UZ-Pressefest-2014-1Das größte Fest der Linken in Deutschland, das UZ-Pressefest, endete am Sonntagabend (29.06.) zum 18. Mal. Gemeinsam mit Gruppe see red! (Düsseldorfer Regionalgruppe der Interventionistischen Linken), und der Naturfreundejugend NRW hat die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) den Jugendbereich auf dem Volksfest der Deutschen Kommunistischen Partei organisiert. Über das Wochenende verteilt haben sich mehrere hundert Jugendliche am Programm beteiligt. Sie machten einen kleinen aber prominenten Anteil der mehreren zehntausend Besucher die trotz strömenden Regen in den Revierpark nach Dortmund kamen.

Das Programm im Jugendbereich des Pressefests war breit gefächert und lockte auch viele Erwachsenein die Diskussionszelte. Mit dabei waren ein Tribunal gegen Ausbildungsplatzkiller, Expertengespräche zu den imperialistischen Einmischungen in die Ukraine, Podiumsdebatten zu Herausforderungen antifaschistischer Initiativen, ein Blockadetraining zu Blouz-pressefest_2014_3-300x200ckupy, Workshops  zur Bildungspolitik und vieles mehr. Kulturelle Höhepunkte des Jugendprogramms waren ein Antifajugendkonzert am Freitagabend mit Campania Bataclan (Bochum), Bandista (Istanbul) und Xaiko (Baskenland). Auftritte von Mc Albino und den Coconut Butts, Lesungen von Dietmar Dath aus seinem Werk »Maschinenwinter« und von einem fiktiven Känguru aus den beliebten Büchern von Marc-Uwe Kling sowie eine Feuershow der Gruppe Evil Flames rundeten das Kulturprogramm im Jugendbereich ab.

Mischa Aschmoneit von see red! zeigte sich insbesondere zufrieden mit dem hohen Niveau der Diskussionen: »Wir waren zum ersten Mal mit dem roten Zelt auf dem größten Fest, das die Linke in der Bundesrepublik zu bieten hat. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit der Beteiligung und insbesondere der Qualität der Debatten. Das gibt es so in der Form sonst nirgendwo.«

uz-pressefest_2014_1-300x225Auch Jan Tacke von der Naturfreundejugend NRW zog eine positive Bilanz zum Wochenende: »Wir waren zum ersten Mal hier beim Pressefest und haben uns gut präsentieren können. Ich denke, wir haben unseren Bekanntheitsgrad steigern können und auch sonst hat sich unsere Beteiligung sehr gelohnt. Deshalb können wir es auch anderen fortschrittlichen Jugendorganisationen nur empfehlen beim nächsten Pressefest mit dabei zu sein. Wir kommen in jedem Fall auch wieder.«

Paul Rodermund, Bundesvorsitzender der SDAJ, resümiert: »Unser Jugendbereich auf dem Pressefest hat gezeigt, dass wir in unserem Kampf gegen den Kapitalismus nicht allein stehen. Die Diskussionen waren von dem Willen geprägt gemeinsam und solidarisch Wege zu finden, das System der Ausbeutung und Unterdrückung zu überwinden. Wir haben dank dem Pressefest neue Kraft für die kommenden Kräfte getankt und freuen uns schon jetzt auf unser Festival der Jugend im nächsten Jahr. Für unsere aktuelle Kampagne war insbesondere das Jugendtribunal gegen Ausbildungsplatzkiller motivierend.«

Die grundlegende Aufgabe, Kämpfe der Jugend zu initiieren und zusammenzuführen, kam am Wochenende besonders stark zum Ausdruck. Das drückte sich dann auch im Urteilsspruch des Richters im fiktiven Jugendtribunal aus. Dieser erklärte: »Die Vollstreckung dieses Urteils [Enteignung des deutschen Großkapitals] liegt in den Händen der Arbeiterjugend und wird in den Betrieben selbst vollzogen.«

Video von der Diskussionsveranstaltung »Imperialismus live« zur Lage in der Ukraine mit Arnold Schölzel, Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt, im Jugendbereich.