Am Dienstag, den 5. Juli findet um 18.30 Uhr im Sozialen Zentrum eine Veranstaltung zum Thema „Bundeswehr raus aus Schulen!” statt. Das Bochumer Friedensplenum, die Linksjugend ['solid] und die SDAJ laden ein. Referent ist Robin Cramer von der LandesschülerInnenvertretung. Auch Felix Oekentorp Landessprecher der DFG-VK NRW hat sein Kommen zugesagt. Zum Hintergrund: Spätestens nachdem die Wehrpflicht abgeschafft worden ist, haben die Militärs riesige Schwierigkeiten, genügend Nachwuchs zu rekrutieren. Der Werbeetat wurde zwar gigantisch erhöht und die schwarz-gelbe Landesregierung schloss sogar eine Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr ab, die den Zugang der Militärs in die Schulen erleichtert, doch es fehlen immer noch junge Leute, die Kriegsdienst leisten wollen. Landes- und BezirksschülerInnenvertretung habe eine Kampagne gestartet, mit der die Schulen entmilitarisiert werden sollen. Diese Veranstaltung soll dazu dienen, in Bochum weitere MitstreiterInnen z. B. auch unter den Eltern und LehrerInnen zu gewinnen. Aber auch SPD und Grüne sollen bedrängt werden, die Kooperationsvereinbarung der Landesregierung mit der Bundeswehr zu kündigen, damit es demnächst heißt: „Schulfrei für die Bundeswehr!”
Schule ohne Bundeswehr: Veranstaltung am 5. Juli 2011
Leiharbeit abschaffen!
Am Samstag, den 04. Juni führten wir vor der Leiharbeitsfirma “Jobs in Time” in der Bochumer Innenstadt zusammen mit der Sozialen Liste Bochum und der Linksjugend ['solid] eine Kundgebung zum Thema Leiharbeit durch.
In den verschiedenen Redebeiträgen wurde auf die Ursachen, sowie die Folgen der massenhaften Ausweitung von Leiharbeit hingewiesen: Verdrängung von Stammbelegschaften, Spaltung und Schwächung der arbeitenden Klasse, sowie Lohndrückung. Viele Passantinnen und Passanten reagierten positiv darauf, “dass mal endlich jemand was gegen Leiharbeit” macht. Ebenso
bekamen wir viel Zuspruch von Leiharbeitskräften, die zufällig an der Kundgebung vorbeigingen.
Für uns als SDAJ macht ist klar: Leiharbeit kann kein Weg aus der Massenarbeitslosigkeit sein und dient nur den Interessen der Konzerne!
SDAJ-Pfingstcamp 2011 in NRW
Hallo! Schon was vor an Pfingsten? Wie wär’s mit: Diskussionen, Workshops, Konzerten, Kultur und Sport?
Vom 10. bis 13. Juni beweist die SDAJ, dass sich Politik und Spaß in keinster Weise ausschließen. SDAJ Mitglieder, FreundInnen und SympatisantInnen diskutieren und feiern gemeinsam unter dem Motto: Strike Back! Wir kämpfen für unsere Rechte – Solidarität ist unsere Waffe!
Tagsüber werden Runden zu verschiedenen politischen Themen angeboten, am Abend gibt es Bier, Cocktails und Musik. Zwischendurch ein bisschen Bewegung beim Fußballturnier oder dem berühmt berüchtigten „Hamburger-Fünf-Kampf“ (Barrikaden -Schnellbau, Molli-Weitwurf etc.) oder einfach mit FreundInnen auf der Wiese sitzen, um sich zu unterhalten. Außerdem: „Wer wird Revolutionär?“, Doppelkopf, Twister und Lagerfeuer…. und ansonsten was ihr mitbringt!
Schlafplatz, politische Runden, Konzerte und Verpflegung – alles inklusive!
Zelt, Schlafsack und Isomatte packen und los gehts!
Diskussionsrunden, Workshops und Vorträge
- Schluss mit dem Krieg – her mit dem Frieden!
- Strike Back: Leiharbeit abschaffen!
- Her mit unseren Rechten: wie weiter nach dem Bildungsstreik?
- Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen: konkrete Antifa-Arbeit
- Strike Back: Städte in Not?! Was tun gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf unsere Kosten?
- 100 Jahre Frauentag und warum die Frauenfrage auch eine Männerfrage ist
- Für eine Umwelt nach unseren Interessen
Musik mit:
Hartmut (Punk), Derbst One (Rap), The Malfunction (Grunge), Die Albinos (Rock), Plush Fish (Ska aus Russland), form/prim (Rap), The Coconut Butts (Ska), Achim Bigus (Arbeiterlieder) + Disco bis tief in die Nacht
Organisatorisches
Unsere Camps sind selbstorganisiert. Im Preis enthalten ist ein Platz für euer Zelt, Frühstück und Mittagessen (vegan). Abends könnt ihr am Grill oder an der Gemüsepfanne noch mal etwas zu essen kaufen – und zwar günstigst.
Karte für 25 Euro, Solipreis 30 Euro → Die Karten könnt ihr bei uns auf dem Gruppenabend kaufen, Dienstags ab 19 Uhr im Sozialen Zentrum an der Schmechtingstraße, Ecke Josefstraße!
Wir bitten darum, keinen Fremdalkohol mit zu bringen, da wir das Camp ja auch durch den Verkauf finanzieren – und keine Angst, es wird genügend da sein!
Anfahrt
Dieses Jahr veranstalten die SDAJ Landesverbände Ruhr und Rheinland, sowie die Gruppe Trier, ein NRW-weites Camp in Ahaus. Den Platz mussten wir spontan ändern, also lasst euch nicht durch Falschinfos irritieren. So können wir unser Camp ganz ins Zeichen des Widerstandes gegen die Atompolitik stellen: Wir campen auf der Wiese gegenüber dem Zwischenlager Ahaus. Die Adresse gebt ihr am besten in euer Navi oder bei Google Maps/Bahn.de ein. Ihr werdet schneller am Ziel sein, als gedacht!
Ammeln 5948683 Ahaus
Versucht, Fahrgemeinschaften zu bilden oder nehmt den Bus 774 (ab Ahaus Hbf bis Jägerhaus). Ansonsten holen wir euch nach Absprache auch am Bahnhof Ahaus ab. Kontaktiert hierfür den/die SDAJlerIn eures Vertrauens.
Also – wir sehen uns an Pfingsten!
Kontakt
Am 10.05 haben sich einige aktive Menschen im SZ getroffen und gemeinsam überlegt, dass in Bochum eine Aktion stattfinden soll, die das Thema Leiharbeit in die Öffentlichkeit rückt. Am 04.06., 15 Uhr soll in der Innenstadt – vor der Filiale der Leiharbeitsfirma jobs in time – visuell und mit Flyern auf die falschen Versprechen, die die Politik mit Leiharbeit macht aufmerksam gemacht werden. Es sollen Flyer verteilt und Redebeiträge gehalten werden. Außerdem durch Schilder die absurden Versprechungen der Leiharbeitsfirmen (“Wir vermitteln sie in Festanstellung” u.ä.) entlarvt werden.
Wir möchten alle Interessierten einladen sich an der Aktion zu beteiligen. Am 27.05. soll es ab 16 Uhr ein Treffen im SZ geben, wo Schilder gemalt und Redebeiträge vorbereitet werden sowie weitere Ideen gesammelt werden sollen.
Wir freuen uns euch zu sehen!
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat viele Seiten und ist noch nicht vorbei. Vor allem wir Jugendlichen haben mit den Auswirkungen zu kämpfen. Die Rettungsschirme und Milliardengeschenke an die Banken und Konzerne kosten derartige Steuersummen, die sie sich vor allem bei uns, bei Frauen und den MigrantInnen durch Kürzungen im Sozial- und Bildungswesen wiederholen. Doch auch in der “freien Wirtschaft” ist nix mit Freude schöner Götterfunken. Wurden zwischen Juni 2008 und Juni 2009, also im Krisenjahr, fast 40 % aller LeiharbeiterInnen entlassen, machen sie seit 2009 über 20% aller neu abgeschlossenen Beschäftigungsverhältnisse aus. Bei den unter 35-jährigen Arbeitenden, sind heute 28% in Leiharbeit beschäftigt. So sieht das Wirtschaftswunder des deutschen Kapitalismus aus.
LeiharbeiterInnen haben zwar keine Planungssicherheit, weniger Mitbestimmungsmöglichkeiten im Betrieb, sind einem enormen Druck ausgesetzt – oft auch durch KollegInnen, die sie als harte Konkurrenz wahrnehmen – und sind jederzeit kündbar. Sie werden dafür aber im Schnitt 23% schlechter bezahlt als ihre KollegInnen.
Wir müssen dem Trend der Leiharbeit unser Recht auf Arbeit, Ausbildung und Übernahme im erlernten Beruf entgegensetzen. Arbeitszeitverkürzung ist die Überschneidung mit den regulär beschäftigten KollegInnen, die alle unsere Rechte Möglich macht. Sonst sind die LeiharbeiterInnen spätestens in der nächsten Krise weg vom Fenster. Bis dahin schwächen sie die Betriebsräte und Tarifverträge. Der Mindestlohn ist auch nur ein Schutz der deutschen Leiharbeitsfirmen gegenüber anderen EU-Anbietern und ermöglicht noch immer kein menschenwürdiges Leben.
Besonders zynisch ist es dann wenn Leiharbeitsfirmen wie “jobs. in time” nicht viel mehr als lügen, wenn sie sagen: „Immer schön flexibel bleiben. Mit einer Festanstellung in Zeitarbeit.“ Aber eine Festeinstellung ist etwas anderes. Wir wollen auch nicht flexibel bleiben. Unsere Umfragen an den Jobcentern haben auch bestätigt, dass wir kein Interesse haben flexibler zu sein. Wir wollen Sicherheit, Geld und Freizeit und wenn das mit deren Profitstreben nicht vereinbar ist, dann werden wir halt kämpfen. Wir wollen am 21.Mai eine Aktion vor der “Jobs. in time”- Geschäftsstelle in der Bochumer Innenstadt veranstalten.
Wir laden alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen ein am Dienstag den 10. Mai mit uns die Aktion zu planen und zu gestalten, auch inhaltlich. Wir treffen uns dafür um 19:00 Uhr im “Sozialen Zentrum” Josephstr. 2 (Ecke Schmechtingstr.) in Bochum-Hamme und die Aktion ist dann am 21. Mai 2011 vor der “jobs. in time”-Filiale in der Kortumstr. 50. Ihr seid alle zur Teilnahme eingeladen und aufgerufen.
Gemeinsam die Profiteure von Leiharbeit an den Pranger stellen. Ausbildung, Übernahme Arbeit von der man gut Leben kann, statt Spaltung der Belegschaften und mies bezahlter Arbeit.
Ostermarsch Rhein-Ruhr 2011: Hunderte gegen Krieg und Atomkraft
Zum 25. Jahrestag von Tschernobyl zogen heute hunderte Friedensaktivistinnen und Aktivisten von Bochum-Werne in die Dortmunder Nordstadt. Ein buntes Publikum, von PazifistInnen bis AnarchistInnen, folgte dem Aufruf des Ostermarsches Rhein-Ruhr, um für eine Welt ohne Waffengewalt und Nutzung von Atomenergie zu protestieren. Auch der SDAJ-Landesverband Ruhr-Westfalen beteiligte sich mit einem Block. Mit eigener Musikanlage, Redebeitrag und Flugblättern haben wir den Zusammenhang zwischen Atompolitik, Imperialistischer Aggression und Profitinteresse deutlich gemacht.
Unser Protest war schwerpunktmäßig gegen die deutsche Bundeswehr gerichtet. Sie ist das zentrale Mittel, die Interessen des deutschen Kapitals in aller Welt durchzusetzen. Nicht nur, dass die deutsche Bundeswehr in 11 Ländern stationiert ist, auch ihre Auftritte in der Öffentlichkeit – wie Schulen, Jobcentern und Berufsmessen – sollen dazu beitragen, deutsche Kriegspolitik als alltäglich wahrzunehmen und die Bundeswehr als normalen Arbeitgeber dazustellen. Hierbei profitieren sie von der Perspektivlosigkeit der Jugend, die aufgrund von Ausbildungsplatzmangel häufig keine Alternativen zum Dienst an der Waffe sieht.
Im Schatten der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima richtete sich der Protest ebenso gegen die Nutzung der Atomenergie. Erst im letzten Herbst stellte sich die Schwarz-Gelbe Bundesregierung mit der Laufzeitverlängerung an die Seite der Energiekonzerne – gegen den Willen der Bevölkerung. An den Fakten hat sich seitdem wenig geändert: es gibt nach wie vor weltweit kein einziges Endlager für radioaktiven Müll und die Kraftwerksbetreiber sind noch immer einer demokratischen Kontrolle weitgehend entzogen. Das «Moratorium» dient vor allem dazu, das Wiedererstarken der Anti-AKW-Bewegung abzuschwächen. Zudem wird die Diskussion um Atomwaffen – über 50 Nuklearsprengköpfe lagern allein in Deutschland – ausgeblendet.
Wie jedes Jahr führte unsere Strecke durch den Dortmunder Stadtteil Dorstfeld. Die ortsansässigen Faschos haben es sich nicht nehmen lassen, aus ihrer Wohnung am Wilhelmsplatz die TeilnehmerInnen der Demonstration abzufilmen und -fotografieren. Weitere Provokationen und Angriffe fanden dieses Jahr nicht statt.
Es bleibt dabei: Gegen die Interessen der Energie- und Rüstungskonzerne müssen wir einen breiten und entschlossenen Protest organisieren. Wir können uns nicht auf die Parlamente verlassen; das ändert auch ein Bundestagsabgeordneter Marco Bülow nicht, der auf der Zwischenkundgebung zwar viel von Frieden gesprochen hat, aber dennoch Mitglied der Kriegspartei SPD ist.
Wir rufen alle dazu auf, den Ostermarsch weiterhin zu unterstützen und ihn auf breite Füße zu stellen.
Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
Kernkraftwerke abschalten, Atomwaffen verschrotten!
NRW schickt das Militär weiter in die Schulen!
Pressemitteilung der SDAJ Ruhr-Westfalen
In der vergangenen Sitzung des Landtages am 30. März wurde ein Antrag der Fraktion Die Linke zur Aufhebung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Wehrbereichskommando II der Bundeswehr mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, SPD, FDP, B‘90/Die Grünen) abgelehnt.
Bei der Kooperationsvereinbarung handelt es sich um eine Abmachung, die von der damaligen CDU-Schulministerin Sommer mit der Bundeswehr ausgehandelt wurde und der Bundeswehr die Möglichkeit gibt, mittels Unterrichtsbesuchen und Fortbildungen für Lehrkräfte und Referendare Einfluss auf die Gestaltung des Schulunterrichts und die politische Meinungsbildung Jugendlicher zu nehmen.
Die Fraktion Die Linke begründete ihren Antrag unter anderem damit, dass mit dem Kooperationsvertrag direkt oder indirekt der Versuch unternommen werde, die Ansichten der Bundeswehr einseitig in die Schule zu tragen. Die Fraktion sieht darin die Aufforderung, gegen das Überwältigungsverbot und das Neutralitätsgebot zu verstoßen, die eine ausgewogene politische Bildung fordern und Teil der “Beutelsbacher Beschlüsse” sind, welche laut Fraktion Die Linke bisher der Konsens jeder Landesregierung in NRW gewesen seien.
Dass auch die Fraktionen der Grünen und SPD gegen den Antrag gestimmt haben, verwundert uns nicht, da seit Ende der 90er Jahre alle großen deutschen Parteien auf Kriegskurs gegangen sind. Der rot-grünen Regierung unter Kanzler Schröder wurde dabei die besondere „Ehre“ zuteil, den ersten deutschen Angriffskrieg seit dem Zweiten Weltkrieg zu beginnen. Damals ließ man Jugoslawien bombardieren. Wenig später beteiligte sich die Regierung an dem bis heute andauernden Kriegseinsatz in Afghanistan
Grüne und SPD wollen also die Bundeswehr weiterhin in die Klassenräume NRWs schicken. Sie kündigen lediglich eine irgendwie geartete Modifizierung der Kooperationsvereinbarung, die auch nicht näher definierten Friedensorganisationen das Recht einräumen soll, in der Bundeswehrpropaganda in Schulen entgegenzutreten.
Diese Modifizierung reicht uns nicht – der Kooperationsvertrag und die Werbeoffensive der Bundeswehr im Allgemeinen stehen unseren Interessen als arbeitende und lernende Jugend entgegen: Die Millionen, die der Staat für Kanonenfutterwerbung der Bundeswehr und ihre Auslandseinsätze ausgibt, fehlen in unseren Schulen, Unis, Kulturzentren und anderen öffentlichen Einrichtungen. Die Bundeswehr und ihre Jugendoffiziere sind Profiteure von Massenarbeitslosigkeit und fehlenden Perspektiven für uns Jugendliche.
Die SDAJ fordert deshalb:
Keine Inlandseinsätze der Bundeswehr – Schulen, Unis, Messen und Jobcenter zu bundeswehrfreien Zonen machen!
Keine imperialistischen Auslandseinsätze – Bundeswehr raus aus Afghanistan, dem Balkan, Afrika und dem Libanon!
Ohne Zögern und Umwege: Atomkraftwerke abschalten! Atomwaffen verschrotten!
Pressemitteilung der SDAJ Dortmund
Die atomare Katastrophe, die sich derzeit in Japan ereignet, verdeutlicht eindrücklich, dass die Nutzung der Atomenergie eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit und ihre Umwelt darstellt. Unser tiefstes Mitgefühl und unsere Solidarität gelten den Millionen von Menschen, die Opfer der gewaltigen Naturkatastrophen geworden sind und sich derzeit von der atomaren Verseuchung bedroht sehen.
Bereits in der Vergangenheit ist es immer wieder zu schwerwiegenden Zwischenfällen und Kernschmelzen in Atomkraftwerken gekommen, von denen der Reaktorunfall in Tschernobyl der wohl bekannteste ist. Trotz der
verheerenden Folgen dieser Unfälle, die ganze Landstriche für hunderte von Jahren unbewohnbar machen und die Gesundheit von Millionen von Menschen gefährden, setzten die Regierungen weltweit weiter auf die Atomenergie. Getrieben von den Profitinteressen der Energiekonzerne verschwiegen sie die Risiken des Betriebs von Atomkraftwerken und der Lagerung des anfallenden Atommülls.
Auch in Deutschland stellte die Regierung von CDU und FDP die Interessen der Konzerne über die der Bevölkerung. Dazu erklärt Tino Towara, Pressesprecher der SDAJ Dortmund: „Die Regierung Merkel hat den
Atomausstieg erst im letzten Herbst gekippt und den Energiekonzernen so riesige Extra-Profite gesichert. Dabei waren die Gefahren – auch für deutsche Atomkraftwerke – hinlänglich bekannt.“
Die SDAJ hat bereits in ihrem im Jahre 2000 beschlossenem Grundsatzprogramm – dem sogenannten „Zukunftspapier“ – den sofortigen Ausstieg aus der Atomindustrie gefordert. An dieser Forderung halten wir fest. Alle Atomkraftwerke müssen stillgelegt werden! Dabei dürfe sich die Bundesregierung nicht hinter den europäischen Nachbarländern und einer „europäischen Lösung“ verstecken, sondern sie müsse jetzt handeln, so Towara. Die bisherigen Maßnahmen hingegen dienen lediglich dazu den Druck aus den Segeln der erstarkten Anti-AKW Bewegung zu nehmen und deuteten auf Wahlkampfmanöver in Hinblick auf die Landtagswahlen hin.
Towara fährt fort: „Damit auch in Zukunft nicht die Profitinteressen der Energiekonzerne das Leben der Bevölkerung gefährden, müssen sie vergesellschaftet und unter demokratische Kontrolle gestellt werden. Nur so ist eine gerechte und sichere Energieversorgung zu haben.“
Weltweit stehen 1.500 Atomwaffen zum Abschuss bereit, einige davon auch in Deutschland und anderen europäischen Staaten. Diese Waffen bedrohen unsere Existenz. Wir fordern ihre sofortige Demontage. Nur so kann ein konsequenter Ausstieg aus der Atomtechnologie gestaltet werden!
Beendet den Angriffskrieg gegen Libyen! Kein Blut für Öl!
Pressemitteilung der SDAJ Dortmund
Am Samstag haben us-amerikanische, britische und französische Truppen einen seit Wochen propagandistisch vorbereiten Krieg gegen die Bevölkerung Libyens begonnen. Muammar Gaddafi, dessen Sturz des Königs Idris 1969 sowohl im Land selbst als auch von den westlichen Mächten als Entkolonialisierung wahrgenommen wurde, ist urplötzlich als Schlächter seines Volkes und Feind Nummer Eins der freien Welt wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit zurückgekehrt. Und das, obwohl der Diktator eigentlich längst vom einstigen Gegner zum beliebten Partner des Westens aufgestiegen war, nachdem er die heimischen Märkte liberalisiert und die Flüchtlingsabwehr für die EU übernommen hatte.
Als Begründung für die Luftangriffe auf Stellungen der libyschen Armee, aber auch zivile Einrichtungen, hält die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates her, welche in schwammigen Formulierungen die Einrichtung einer Flugverbotszone zum Schutz der Aufständischen fordert. Bisher hat dieser „Schutz“ mindestens 48 Menschen das Leben gekostet, 150 wurden verletzt. Die Luftangriffe bringen weiteres Leid für die vom Bürgerkrieg betroffene libysche Bevölkerung. Je länger die Angriffe andauern, desto mehr Infrastruktur wird zerstört werden.
Dazu Tino T., Pressesprecher der SDAJ Dortmund: „Ziel dieser imperialistischen Aggression ist der uneingeschränkte Zugang zu den reichen Rohstoffvorkommen Libyens, den die westlichen Mächte durch den
Bürgerkrieg als gefährdet ansehen. Die verschwenderische Produktion der Industrienationen ist abhängig vom arabischen Öl und Gas. Die Wahrung der Menschenrechte ist eine Lüge, ähnlich dem Krieg gegen angeblichen
Massenvernichtungswaffen im Irak, welche nie gefunden wurden. Dieser Krieg wird zu Lasten des libyschen Volkes geführt.“
Indirekt ist auch Deutschland an diesem Angriffskrieg beteiligt. Die Bombardierunge wird vom United States Africa Command (AFRICOM) koordiniert, welches seinen Sitz in den US-Militärstützpunkt Kelley Barracks in Stuttgart hat.
„Eine Lösung der innerlibyschen Konflikte kann nur unter Wahrung der Souveränität Libyens erfolgreich sein. Jetzt ist eine Friedenskonferenz mit internationaler Beteiligung gefragt. Wir fordern ein sofortiges Ende der Angriffe und einen Rückzug der NATO-Truppen aus der Region.“, fährt der Pressesprecher fort.
Erhalt aller Stellen! Opel Bochum muss bleiben!
Pressemitteilung der SDAJ Ruhr-Westfalen
Nach Angaben des Betriebsrates droht zum ersten Mai 1.200 KollegInnen die Kündigung bei Opel Bochum. Im Rahmen der internationalen Finanzkrise beschloss die Mutterfirma General Motors einen Sanierungsplan, der nicht etwa ein Kürzen der Renditen der Aktionäre oder der Managergehälter vorsah, sondern das Streichen von 8.000 Arbeitsplätzen in Europa. 1.800 von ihnen sollten aus Bochum gehen, wobei einigen wenigen eine Ausweichmöglichkeit im Werk Kassel angeboten wurde. Nur 70 KollegInnen nahmen das Angebot inkl. der 25.000€ Wechselprämie an. Etwa 530 KollegInnen entschieden sich für eine Abfindung in Höhe von 100.000€.
Der Verbleib in einem Beruf am Wohnort bei Freunden und Familien ist ihnen wichtig, denn ein fester Arbeitsplatz ist Grundlage der Lebensplanung. “Leider ist im Kapitalismus kein Job sicher.” meint Stefan Reicht von der SDAJ Bochum. “Die KollegInnen pochen auf ihr gutes Recht, jetzt werden sie darum kämpfen müssen.”
Die SDAJ wünscht den KollegInnen von Opel viel Erfolg und einen langen Atem für den Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze. Die KollegInnen dürfen sich jetzt nicht gegenseitig den schwarzen Peter zuspielen, sondern müssen geschlossen handeln. “Die SDAJ ist solidarisch mit den betroffenen KollegInnen und bietet ihre Unterstützung für die anstehenden Kämpfe an.” erklärt Daniel Zimmermann vom Landesverband Ruhr-Westfalen.
Die Opelaner schauen auf eine lange und kämpferische Tradition und haben eine enorme Bedeutung für die gesamte Arbeiterklasse im Ruhrgebiet. Weder Standortlogik, noch Krisengejammer der Konzernleitung dürfen jetzt das Geschehen bestimmen. Denn nicht die Arbeitenden haben die Krise herauf beschworen, sondern sie ist Teil der kapitalistischen Produktion.
Wir zahlen eure Krise nicht!
Glück auf!













![Linksjugend ['solid] Bochum Linksjugend ['solid] Bochum](http://www.sdaj-netz.de/ov-bochum/files/2012/03/solid.png)












