Aufruf von SDAJ und DIDF-Jugend zum bundesweiten „Umfairteilen“-Aktionstag am 13.4.2013

In der Bundesrepublik häuft sich der Reichtum bei den Banken und Konzernen. Sie machen Milliardengewinne. Die Anzahl der Milliardäre liegt hierzulande bei über 100, die Zahl der Millionäre bei 800.000! Diesem Reichtum steht bittere Armut auf der anderen Seite gegenüber. Offiziell gibt es 3,14 Mio. Arbeitslose, hinzu kommen diejenigen, die aus der Statistik verschwinden. Es fehlen 300.000 Ausbildungsplätze. Jeder vierte Beschäftigte ist Niedriglöhner. Seit Beginn der Krise 2009 werden die Banken und die Finanzmärkte für die anhaltende Umverteilung verantwortlich gemacht. Allerdings hat sich der Staat in den letzten Jahren als zuverlässiger Helfer aller Großunternehmen bei der Umverteilung von unten nach oben erwiesen, also auch der industriellen Großkonzerne.

Die gesellschaftliche Spaltung in arm und reich hat seine Ursache in der Spaltung in besitzende und nicht besitzende Klassen: Die Eigentümer der Unternehmen, die Großaktionäre, die Unternehmerclans und ihr Management profitieren davon. Ihnen gegenüber stehen die Arbeiter, Angestellten, Azubis, Studierenden und SchülerInnen. Sie sind gezwungen, mit immer weniger Lohn, Gehalt oder Vergütung auszukommen.

Der Staat und die herrschenden Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP sind diejenigen, die die stattfindende Umverteilung ausführen. Mit Hilfe der Schuldenbremse werden Kommunen finanziell an die Wand gedrückt, im Öffentlichen Dienst wird gekürzt. Gleichzeitig reserviert der Staat Milliarden für den Krisenschutz der Banken und Konzerne und für’s Militär.

Gerade jetzt vor der Bundestagswahl versuchen die herrschenden Parteien, sich wieder ein soziales Image zu geben. Beispielsweise die SPD, die angeblich ihr Herz für MieterInnen entdeckt, aber durch ihre Sozialpolitik hunderttausende Hartz-IV-EmpfängerInnen aus ihren Wohnungen vertreibt.

Gegen die Umverteilung von unten nach oben helfen uns nicht die, die gestern den Niedriglohnsektor geschaffen haben und heute als Retter des Sozialstaates auftreten. Wir müssen uns zur Wehr setzen gegen die herrschenden Parteien, die Banken und Konzerne. Wir unterstützen die Forderung nach einer Vermögenssteuer. Wir kämpfen aber auch darum, dass der gesellschaftlichen Reichtum aus den Händen der Banken und Konzernen und ihrem Staat in die Hände der SchülerInnen, Azubis, Studis und ArbeiterInnen gelangt. Dafür ist weit mehr nötig, als eine Vermögenssteuer. Dazu ist aber auch nötig, das Eigentum an den Banken und Konzernen selbst anzutasten!

  • Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne!
  • Gesetzlicher Mindestlohn von 12 EUR pro Stunde!
  • Unbefristete Übernahme im erlernten Beruf!
  • Verbot von Leiharbeit!
  • Für ein Ausbildungsgesetz – wer nicht ausbildet, muss zahlen!

Treffpunkt für die Demonstration ist am Samstag, 13. April 2013 um 11.55 Uhr das ver.di-Haus in der Universitätsstraße 76. Der Demozug wird an mehreren Orten in Bochum für kurze Zwischenkundgebungen anhalten. Gegen 13.00 Uhr wird der Demonstrationszug für die Abschlusskundgebung den Dr.-Ruer-Platz in der Innenstadt erreichen.

Widerstand durch Solidarität

Gepostet am 4. März 2013 Aktionen

Die SDAJ Bochum nahm am 03.03.2013 an dem OPEL-Solidaritätsfest teil und war mit einem Flyer vertreten:

Die Angriffe seitens der Konzernspitzen von Opel und General Motors auf die ArbeiterInnen in den Opel Werken in Bochum dauern schon Jahre an. Mit der Androhung, diese 2014/2015 endgültig zu schließen, offenbaren die Konzernbosse, dass es ihnen nie darum ging die Werke zu retten, sondern darum sie durch Lohnverzicht der ArbeitnehmerInnen möglichst billig zu schließen.

1993 wurden Tarifleistungen im Tausch gegen Standortgarantien aufgegeben, die Folge waren steigende Gewinne für Opel und erneute Verhandlungen mit dem Konzern 1995, in welchen betriebsbedingte Kündigungen vorrübergehend ausgeschlossen wurden, wenn die ArbeitnehmerInnen auf Teile der Lohnerhöhungen verzichten würden. Nur zwei Jahre später folgte der „sozialverträgliche Abbau“ von 3000 Stellen und dann 2001 erneute Reduzierungen der Lohnerhöhung und des Weihnachtsgeldes. 2005 wurde dann der Zukunftsvertrag verabschiedet – daraus ergaben sich Jobabbau und Kurzarbeit.

Der Kampf um eine Verlängerung der Standortsicherung kann daher nicht wieder durch weitere Zugeständnisse erkauft, sondern muss durch die Kollegen und Kolleginnen gemeinsam erstritten werden. Um bestmögliche Erfolgschancen zu haben, benötigen sie Solidarität auf allen Ebenen: Unterstützung auf lokaler und besonders auf internationaler Ebene seitens der KollegenInnen in den anderen General-Motors-Werken weltweit, um höchstmöglichen Druck auf die Konzernspitze ausüben zu können. Die Vergangenheit hat uns Beispiele geliefert, wie dieser Kampf aussehen kann. So gelang es den ArbeiterInnen des englischen GM-Werkes in Luton 2001 durch einen Streik der von 40.000 KollegInnen mit Solidaritätsaktionen und Streiks in ganz Europa unterstützt wurde, auch seitens der ArbeitnehmerInnen in Bochum, die Kündigungen von 2.000 Mitarbeitern zu verhindern.

Vor nun knapp 5 Jahren setzte Nokia Tausende auf die Straße. Täglich werden Lebensgrundlagen auf Grund der Profitinteressen der Konzernleitung oder AktionärInnen „wegrationalisiert“. Dies geschieht in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt. Der einzige Schutz den es davor gibt ist der gemeinsame Kampf, hier und heute in Bochum, morgen in Spanien und übermorgen vielleicht in Berlin. Denn das ist Kapitalismus: Konzerne werden nach Profitinteresse geführt, trotz katastrophaler Folgen für die ArbeitnehmerInnen. Um auf Dauer gute Lebensumstände sichern zu können, müssen wir gegen die Macht der Banken und Konzerne ankämpfen. Wir müssen für eine Wirtschaftsform kämpfen in der nicht der Profit im Mittelpunkt steht, sondern der Mensch.

Im Sommer 2013 organisieren wir als SDAJ zwei Solidaritätsbrigaden nach Havanna, Cuba. An der naturwissenschaftlichen Fakultät (CUJAE) der Universität Havanna soll Veranstaltungszentrum entstehen, das die Studierenden nutzen können. Wir wollen den Aufbau des Zentrums unterstützen, indem wir renovieren, Sachspenden mitbringen und zusammen mit Studierenden der Universität Diskussionsangebote schaffen. Dieses Projekt wollen wir euch kurz vorstellen.

Doch warum Cuba?

Es gibt eine Alternative zur kapitalistischen Wirtschafts(un)ordnung: In Cuba, auf der karibischen Sozialismus-Insel, hat jeder Jugendliche das Recht auf Bildung inkl. Hochschulstudium und Arbeit. KeinE CubanerIn muss für Zahnersatz sparen, weil das Gesundheitssystem dort kostenlos ist. Und während die deutsche Regierung vor den Wahlen viel verspricht, um am Ende doch wieder im Auftrag der Banken und Konzerne zu handeln, werden die cubanischen ParlamentarierInnen in ihren Betrieben und Stadtteilen gewählt und sind gegenüber ihren WählerInnen rechenschaftspflichtig. Während bei uns Fiskalpakt und Schuldenbremse an uns vorbei durchgedrückt werden, stellt die cubanische Regierung Reformen des Wirtschaftsmodells zur offenen Diskussion und die 11 Millionen CubanerInnen erarbeiteten über 1,1 Mio. Verbesserungsvorschläge.

Wie soll das funktionieren? Geht das überhaupt?

Darüber wollen wir mit Euch in angenehmer Atmosphäre diskutieren! Dazu gibt’s leckere (cubanische) Cocktails und Snacks.

Wann: 16.02.13
Wo: Soziales Zentrum, Bochum – Josephstr. 2/Ecke Schmechtingstr. (U35 bis Haltestelle Feldsieperstr.)
Türen sind ab 19.30 Uhr auf – los geht’s um 20.00 Uhr

Infos zum Projekt: http://www.sdaj-netz.de/cuba/

Die SDAJ Bochum veranstaltet einmal im Monat einen Kneipen-/Info-/Diskussions-/Kulturabend im Sozialen Zentrum, Bochum. An jedem 3. Samstag im Monat gibt es Kneipe mit inhaltlich wechselnden Themenschwerpunkten.

SDAJ beschließt neues Zukunftspapier!

Gepostet am 28. Januar 2013 Aktionen

Knapp 2 Jahre haben wir auf allen Ebenen des Verbandes ein neues Zukunftspapier diskutiert und auf der 2. Tagung unseres XX. Bundeskongresses am 22./23. September 2012 beschlossen. Das Zukunftspapier stellt die programmatische Grundlage der SDAJ dar. Zuletzt wurde es auf dem XV. Bundeskongress im Jahre 2000 beschlossen.

Seit dem hat sich die Situation der Arbeiterjugend weiter verändert. Der enorme Abbau sozialer Rechte durch die Agenda 2010, die massenhafte Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse durch Hartz 4 und der massiv verschärfte deutsche Kriegskurs sind nur einige besonders einschneidende Veränderungen des letzten Jahrzents die beispielhaft für die allgemeine Offensive des Kapitals stehen. Aber wir konnten auch positivere Erfahrungen im Klassenkampf sammeln. Bei Bildungsstreiks, antifaschistischen Blockaden oder den Kämpfen der Gewerkschaftsjugend zeigten sich Ansätze organisierten Widerstands von unten.

Zu all unseren Arbeitsbereichen haben wir zentrale Entwicklungen eingeschätzt und Forderungen beschlossen. Unser Zukunftspapier soll damit eine Orientierung geben. Es ist ein Kompass, sowohl für aktuelle als auch für zukünftige Klassenkämpfe.
Führende bürgerliche Ideologen bedauern regelmäßig, dass die Jugend in Deutschland zu wenig über den Sozialismus wisse und dies in der Schule eine größere Rolle spielen müsse. Mit unserem Zukunftspapier wollen wir dafür sorgen, dass der Sozialismus wieder an Bedeutung unter Jugendlichen gewinnt, wenn auch nicht im Sinne der Herrschenden.

In diesem Sinne: Grundrechte erkämpfen, Imperialismus überwinden – die Zukunft muss sozialistisch sein!

19.01.2013: Filmabend und Kneipe

Gepostet am 17. Januar 2013 Aktionen

filmabend_1611_v1Die SDAJ Bochum lädt einmal im Monat ins “Soziale Zentrum” in Bochum ein, es gibt eine offene Theke, Kicker, stöbern im Buchladen und ein nettes Zusammensitzen. Diesen Monat wollen wir außerdem einen Film zeigen.

“Der gewöhnliche Faschismus”

Anlässlich des 80. Jahrestages der Machtübertragung an die Faschisten im Januar 1933 zeigen wir den Film “Der gewöhnliche Faschismus” (UdSSR, 1965)
in seinem Dokumentarfilm beleuchtet Regisseur Michail Romm die Hintergründe und die Entstehung des Faschismus, aber auch den antifaschistischen Widerstand dagegen. Der teils satirisch, teils bitterernst kommentierte Film geht dabei auch der Frage nach, wie sich die Weimarer Republik in eine uniformierte Gesellschaft entwickeln konnte und ob das Kapitel des Faschismus wirklich so abgeschlossen ist, wie es viele glauben.

Die Türen sind ab 19.30Uhr geöffnet, der Film geht um 20.30Uhr los.

Obwohl wir in einem der reichsten Länder der Welt leben, verlangt unser Bildungssystem ständig Geld von Lernenden und Lehrenden für Mittagessen, Bildungsfahrten, Lehrmaterial usw.
Die Abschaffung der Studiengebühren waren da nur ein kleiner Schritt in Richtung kostenfreier guter Bildung für alle.

Wie teuer Bildung ist und wie das verändert werden kann, dazu referieren
GEW und SDAJ am 19.11. um 19:30 im KulturCafe der RUB
.

Du bist herzlich eingeladen mitzudiskutieren.

Am 27. Oktober um 20 Uhr veranstaltet die SDAJ Bochum ein Soul Calibur-Turnier* im Sozialen Zentrum!

Du bist noch sauer auf GenossInnen wegen der letzten Demo? Wolltest die SDAJ wegen ihres blinden Antiimperialismus und ihrer straffen Organisation schon immer mal richtig verprügeln? Dann hast du – virtuell und auf Großleinwand – nun Gelegenheit dazu.
Für 1€ Startgebühr (freiwillige Spende) bist du dabei und kannst, wenn du gewinnst, einen bahnbrechenden Preis absahnen und mit deinen Favoriten mitfiebern. Außerdem gibt es leckere Cocktails und ebenso leckere vegetarische Sandwichs. Der Erlös von Bier und Softdrinks geht ans Soziale Zentrum, der Rest als wird zur Finanzierung des Cuba-Solidaritätsprojekts der SDAJ genutzt.

Also: Nimm den Controller in die Hand und zeig eine starke Linke!
Neben Spielen soll der Abend natürlich auch für ein nettes Zusammensitzen und Quatschen genutzt werden.

* Soul Calibur ist ein sog. “Beat ‘em up”-Spiel im Stil von Tekken und StreetFighter.

Am Samstag, dem 29. September beteiligten wir als SDAJ uns – wie auch knapp 6.000 andere Menschen in Bochum – an den Kundgebungen und der Demonstration unter dem Motto “umFAIRteilen”. Mit einem Flugblatt, in dem wir die Forderung nach Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums unterstützen, brachten wir unsere Ansichten über die Lage Jugendlicher und die Folgen der kapitalistischen Krise in den Protest ein. Wir begrüßen die bundesweite Organisation dieses Aktionstags, der in vielen Städten Deutschlands eine Menge Leute auf die Straße gebracht hat, sehen aber auch Punkte, an denen wir die Forderungen des Bündnisses ergänzen wollen.

Der Aufruf zur Umverteilung des Reichtums kann ein Ausgangspunkt zur Initiierung von Klassenkämpfen und der Verbesserung der Situation vieler Menschen in der BRD sein. Die UnterstützerInnen des Bündnisses gehen davon aus, dass sie mit ihren Forderungen den Staat dazu bringen können, des Reichtum gerechter zu verteieln. Dabei verkennen sie die Rolle des Staates in einer kapitalistischen Gesellschaft. Seine vorrangigste Aufgabe ist es, die Verwertung des Kapitals und damit das Bestehen großer Banken und Konzerne abzusichern. Grade deshalb kann die Umverteilung nicht “erbettelt” werden. Sie kann nur – als ein erster Schritt – durchgesetzt werden, wenn die Menschen, die in schimmeligen Klassenräumen, Arbeitsagenturen, Firmen und maroden Jugendzentren versauern, sich zusammenschließen und diese Umverteilung erkämpfen. Freiwillig leistet der Staat diese nicht.

Wir waren nicht die Einzigen, die diese Meinung hatten. Auch die SJD – die Falken trat mit der Forderung auf, der umFAIRteilung die FAIRgesellschaftung folgen zu lassen. Die Wirtschaftskrise ist nicht entstanden, weil die Kaufkraft nachgelassen hat. Die Ursache der Krise waren nicht die seit Jahren stagnierenden Reallöhne, durch die zu wenige Waren verkauft wurden. Sie sorgen dafür, dass die Krise kraftvoller einschlägt, aber haben sie nicht hervorgebracht.

Hervorgebracht wurde die Krise durch die kapitalistische Produktion, die nicht nach den Bedürfnissen der Menschen, sondern zur Steigerung der Profite der Unternehmen produziert. Solange die Produktion in dieser Weise organisiert ist, wird es immer wieder zu Krisen kommen. Erst wenn die Produktion von der Mehrheit der Bevölkerung bestimmt wird, ist es möglich, den Mensch zum Herrscher über seine wirtschaftlichen Verhältnisse zu machen, anstatt zum Opfer dieser.

Bis zu diesem Zeitpunkt kämpfen wir gegen die Verantwortlichen und Profiteure der Situation in diesem Land und der Welt, sowie für:

  • unser Recht auf einen Ausbildungsplatz unserer Wahl! Für die unbefristete Übernahme im Anschluss! Wir brauchen eine Ausbildungsvergütung die zum Leben reicht!
  • unser Recht auf kostenlose und gleiche Bildung, von der KiTa bis zur Hochschule! Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne!
  • unser Recht auf kostenlose Freizeitgestaltung, vom Eintritt ins Stadion, über den Nahverkehr bis zum Jugendzentrum!

Kein Werben für’s Sterben!

Gepostet am 13. September 2012 Antimilitarismus

(Foto: bo-alternativ.de)

Am 12.09. nahmen wir zusammen mit mehreren Menschen, u.a. aus der BezirksschülerInnenvertretung, sowie der Friedensbewegung an Protesten gegen die Präsenz der Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet “Was geht?” teil. Zusammen verteilten wir Flugblätter, flankierten den Infostand mit Transparenten und diskutierten mit Jugendlichen über die Bundeswehr, ihre Jugendpropaganda und die Risiken und Folgen, die eine Verpflichtung bei der Bundeswehr mit sich zieht.

Gleich zu Beginn wurde jedoch – wie auch im letzten Jahr – versucht, unseren Protest gewaltsam zu unterbinden: Nachdem ein Aktivist ein Flugblatt an Jugendliche verteilt hatte, wurde er von 3 Sicherheitsangestellten der Messe gewaltsam niedergedrückt und aus dem Kongressgebäude geführt. Nach einigen Verhandlungen durften wir neben dem Infostand stehen bleiben, da laut Messebetreibern “Kein Interesse an einer weiteren Eskalation bestehe” – wir fragen: Eskalation durch wen?

Nichtsdestrotz kamen wir mit einigen Jugendlichen ins Gespräch und klärten sie z.B. über den Charakter der Jugendoffizierea als rhetorisch speziell geschulte Propagandasoldaten auf, die versuchen, Jugendliche für Kriegseinsätze zu werben. Die Bundeswehr hat ihr Werberepertoire im Vergleich zum letzten Jahr – als kaum Jugendliche an den Stand kamen – übrigens ausgeweitet: Mittlerweile versuchen sie, durch das Bereitstellen eines Tischkickers, Jugendliche an den Stand zu binden und sie so besser bearbeiten zu können.

UmVerTeilen? Aber wie!

Gepostet am 9. September 2012 AJP

Aufruf der SDAJ Bochum zum bundesweiten Aktionstag am 29.09.12

Die SDAJ (Sozialistische Deutsche Arbeiter Jugend) Bochum ruft alle Jugendlichen des Ruhrgebiets auf sich an dem bundesweiten Aktionstag auch zu beteiligen. Wir brauchen eine Vermögenssteuer, um der Jugend ihr Recht auf Zukunft zu ermöglichen.

Ausbildung und Übernahme statt Leiharbeit und Praktikum

Nicht wir Jugendlichen haben die Krise verursacht; es sind die Überproduktion und der Konkurrenzdruck des Kapitalismus die immer wieder zu Krisen führen. Wenn wir auch noch von der Erwerbsarbeit ausgeschlossen werden, sinkt die Kaufkraft und die Krise verschärft sich noch weiter.

Deswegen:
Für unser Recht auf einen Ausbildungsplatz unserer Wahl! Für die unbefristete Übernahme im Anschluss! Wir brauchen eine Ausbildungsvergütung die zum Leben reicht!

Freie Bildung statt Lernfabriken

Auch als SchülerInnen und Studierende tragen wir keine Schuld an der Misere, wir sind auch nicht bereit sie auszubaden. Marode Schulen, LehrerInnenmangel und überfüllte Hörsäle verwehren unser Recht auf umfassende Bildung. G8, zentrale Abschlussprüfungen und das Bachelor-/Master-System sorgen dafür, dass wir möglichst schnell, möglichst billig funktionieren und auf einen Arbeitsmarkt geworfen werden, der uns nichts zu bieten hat.

Deshalb:
Für unser Recht auf kostenlose und gleiche Bildung, von der KiTa bis zur Hochschule! Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne!

Freizeit statt freier Markt

Wir wollen auch unsere Freizeit! Wenn unsere Schwimmbäder und Jugendtreffs geschlossen werden und uns die Turnhallen nicht mehr offen stehen, bleiben nur die Einkaufszentren und Innenstädte, kommerzielle Freizeitangebote für die wir nicht genügend Geld haben, oder das kostengünstige alleine vor dem Rechner versauern.

Also:
Für unser Recht auf kostenlose Freizeitgestaltung, vom Eintritt ins Stadion, über den Nahverkehr bis zum Jugendzentrum!

„Wer den Reichen nichts nimmt kann den Armen nichts geben“ ist eine einfache aber immer noch gültige Wahrheit. Nur hat das nichts mit Fairness zu tun. Wenn wir uns anschauen woher der Reichtum der Reichen kommt, stellen wir fest, dass er von der Arbeit der Armen kommt. Wir und unsere KollegInnen auf der ganzen Welt arbeiten 40-80 Stunden die Woche, verzichten auf unsere Grundrechte wie Bildung, Erholung, Sicherheit und Gesundheit damit die besitzende Klasse der KapitalistInnen und ihre ManagerInnen immer reicher werden. Eine Vermögenssteuer ist da nicht viel verlangt, schließlich nimmt sie niemanden etwas weg; sie rüttelt nicht an den Grundfesten des Kapitalismus‘ Wir holen uns damit nur ein Stückchen von dem wieder, was uns sowieso gehört!

Kommt am 29.09.2012 zum Aktionstag!
Werdet aktiv für eure Rechte – In SVen, JAVen, Gewerkschaften und der SDAJ!