„Dutzende Flüchtlinge ertrinken“ (FAZ), „Drama im Mittelmeer“ (Spiegel), und „Schiffsunglück“ (Zeit) — so wird die Situation der Geflüchteten im Mittelmeer beschrieben. Hierbei handelt es sich weder um das erste Drama dieser Art, noch sind solche Unglücke zufällig: Die Lage der Geflüchteten ist Ergebnis einer rassistischen Abschottungspolitik Europas. Wer die Überfahrt nach Europa überlebt, wird in Deutschland kriminalisiert – aufgrund ihres Rechtsstatus werden Geflüchteten eine eigene Wohnung, Arbeit, Bildung und Ausbildung verwehrt. Durch die Residenzpflicht wird schon die Fahrt in die Nachbarstadt zum Problem.
„Wir haben nicht den NATO Krieg in Libyen überlebt um auf den Straßen Hamburgs zu sterben“ sagt die Gruppe „Lampedusa in Hamburg“.

Wie sieht der Weg nach Europa und in Deutschland bis nach Bochum für Geflüchtete aus? Welchen Gesetzen und Verordnungen sind sie ausgesetzt? Welche Rechte werden ihnen genommen?? Wie und wo leben Geflüchtete in Bochum? Wie werden sie behandelt in welchem Umfang dürfen sie sich bewegen? Wie wirken sich Traumata und die rassistische Hetze auf ihre Situation aus?

Eingeladen ist ein Referent der durch die Betreuung von Betroffenen und die Auseinandersetzung mit Behörden einen Einblick in die Situation Geflüchteter in Bochum geben wird.

Kein Mensch ist illegal!

Wann: 16.11.2013, 20.30Uhr
Wo: Soziales Zentrum Bochum. (Josephstr. 2 / Ecke Schmechtingstr. U35 bis Feldsieperstr)