

Auch als SchülerInnen und Studierende tragen wir keine Schuld an der Misere, wir sind auch nicht bereit sie auszubaden. Marode Schulen, LehrerInnenmangel und überfüllte Hörsäle verwehren unser Recht auf umfassende Bildung. G8, zentrale Abschlussprüfungen und das Bachelor-/Master-System sorgen dafür, dass wir möglichst schnell, möglichst billig funktionieren und auf einen Arbeitsmarkt geworfen werden, der uns nichts zu bieten hat.

Deshalb:
Für unser Recht auf kostenlose und gleiche Bildung, von der KiTa bis zur Hochschule! Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne!

Freizeit statt freier Markt

Wir wollen auch unsere Freizeit! Wenn unsere Schwimmbäder und Jugendtreffs geschlossen werden und uns die Turnhallen nicht mehr offen stehen, bleiben nur die Einkaufszentren und Innenstädte, kommerzielle Freizeitangebote für die wir nicht genügend Geld haben, oder das kostengünstige alleine vor dem Rechner versauern.

Also:
Für unser Recht auf kostenlose Freizeitgestaltung, vom Eintritt ins Stadion, über den Nahverkehr bis zum Jugendzentrum!

„Wer den Reichen nichts nimmt kann den Armen nichts geben“ ist eine einfache aber immer noch gültige Wahrheit. Nur hat das nichts mit Fairness zu tun. Wenn wir uns anschauen woher der Reichtum der Reichen kommt, stellen wir fest, dass er von der Arbeit der Armen kommt. Wir und unsere KollegInnen auf der ganzen Welt arbeiten 40-80 Stunden die Woche, verzichten auf unsere Grundrechte wie Bildung, Erholung, Sicherheit und Gesundheit damit die besitzende Klasse der KapitalistInnen und ihre ManagerInnen immer reicher werden. Eine Vermögenssteuer ist da nicht viel verlangt, schließlich nimmt sie niemanden etwas weg; sie rüttelt nicht an den Grundfesten des Kapitalismus‘ Wir holen uns damit nur ein Stückchen von dem wieder, was uns sowieso gehört!

Kommt am 29.09.2012 zum Aktionstag!
Werdet aktiv für eure Rechte – In SVen, JAVen, Gewerkschaften und der SDAJ!

Auch die SDAJ Bochum hilft bei der am 22. Juli im Falkenheim an der Akademiestraße stattfindenden «Fiesta Moncada»:

Die diesjährige 19. Fiesta Moncada wird als Benefizveranstaltung organisiert und ist den seit nunmehr über 13 Jahren in den USA unrechtmäßig inhaftierten fünf kubanischen Patrioten, den Cuban 5, gewidmet. Der komplette Überschuss wird diesmal einem Projekt der Cubahilfe und des Netzwerkes, wie z.B. der Solidarität mit den Cuban 5, gespendet.

Am 26. Juli 1953 erfolgte unter Führung von Fidel Castro der historische Sturm auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba sowie die Kaserne “Carlos Manuel de Céspedes” in Bayamo, zwei damaligen Symbolen der brutalen Batista-Diktatur. Obwohl dieser Angriff militärisch fehlschlug, gilt er dennoch seither als Beginn der kubanischen Revolution, die am 1. Januar 1959 mit dem Einzug der Revolutionäre in Havanna den Sieg errang. Dieses Datum ist seither in Cuba ein Nationalfeiertag und wird auch in zahlreichen anderen Ländern der Welt von Freundinnen & Freunden Cubas begangen.

In der Bundesrepublik fand eine Fiesta Moncada erstmals 1992 statt und wird seither jährlich von der Botschaft der Republik Cuba und regionalen Cuba-Solidaritätsgruppen veranstaltet. Nachdem die Fiesta ausschließlich auf dem Botschaftsgelände stattfand, wurde sie danach in Bonn, Köln, Essen & Düsseldorf unter Beteiligung eines breiteren Publikums in den öffentlichen Raum verlegt.

Der Eintritt ist frei & wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Das Kulturprogramm findet ihr hier.

Am kommenden Wochenende (14./15. Juli 2012) veranstaltet die SDAJ Bochum ein Bildungswochenende zur politischen Ökonomie. Wir wollen grundlegende marxistische Analysen diskutieren und darüber sprechen, was heute davon noch aktuell ist und wie man es in die politische Arbeit einbeziehen kann.

Los gehts am Samstag um 11Uhr bis ca. 18Uhr. Dazwischen wird es eine längere Mittagaspause geben. Am Sonntag starten wir schon um 10Uhr bis ca 15Uhr. Das Ganze findet im sozialen Zentrum Bochum statt. Samstagabend nach den Diskussionen gibts noch ein Abendessen und wer Zeit hat, kann gerne noch ein paar Bierchen trinken.

Bitte meldet Euch wenn Ihr Lust habt teilzunehmen, damit wir genügend Kopien und Verpflegung da haben. Für Kopien und Essen wollen wir eine Umlage machen, die 5 Euro nicht überschreitet.

Wir freuen uns,
SDAJ Bochum

Das Jugendamt der Stadt Bochum organisiert am 12. und 13. September diesen Jahres erneut eine Berufsbildungsmesse, auf der u. a. die Bundeswehr für ihre Ausbildung zum Töten werben soll. Der Leiter des Jugendamtes Dolf Mehring (Grüne), der vor 20 Jahren in der Friedensbewegung aktiv war, weiß genau, dass die Militärwerbung bei Minderjährigen gegen die Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention verstößt, die die Bundesrepublik und 192 weitere Staaten unterschrieben haben.

Im vergangenen Jahr haben das Bochumer Friedensplenum und die SDAJ für Protest und Aufklärung im RuhrCongress (Foto) gesorgt. In diesem Jahr wird zusätzlich ein landesweites Bündnis Aktionen gegen die militaristische Ausrichtung der Messe organisieren. Am Mittwoch, dem 27. Juni findet um 19.00 Uhr ein Treffen im Bahnhof Langendreer statt, auf dem die Aktivitäten der Bochumer Gruppen gegen die Bundeswehrpräsenz auf der Messe koordiniert werden.

(Foto: Bo-Alternativ)

Am S-Bahnhof Bochum-Ehrenfeld haben engagierte Antimilitaristen ein Werbeplakat für die Ausstellung „200 Jahre Krupp“ mit dem Aufkleber „Offizieller Sponsor des ersten und zweiten Weltkriegs“ ergänzt.

Doch Krupp sponsorte nicht nur – er profitierte auch massiv. Die Machtübergabe an die faschistische NSDAP 1933 konnte dem Krupp-Konzerns riesige Profite sichern. Die offiziell ausgewiesenen Gewinne des Konzern stiegen in den Jahren 1935 bis 1941 nach Abzug der Steuern, Geschenke und Reserven von 57 Millionen auf 111 Millionen Reichsmark. Die Dunkelziffer liegt wohl noch wesentlich höher.

Als Hitler und Mussolini 1937 die Krupp-Werke in Essen besuchten, prangte schließlich nicht umsonst „Herzlich Willkommen in der Waffenschmiede des Reiches“ am Hotel Handelshof in der Essener Innenstadt. Heute trägt das Gebäude übrigens die Aufschrift „Essen – Die Einkaufstadt“.

Geld für Soziales und Kultur für alle!

Gepostet am 11. Juni 2012 AJP

Elitenkultur auf Kosten der Allgemeinheit?

Die Unterstützer des Baus eines Konzerthauses in der Bochumer Innenstadt haben ihr Spendenziel erreicht. Die Stadt Bochum ist bereit, 33 Mio. Euro für dieses Projekt locker zu machen, das nur für einen sehr kleinen Personenkreis von Klassik-Liebhabern da sein wird.

Wir fragen uns: Wie kann eine Stadt unter Nothaushalt es verantworten, an jeder wichtigen Stelle (Schulen, Soziales, Jugend, Straßen) zu kürzen und zu schließen, was das Zeug hält, dann aber so einen Betrag bereitstellen?

Nun kommt hinzu dass das Land NRW der Stadt im Falle eines Abkaufs der teuren Jahrhunderthalle im Westpark einen einmaligen Betrag von etwa 9,5 Mio. Euro für den Bau des Musikzentrums überlassen würde – die Jahrhunderthalle wird in nächster Zeit jedoch mehr als 4 Mio. Euro im Jahr kosten: Die Stadt würde Verlust machen.

Wir bleiben dabei: Geld für Soziales und Kultur für alle, statt für eine kleine Elite von Reichen!

Anlässlich der heutigen Personalversammlung zur Zukunft des Bochumer Opelwerks dokumentieren wir hier unsere Solidaritätsadresse an die dortigen Kolleginnen und Kollegen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Opel,

wir wünschen euch alles Gute für die anstehende Personalversammlung am 21.05. im Werk I, sowie für die Maßnahmen die folgen müssen und werden.

Viele Prominente Gäste haben sich angekündigt, um euch zu versichern, dass man alles für den Erhalt des Standortes tun werde. Eine Sicherheit für eure Jobs und die Jobs der KollegInnen in den Zuliefererbetrieben werdet ihr aber weder vom Vorstandsvorsitzenden Stracke noch von einer Oberbürgermeisterin oder Ministerpräsidentin erhalten – und wenn sie auch noch so viel „Kraft“ ausstrahlen. Ein Erhalt aller Arbeitsplätze wird erstritten werden müssen – gemeinsam mit den KollegInnen aus Rüsselsheim, Saragossa oder Gliwice.

Denn ein gegenseitiges Unterbieten der Standorte schwächt die Kolleginnen und Kollegen vor Ort Das ist das, was Aktionärinnen, Manager und BetriebsleiterInnen wollen: Durch immer neue Standortdebatten erzeugen sie eine Konkurrenzsituation, in der Hoffnung, dass ihre Angestellten dann freiwillig Lohnverzicht üben. Drei Jahre später wird dann neu diskutiert, wo das nächste Modell produziert werden soll. Und dann soll man sich wieder gegenseitig in den Rücken fallen?

Liebe Opelanerinnen und Opelaner,

seit Jahrzehnten seid ihr für die Kolleginnen und Kollegen im Ruhrgebiet ein Vorbild gewesen, was Einigkeit und Solidarität angeht. Wir sind zwar eine kleine Gruppe, bieten euch aber jede uns mögliche Unterstützung an, wenn es um den Erhalt der Jobs, die Sicherheit der KollegInnen geht.

Mit solidarischen Grüßen,
Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) – Bochum