UZ-Pressefest-2014-1Vom 27. bis zum 29. Juni 2014 findet im Revierpark Wischlingen wieder das UZ Pressefest – Volksfest der DKP statt. Diese größte Festival der Linken in Deutschland versammelt immer wieder zehntausende Menschen zum gemeinsamen feiern und diskutieren. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein umfangreiches Konzert- und Politprogramm.

 

UZ-Pressefest – Was ist das denn?

17.-uz-pressefest_1 Quelle: Wikimedia / User Matula

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Quelle: Wikimedia / User Matula

Seit 1974 lassen es sich die Kommunistinnen und Kommunisten nicht nehmen, mit dem Pressefest der DKP-Wochenzeitung „Unsere Zeit“ (UZ) einen politischen und kulturellen Gegenpunkt zu Entsolidarisierung, Kommerz und Kapitalismus zu setzen. Die SDAJ richtet auch dieses mal wieder den Jugendbereich auf dem UZ-Pressefest aus. Fotostrecken von den vergangenen Jahren könnt ihr unter anderem hier ansehen.

 

Banda_BassottiMit politischen Runden, Musik, Spiel- und Spaß, günstigem Essen und Getränken, wollen wir ein Wochenende miteinander diskutieren, uns kennenlernen und feiern. Gäste aus der ganzen Welt kommen auf Einladung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) an diesem Wochenende in Dortmund zusammen. Mehr als 50 Organisationen und Parteien präsentieren sich mit Informationen und kulinarischen Spezialitäten aus ihren Ländern auf der Straße der Internationalen Solidarität. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das Casa Cuba. Dort gibt es neben Live-Musik und Mojito vor allem Informationen aus erster Hand von der Roten Insel. Wir kämpfen für die Befreiung der Cuban Five!

Solidaritätsveranstaltungen wird es auch mit den Flüchtlingen geben, die in unserem Land mutig für das Bleiberecht und gegen rassistische Sonder­ge­setze kämpfen. Refugees welcome!

 

Kosten, Programm und Anfahrt

UZ-UZ-Pressefest-2014-2Pressefest-2014-2Das alles präsentiert die DKP gemeinsam mit der SDAJ KOSTENLOS. Auf dem Platz gibt es zudem Speisen und Getränke zu erschwinglichen Preisen. Das UZ-Pressefest gibt einen Vorgeschmack darauf, wie ein solidarisches Zusammenleben aussehen kann – und wie die Roten bis in die Morgenstunden feiern können! Zur Finanzierung des Festes könnt ihr mit dem Kauf von Solibuttons für 5 Euro beitragen. Die Buttons könnt ihr beim fest oder im Vorfeld bei DKPlerInnen eures Vertrauens bekommen.

Wer möchte kann ein Zelt oder Wohnwagen mitbringen. Ein Zeltplatz ist bereits ab 14 Euro zu haben. Infos und Anmeldung hier.

Das Gesamtprogramm wird auf dem Pressefest verteilt und ist kurz vorher hier zu finden. Bestätigte Bands findet ihr dort auch bereits. Das Programm der SDAJ steht bereits, nähere Erläuterungen folgen:

Freitag (27. Juni)

Antifajugend-Konzert, 18 Uhr, Hauptbühne:
Xaiko (Ska-Punk / Baskenland)
Compania Bataclan (Reggae-Ska-Balkan-Soundclash / Ruhrgebiet)
Bandista (Ska-Reggae-Rock-Kollektiv / Istanbul)

Samstag (28. Juni)

10.45-11.45 UKRAINE: Imperialismus live mit Arnold Schölzel (Chefredakteur der jungen Welt)
10.45-11.45 Warum brauchen wir eine kommunistische Partei? mit Patrik Köbele (Vorsitzender der DKP) und Anna Cordi (DKP Stuttgart)
12.00-13.00 Antifaschistische Aktion heuteE
12.00-13.00 Festung Europa
14:00 Startschuss revolutionärer Fünfkampf
13.15-14.15 Café International mit Eric vom Politischen Büro der CJC aus Spanien
13.15-14.15 Aktiventreffen für SchülerInnen und Arbeiterjugendliche
14.30-15.30 Bildung statt Schule
14.30-15.30 Die SDAJ stellt sich vor
15.45-17.45 Jugendtribunal: Ausbeuter outen!
15.45-17.45 Lesung mit Dietmar Dath
18.00-19.00 Verbandstreffen der SDAJ

Konzert, 20 Uhr, SDAJ Bereich

Mc Albino (Rap)

Coconut Butts (Skapunk / Reggaerock)

Sonntag (29. Juni)

11.00-12.45 Ausbildung erkämpfen – Her mit dem Ausbildungsgesetz!
11.15-12.45 Veranstaltung zur Westsahara mit Najla (UJSARIO)
13.00-14.00 Lesung mit Ellen Schernikau
13.00-14.00 Nazifreie Zone DDR

Wie ihr den Revierpark Wischlingen erreicht, erfahrt ihr hier. Aus einigen Städten organisiert die SDAJ auch Busse.

Mehr Infos

DKP-Homepage zum UZ-Pressefest

SDAJ-Homepage zum UZ-Pressefest

Aktuelle Infos auf Facebook

DDorf Lohnarbeit bedeutet Ausbeutung. Die Besitzer der Unternehmen verdienen  an den Ergebnissen unserer Arbeit. Das ist im Kapitalismus so – sei es bei  Penny oder bei VW. Besonders krass zeigt sich das in der Leiharbeitsbranche.  Wer hier arbeitet, hat keinen Kündigungsschutz, wird deutlich schlechter  bezahlt und weiß oft heute nicht, wo – und ob – man morgen arbeiten wird.
Symbolisch haben wir daher im Rahmen des Blockupy-Aktionstags junge  Beschäftigte versteigert: Für nur 50% des Tariflohns, für jede Drecksarbeit,  an jedem Ort, zu jeder Tages- und Nachtzeit und ohne Kündigungsschutz.  Denn so sieht die Arbeitswelt für immer mehr junge Beschäftigte aus.
Für die Aktion gab es von PassantInnen und MitdemonstrantInnen viel Beifall  und vom klassenbewussten High-Society-Publikum auf der Luxusmeile  „Königsallee“ in Düsseldorf auch einen Mittelfinger.

 Aktionsbericht zur Kundgebung in Essen

 BK1Seit Mai 2013 gehören 91 BurgerKing-Restaurants in Deutschland dem  Franchise-Nehmer Ergün Yildiz. Seit dieser Übernahme wurde der Druck  auf die Beschäftigten massiv erhöht. Immer mehr Arbeit soll aus ihren  herausgepresst werden – zu immer schlechteren Bedingungen: Der Lohn  wird teilweise verspätet ausgezahlt, teilweise überhaupt nicht, tarifliche  garantierte Zuschläge für Mehrarbeit und Nachtarbeit werden ebenfalls  nicht ausgezahlt. Insbesondere auf die Betriebsräte, die sich gegen diesen  Angriff der Unternehmer, die durch die Arbeit ihrer Beschäftigten reich  werden, zur Wehr setzen, wurden unter Druck gesetzt und gekündigt.
Deswegen hatte die Gewerkschft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die  die Betriebsräte und die Beschäftigten unterstützt, zu einer Kundgebung vor einem der BurgerKing-Restaurants aufgerufen – mit dabei die SDAJ, die mit ihrem Transparent viel Zuspruch bekam.

 O-Ton einer Betriebsrätin:
„Wir machen das hier, um die Sache weiter zu unterstützen. Wir wollen  zeigen, was bei BurgerKing so passiert: Also dass die Löhne nicht rechtzeitig  gezahlt werden. Die Leute, die bei BurgerKing arbeiten, die sind abhängig  von ihrem Lohn, die können nicht mal eben nächste Woche einen anderen Arbeitsplatz finden. Wir fordern, dass diese Menschen und ihre Rechte respektiert werden. Wir als Betriebsräte haben seit einem Jahr keinen Lohn mehr bezahlt bekommen. Wir kriegen derzeit von BurgerKing einfach keinen Cent. Wir brauchen dafür die Unterstützung der Öffentlichkeit. Und hier mit der Kundgebung zeigen die Gewerkschaften und alle die hier sind und ja auch ihr eure Solidarität. Das ist sehr wichtig für uns. Wir müssen einen langen Atem haben.“

Die SDAJ-Bochum beweist erneut ihren guten Filmgeschmack und lässt auf die Filme der letzten Monate (We want Sex, The Wind that shakes the Barley, Der gewöhnliche Faschismus) den Klassiker „Wege zum Ruhm“ folgen. Anlässlich des traurigen Jubiläumsjahres des großen Völkerschlachtens 1914-1918 soll dieser Film daran erinnern, dass zwar De Maizière und Gauck den Tod fürs Vaterland wieder süß machen wollen, die zentrale Aussage des 1957 von Stanley Kubrick produzierten Films aber aktuell bleibt: „The paths of glory lead but to the grave.“ (zu deutsch: „Die Wege des Ruhms führen ausnahmslos ins Grab“)Eine packende Anklage gegen Militarismus, Herrschaft und Krieg. – Damit das Ganze nicht zu traurig ausartet, gibt es die bewährten Cocktails (Cuba Libre, Mojito) sowie Bier und nichtalkoholische Erfrischungen. Wer sich vor Vorfreude kaum noch halten kann (oder sich noch unsicher ist), dem liefert ARTE hier 5 Gründe, vorbeizukommen: http://www.youtube.com/watch?v=D0g1BN1XHeU

Also kommt am 17.5 um 20 Uhr ins Soziale Zentrum Bochum!
Wir freuen uns auf euch!

Leistungsdruck statt Bildung?
Immer weniger Zeit zum Lernen, immer größere Klassen, immer mehr Stress. Das ist Schulalltag für viele von uns. Bildung ist vom Geldbeutel der Eltern abhängig. Statt wirklich
Kostenfreie Bildung zu garantieren, beschließt die Bundesregierung lieber eine Elitenförderung. Gleichzeitig spart sie Kommunen kaputt, so dass zum Beispiel auch in Bochum massenhaft Schulen schließen müssen. Das gegliederte Schulsystem sortiert uns für den Arbeitsmarkt – und der sieht schlecht aus.
Wir fordern:
– Weg mit G8
– Kostenfreie Bildung
– Eine Schule für Alle

Arbeitslos oder prekär?
Die Jugendarbeitslosigkeit ist bei über 8% – und Zehntausende werden von der Statistik nicht erfasst. Jede zweite Neueinstellung ist befristet. Bundesweit fehlen mindestens 300.000 betriebliche Ausbildungsplätze. Und in Bochum fallen mit Opel, Johnson Controls sowie Outokumpu vielleicht bald drei große Arbeitgeber weg. Das betrifft dann vor allem auch uns Jugendliche, für die Leiharbeit, prekäre Beschäftigung und unbezahlte Praktika Standard sind. Wir sind schnell kündbar, billig und nahezu rechtlos. „Flexibel“ heißt das heute. Der Reallohn ist in den letzten 10 Jahren um mehr als 5% gesunken. Zukunftsperspektiven für Jugendliche? Fehlanzeige. Dafür aber rosige Zukunftsaussichten für Unternehmer. Geradezu zynisch ist es, wenn z.B. Andrea Nahles (SPD) fordert, Jugendliche von der Mindestlohnregelung auszunehmen, damit diese nicht daran gehindert würden, eine Ausbildung zu beginnen. Was wir stattdessen brauchen sind bessere Bezahlung, Ausbildungsplätze und Arbeitsplatzsicherheit.

Wir fordern:
– Unbefristete Übernahme im erlernten Beruf
– Verbot von Leiharbeit & Werkverträgen
– Mindestausbildungsvergütung von 1000€ netto

Wessen Europa ist die EU?
Kurz vor der EU-Wahl reden alle von Frieden, Freiheit und Demokratie, die uns angeblich die EU bringt. Die Realität ist aber, dass es eine EU-Richtlinie ist, die es den Unternehmern erlaubt, uns bis zu 48 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen. Wir Jugendlichen sind es, die in den nächsten Kriegen andere Völker überfallen sollen. Die EU hat sich den Zwang zu permanenter Aufrüstung in ihre Verträge geschrieben – das ist Geld das bei uns, bei unserer Bildung und Ausbildung eingespart wird. Und während soviel von Menschlichkeit und Demokratie gesprochen wird, ermordet Frontex Jahr für Jahr Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer, die z. B. vor dem Krieg der europäischen Imperialisten gegen Libyen und dem Bürgerkrieg in Syrien fliehen.
Wir fordern:
– unbeschränktes Bleibe- und Arbeitsrecht für alle Flüchtlinge
– Beendigung aller Kriegseinsätze
– sofortige Abschaffung von Frontex

 

reisetagebuch-label1-180x200Im Sommer 2013 haben insgesamt 50 Jugendliche der SDAJ sechs Wochen auf Cuba verbracht und an der Uni von Havanna an der Erreichtung eines Kulturzentrums mitgewirkt. Zusammen mit 30 KubanerInnen haben wir gelebt, diskutiert und sind gereist. An der Uni haben wir Veranstaltungen durchgeführt und mit Jugendlichen über das Leben im Kapitalismus und im Sozialismus diskutiert.
Wer zwar schon viel über Kuba gehört und gelesen hat, aber immer mal Eindrücke aus erster Hand kriegen wollte, ist an diesem Abend bei uns genau richtig. Und auch, wer sich noch nicht viel mit dem Thema beschäftigt hat und/oder viele Fragezeichen dort sieht, ist herzlich eingeladen. Wir freuen uns, euch anhand von Fotos, Berichten und Filmmaterial unsere Erfahrungen näher zu bringen, die wir sicher nie vergessen werden. Natürlich dürfen die kubanischen Cocktails dabei nicht fehlen.

Wir freuen uns auf Euch!

Kneipenabend am 15.06.2013, Einlass 20:00 Uhr
Ort: Soziales Zentrum Bochum (U35-Haltestelle Feldsieper Straße)

Am 14. September sind in Bochum tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Abwälzung der Krisenkosten zu demonstrieren. Gewerkschaften, Wohlfahrsverbände und zahlreiche weitere Organisiationen
hatten zu einem bundesweiten „UmFairTeilen“-Aktionstag aufgerufen. Auch SDAJ und DKP trotzdem dem regnerischen Wetter, um gegen Lohndumping, Sozialabbau und Prekäre Beschäftigungsverhältnisse auf die Straße zu gehen.

Die Gewerkschaften, von denen ver.di zahlenmäßig am stärksten vertreten war, kritisierten in den Redebeiträgen die unsoziale Politik, durch dies Konzerne die Krise zur Steigerung ihrer immensen Profite auf dem Rücken
der arbeitenden Menschen nutzen. Dass eine Stimme für SPD und Grüne daran etwas ändern soll – daran glauben immer mehr Menschen nicht mehr.

„Wähle den Weg des Widerstands!“: Unter diesem Motto versuchte die SDAJ in einem gemeinsamen Block mit der DKP, eine klassenkämpferische Perspektive aufzuzeigen. „Gemeinsam mit tausenden KollegInnen und AktivistInnen auf die Straße zu gehen und zugleich bewusst machen, dass eine kämpferische Interessensvertretung mehr bewirkt als die Kreuzchen
auf den Wahlzetteln – das war unser Ziel.“, meint Eric, Vorsitzender der SDAJ Ruhr-Westfalen. „Damit wollten wir auch verhindern, dass dieser Tag als Wahlkampfveranstaltung für Rot-Grün vereinnahmt wird.“

Für uns steht fest: Wir kämpfen selbst für unsere Interessen, in Schule, Uni und Betrieb.
Die Durchsetzung unserer Forderungen nach einem Leben ohne Ausbeutung, Arbeitslosigkeit, Krisen und Krieg werden wir nicht mit, sondern nur gegen die etablierten Parteien erkämpfen können. Daher wählen wir den
Weg des Widerstands!*

* … und machen am 22. September in Ermangelung von Alternativen trotzdem ein Kreuz bei der Linkspartei

Kneipenabend im SZ-Bochum – „Marxismus, was ist das?“

Marx sagte einmal, der Kommunismus sei nicht ein bloßes Ideal, eine Traumgesellschaft, die wir nach unseren Wünschen zusammenbasteln, sondern die wirkliche Bewegung, die mit dem Kapitalismus Schluss mache. Kommunismus beginnt also mit der Untersuchung und Kritik der bestehenden Verhältnisse. Wie diese marxistische Kritik aussieht und wo sie ansetzt, wollen wir mit euch diskutieren. „Die kapitalistische Gesellschaft führt sich auf, als wäre sie gar keine Gesellschaft. […]
Die Kapitalisten führen sich auf, als wollten sie zur Menschheit gar nicht gehören. Na schön.“ (D. Dath)

Wir freuen uns auf Euch!

Einlass 20:00 Uhr
Ort: Soziales Zentrum Bochum (U35-Haltestelle Feldsieper Straße)

PC-Flyer_finalVom 17. bis 20. Mai findet in Münster erneut ein Pfingstcamp der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) statt. Von Diskussionen, Vorträgen und Workshops über Sport bis zu Konzerten und Kultur wird euch an diesen vier Tagen wieder ein spannendes Programm geboten:

Neben Runden zu Antimilitarismus, Frauenpolitik und Kommunalen Kürzungen soll es auch diesmal in einer Schüli-Runde um Themen gehen, die SchülerInnen in ihrer Schule oder Schülervertretung besonders interessieren. Ausserdem diskutieren wir in einer Runde die Tarifauseinandersetzungen der letzten Monate und das Thema Leiharbeit. In einer Cuba-Runde beschäftigen wir uns damit wie Sozialismus und Demokratie eigentlich in der Praxis aussehen und was es mit den neuen Wirtschaftsreformen dort auf sich hat. Zwischendurch wird es eine Lesung, Filme, ein Fußballtunier und Anderes geben. Abends geht‘s dann gut gelaunt mit Konzerten und Arbeiterliedern am Lagerfeuer oder auf der Tanzfläche weiter.

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Aufruf von SDAJ und DIDF-Jugend zum bundesweiten „Umfairteilen“-Aktionstag am 13.4.2013

In der Bundesrepublik häuft sich der Reichtum bei den Banken und Konzernen. Sie machen Milliardengewinne. Die Anzahl der Milliardäre liegt hierzulande bei über 100, die Zahl der Millionäre bei 800.000! Diesem Reichtum steht bittere Armut auf der anderen Seite gegenüber. Offiziell gibt es 3,14 Mio. Arbeitslose, hinzu kommen diejenigen, die aus der Statistik verschwinden. Es fehlen 300.000 Ausbildungsplätze. Jeder vierte Beschäftigte ist Niedriglöhner. Seit Beginn der Krise 2009 werden die Banken und die Finanzmärkte für die anhaltende Umverteilung verantwortlich gemacht. Allerdings hat sich der Staat in den letzten Jahren als zuverlässiger Helfer aller Großunternehmen bei der Umverteilung von unten nach oben erwiesen, also auch der industriellen Großkonzerne.

Die gesellschaftliche Spaltung in arm und reich hat seine Ursache in der Spaltung in besitzende und nicht besitzende Klassen: Die Eigentümer der Unternehmen, die Großaktionäre, die Unternehmerclans und ihr Management profitieren davon. Ihnen gegenüber stehen die Arbeiter, Angestellten, Azubis, Studierenden und SchülerInnen. Sie sind gezwungen, mit immer weniger Lohn, Gehalt oder Vergütung auszukommen.

Der Staat und die herrschenden Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP sind diejenigen, die die stattfindende Umverteilung ausführen. Mit Hilfe der Schuldenbremse werden Kommunen finanziell an die Wand gedrückt, im Öffentlichen Dienst wird gekürzt. Gleichzeitig reserviert der Staat Milliarden für den Krisenschutz der Banken und Konzerne und für’s Militär.

Gerade jetzt vor der Bundestagswahl versuchen die herrschenden Parteien, sich wieder ein soziales Image zu geben. Beispielsweise die SPD, die angeblich ihr Herz für MieterInnen entdeckt, aber durch ihre Sozialpolitik hunderttausende Hartz-IV-EmpfängerInnen aus ihren Wohnungen vertreibt.

Gegen die Umverteilung von unten nach oben helfen uns nicht die, die gestern den Niedriglohnsektor geschaffen haben und heute als Retter des Sozialstaates auftreten. Wir müssen uns zur Wehr setzen gegen die herrschenden Parteien, die Banken und Konzerne. Wir unterstützen die Forderung nach einer Vermögenssteuer. Wir kämpfen aber auch darum, dass der gesellschaftlichen Reichtum aus den Händen der Banken und Konzernen und ihrem Staat in die Hände der SchülerInnen, Azubis, Studis und ArbeiterInnen gelangt. Dafür ist weit mehr nötig, als eine Vermögenssteuer. Dazu ist aber auch nötig, das Eigentum an den Banken und Konzernen selbst anzutasten!

  • Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne!
  • Gesetzlicher Mindestlohn von 12 EUR pro Stunde!
  • Unbefristete Übernahme im erlernten Beruf!
  • Verbot von Leiharbeit!
  • Für ein Ausbildungsgesetz – wer nicht ausbildet, muss zahlen!

Treffpunkt für die Demonstration ist am Samstag, 13. April 2013 um 11.55 Uhr das ver.di-Haus in der Universitätsstraße 76. Der Demozug wird an mehreren Orten in Bochum für kurze Zwischenkundgebungen anhalten. Gegen 13.00 Uhr wird der Demonstrationszug für die Abschlusskundgebung den Dr.-Ruer-Platz in der Innenstadt erreichen.