Hallo! Schon was vor an Pfingsten? Wie wär’s mit: Diskussionen, Workshops, Konzerten, Kultur und Sport?

Vom 10. bis 13. Juni beweist die SDAJ, dass sich Politik und Spaß in keinster Weise ausschließen. SDAJ Mitglieder, FreundInnen und SympatisantInnen diskutieren und feiern gemeinsam unter dem Motto: Strike Back! Wir kämpfen für unsere Rechte – Solidarität ist unsere Waffe!

Tagsüber werden Runden zu verschiedenen politischen Themen angeboten, am Abend gibt es Bier, Cocktails und Musik. Zwischendurch ein bisschen Bewegung beim Fußballturnier oder dem berühmt berüchtigten „Hamburger-Fünf-Kampf“ (Barrikaden -Schnellbau, Molli-Weitwurf etc.) oder einfach mit FreundInnen auf der Wiese sitzen, um sich zu unterhalten. Außerdem: „Wer wird Revolutionär?“, Doppelkopf, Twister und Lagerfeuer…. und ansonsten was ihr mitbringt!
Schlafplatz, politische Runden, Konzerte und Verpflegung – alles inklusive!

Zelt, Schlafsack und Isomatte packen und los gehts!

Diskussionsrunden, Workshops und Vorträge

  • Schluss mit dem Krieg – her mit dem Frieden!
  • Strike Back: Leiharbeit abschaffen!
  • Her mit unseren Rechten: wie weiter nach dem Bildungsstreik?
  • Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen: konkrete Antifa-Arbeit
  • Strike Back: Städte in Not?! Was tun gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf unsere Kosten?
  • 100 Jahre Frauentag und warum die Frauenfrage auch eine Männerfrage ist
  • Für eine Umwelt nach unseren Interessen

Musik mit:

Hartmut (Punk), Derbst One (Rap), The Malfunction (Grunge), Die Albinos (Rock), Plush Fish (Ska aus Russland), form/prim (Rap), The Coconut Butts (Ska), Achim Bigus (Arbeiterlieder) + Disco bis tief in die Nacht

Organisatorisches

Unsere Camps sind selbstorganisiert. Im Preis enthalten ist ein Platz für euer Zelt, Frühstück und Mittagessen (vegan). Abends könnt ihr am Grill oder an der Gemüsepfanne noch mal etwas zu essen kaufen – und zwar günstigst.
Karte für 25 Euro, Solipreis 30 Euro → Die Karten könnt ihr bei uns auf dem Gruppenabend kaufen, Dienstags ab 19 Uhr im Sozialen Zentrum an der Schmechtingstraße, Ecke Josefstraße!
Wir bitten darum, keinen Fremdalkohol mit zu bringen, da wir das Camp ja auch durch den Verkauf finanzieren – und keine Angst, es wird genügend da sein!

Anfahrt

Dieses Jahr veranstalten die SDAJ Landesverbände Ruhr und Rheinland, sowie die Gruppe Trier, ein NRW-weites Camp in Ahaus. Den Platz mussten wir spontan ändern, also lasst euch nicht durch Falschinfos irritieren. So können wir unser Camp ganz ins Zeichen des Widerstandes gegen die Atompolitik stellen: Wir campen auf der Wiese gegenüber dem Zwischenlager Ahaus. Die Adresse gebt ihr am besten in euer Navi oder bei Google Maps/Bahn.de ein. Ihr werdet schneller am Ziel sein, als gedacht!

Ammeln 59 
48683 Ahaus

Versucht, Fahrgemeinschaften zu bilden oder nehmt den Bus 774 (ab Ahaus Hbf bis Jägerhaus). Ansonsten holen wir euch nach Absprache auch am Bahnhof Ahaus ab. Kontaktiert hierfür den/die SDAJlerIn eures Vertrauens. 

Also – wir sehen uns an Pfingsten!

Kontakt

www.sdaj-rheinland.de, ruhr.sdaj-netz.de

Am 10.05 haben sich einige aktive Menschen im SZ getroffen und gemeinsam überlegt, dass in Bochum eine Aktion stattfinden soll, die das Thema Leiharbeit in die Öffentlichkeit rückt. Am 04.06., 15 Uhr soll in der Innenstadt – vor der Filiale der Leiharbeitsfirma jobs in time – visuell und mit Flyern auf die falschen Versprechen, die die Politik mit Leiharbeit macht aufmerksam gemacht werden. Es sollen Flyer verteilt und Redebeiträge gehalten werden. Außerdem durch Schilder die absurden Versprechungen der Leiharbeitsfirmen („Wir vermitteln sie in Festanstellung“ u.ä.) entlarvt werden.

Wir möchten alle Interessierten einladen sich an der Aktion zu beteiligen. Am 27.05. soll es ab 16 Uhr ein Treffen im SZ geben, wo Schilder gemalt und Redebeiträge vorbereitet werden sowie weitere Ideen gesammelt werden sollen.

Wir freuen uns euch zu sehen!

Leiharbeit abschaffen!Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat viele Seiten und ist noch nicht vorbei. Vor allem wir Jugendlichen haben mit den Auswirkungen zu kämpfen. Die Rettungsschirme und Milliardengeschenke an die Banken und Konzerne kosten derartige Steuersummen, die sie sich vor allem bei uns, bei Frauen und den MigrantInnen durch Kürzungen im Sozial- und Bildungswesen wiederholen. Doch auch in der „freien Wirtschaft“ ist nix mit Freude schöner Götterfunken. Wurden zwischen Juni 2008 und Juni 2009, also im Krisenjahr, fast 40 % aller LeiharbeiterInnen entlassen, machen sie seit 2009 über 20% aller neu abgeschlossenen Beschäftigungsverhältnisse aus. Bei den unter 35-jährigen Arbeitenden, sind heute 28% in Leiharbeit beschäftigt. So sieht das Wirtschaftswunder des deutschen Kapitalismus aus.

LeiharbeiterInnen haben zwar keine Planungssicherheit, weniger Mitbestimmungsmöglichkeiten im Betrieb, sind einem enormen Druck ausgesetzt – oft auch durch KollegInnen, die sie als harte Konkurrenz wahrnehmen – und sind jederzeit kündbar. Sie werden dafür aber im Schnitt 23% schlechter bezahlt als ihre KollegInnen.

Wir müssen dem Trend der Leiharbeit unser Recht auf Arbeit, Ausbildung und Übernahme im erlernten Beruf entgegensetzen. Arbeitszeitverkürzung ist die Überschneidung mit den regulär beschäftigten KollegInnen, die alle unsere Rechte Möglich macht. Sonst sind die LeiharbeiterInnen spätestens in der nächsten Krise weg vom Fenster. Bis dahin schwächen sie die Betriebsräte und Tarifverträge. Der Mindestlohn ist auch nur ein Schutz der deutschen Leiharbeitsfirmen gegenüber anderen EU-Anbietern und ermöglicht noch immer kein menschenwürdiges Leben.

Besonders zynisch ist es dann wenn Leiharbeitsfirmen wie „jobs. in time“ nicht viel mehr als lügen, wenn sie sagen: „Immer schön flexibel bleiben. Mit einer Festanstellung in Zeitarbeit.“ Aber eine Festeinstellung ist etwas anderes. Wir wollen auch nicht flexibel bleiben. Unsere Umfragen an den Jobcentern haben auch bestätigt, dass wir kein Interesse haben flexibler zu sein. Wir wollen Sicherheit, Geld und Freizeit und wenn das mit deren Profitstreben nicht vereinbar ist, dann werden wir halt kämpfen. Wir wollen am 21.Mai eine Aktion vor der „Jobs. in time“- Geschäftsstelle in der Bochumer Innenstadt veranstalten.

Wir laden alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen ein am Dienstag den 10. Mai mit uns die Aktion zu planen und zu gestalten, auch inhaltlich. Wir treffen uns dafür um 19:00 Uhr im „Sozialen Zentrum“ Josephstr. 2 (Ecke Schmechtingstr.) in Bochum-Hamme und die Aktion ist dann am 21. Mai 2011 vor der „jobs. in time“-Filiale in der Kortumstr. 50. Ihr seid alle zur Teilnahme eingeladen und aufgerufen.

Gemeinsam die Profiteure von Leiharbeit an den Pranger stellen. Ausbildung, Übernahme Arbeit von der man gut Leben kann, statt Spaltung der Belegschaften und mies bezahlter Arbeit.

Zum 25. Jahrestag von Tschernobyl zogen heute hunderte Friedensaktivistinnen und Aktivisten von Bochum-Werne in die Dortmunder Nordstadt. Ein buntes Publikum, von PazifistInnen bis AnarchistInnen, folgte dem Aufruf des Ostermarsches Rhein-Ruhr, um für eine Welt ohne Waffengewalt und Nutzung von Atomenergie zu protestieren. Auch der SDAJ-Landesverband Ruhr-Westfalen beteiligte sich mit einem Block. Mit eigener Musikanlage, Redebeitrag und Flugblättern haben wir den Zusammenhang zwischen Atompolitik, Imperialistischer Aggression und Profitinteresse deutlich gemacht.

Unser Protest war schwerpunktmäßig gegen die deutsche Bundeswehr gerichtet. Sie ist das zentrale Mittel, die Interessen des deutschen Kapitals in aller Welt durchzusetzen. Nicht nur, dass die deutsche Bundeswehr in 11 Ländern stationiert ist, auch ihre Auftritte in der Öffentlichkeit – wie Schulen, Jobcentern und Berufsmessen – sollen dazu beitragen, deutsche Kriegspolitik als alltäglich wahrzunehmen und die Bundeswehr als normalen Arbeitgeber dazustellen. Hierbei profitieren sie von der Perspektivlosigkeit der Jugend, die aufgrund von Ausbildungsplatzmangel häufig keine Alternativen zum Dienst an der Waffe sieht.

Im Schatten der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima richtete sich der Protest ebenso gegen die Nutzung der Atomenergie. Erst im letzten Herbst stellte sich die Schwarz-Gelbe Bundesregierung mit der Laufzeitverlängerung an die Seite der Energiekonzerne – gegen den Willen der Bevölkerung. An den Fakten hat sich seitdem wenig geändert: es gibt nach wie vor weltweit kein einziges Endlager für radioaktiven Müll und die Kraftwerksbetreiber sind noch immer einer demokratischen Kontrolle weitgehend entzogen. Das «Moratorium» dient vor allem dazu, das Wiedererstarken der Anti-AKW-Bewegung abzuschwächen. Zudem wird die Diskussion um Atomwaffen – über 50 Nuklearsprengköpfe lagern allein in Deutschland – ausgeblendet.

Wie jedes Jahr führte unsere Strecke durch den Dortmunder Stadtteil Dorstfeld. Die ortsansässigen Faschos haben es sich nicht nehmen lassen, aus ihrer Wohnung am Wilhelmsplatz die TeilnehmerInnen der Demonstration abzufilmen und -fotografieren. Weitere Provokationen und Angriffe fanden dieses Jahr nicht statt.

Es bleibt dabei: Gegen die Interessen der Energie- und Rüstungskonzerne müssen wir einen breiten und entschlossenen Protest organisieren. Wir können uns nicht auf die Parlamente verlassen; das ändert auch ein Bundestagsabgeordneter Marco Bülow nicht, der auf der Zwischenkundgebung zwar viel von Frieden gesprochen hat, aber dennoch Mitglied der Kriegspartei SPD ist.

Wir rufen alle dazu auf, den Ostermarsch weiterhin zu unterstützen und ihn auf breite Füße zu stellen.

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
Kernkraftwerke abschalten, Atomwaffen verschrotten!

Nach bald einem Jahr repressiver Aktivitäten seitens der Bochumer Polizei und Staatsanwaltschaft gegen elf TeilnehmerInnen einer gewaltfreien Blockade der „ProNRW“-Mahnwache beginnt am 15. März 2011 der vorerst letzte Gerichtsprozess. Zum Anlass des Prozesstermins ruft das neu gegründete „Bündnis gegen die Kriminalisierung von AntifaschistInnen (BKA)“ die Öffentlichkeit dazu auf, sich am 15. März ab 9:00 Uhr vor dem Bochumer Landgericht zu versammeln, sich zu informieren und ab 11:30 Uhr in Raum A28 dem Prozess als ZuschauerInnen beizuwohnen.

Kurioserweise fällt auf den selben Termin auch der 15. International Day Against Police Brutality, der zum ersten Mal 1997 von vielen Gruppen weltweit begangen wurde. In diesem Jahr findet vier Tage später in Dortmund eine Demonstration gegen Polizeigewalt statt. Wir rufen zur Teilnahme an dieser Demonstration auf, nicht zuletzt aufgrund der Betroffenheit einiger BochumerInnen, die im letzten Jahr durch ihr politisches Agieren heftigen polizeilichen Reaktionen ausgesetzt waren, und fortwährend mit juristischen Strafandrohungen zu kämpfen haben.

Vor Gericht steht an diesem Tag ein jugendlicher Antifaschist, der auf der Polizeiwache Bochum-Mitte zur Durchsetzung der Abnahme seiner Fingerabdrücke schwer misshandelt wurde. Warum? Weil er sich am 26.3.2010 entschlossen auf die Straße setzte, damit eine handvoll angereister Rechtsradikaler nicht ihren rassistischen Mist vor einer Bochumer Moschee absondern konnten.

Wessen Freunde und Helferinnen die Polizeibeamten an diesem Tag waren, machten sie mit der Behandlung des Angeklagten allzu deutlich. Die Grenzen des von Artikel 5 der Menschenrechte beanspruchten Schutzes „vor erniedrigender Behandlung oder Strafe“ wurde durch einen professionell angewandten Würgegriff klar überschritten. Die Anwendung dieses Über-Griffs ist durch nichts zu rechtfertigen! Schon gar nicht durch die Vorwürfe, die ihm später in der Anklage gemacht werden sollten und nun vor Gericht verhandelt werden: Landfriedensbruch, Widerstand, Beleidigung. In den Ermittlungsakten ist ein Vermerk des verantwortlichen Beamten zu finden, indem er seine „Maßnahme“ verzerrt darstellt, um im Voraus jede strafrechtliche Relevanz auszuräumen.

Perfiderweise kam noch ein weiteres Verfahren wegen „Falscher Verdächtigung“ hinzu, weil der Betroffene noch am selben Abend diejenigen Beamten anzeigte, die ihn bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt hatten. Die Staatsanwaltschaft trägt ihr Übriges zum Täterschutz bei, indem sie die Ermittlungen gegen die Beamten einfach auf Eis legte. Nicht von ungefähr kommt auch der große zeitliche Abstand zwischen dem Tag der „Mahnwache“ im März und der Anklageerhebung im Dezember. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren verschleppt, um die Erinnerung aller Beteiligten an den brisanten Vorgang vor fast einem Jahr zu trüben und ihre ErmittlerInnen vor strafrechtlichen Konsequenzen zu schützen.

Wir lassen uns das nicht gefallen! No justice, no peace!

Wenn die „Mühle der Justiz“ einen Betroffenen zum Täter machen will, rufen wir umso lauter den Namen des uniformierten Täters!

Wenn die Polizei einen Menschen, der sich für eine fortschrittliche Gesellschaft und gegen Rassismus einsetzt, so umfassend einschüchtern will, sind wir solidarisch!

Weil auch rassistische Kontrollen und „Maßnahmen“ zum normalen polizeilichen Alltag in diesem und anderen Staaten gehören, demonstrieren wir nicht nur am 15., sondern auch am 19. März in Dortmund gegen Polizeigewalt und für eine solidarische Welt ohne nationale Grenzen!

Organisationen im BKA / Kontakt: bka (ÄT) riseup.net

Antifaschistische Jugend Bochum
Linksjugend [’solid] Bochum
SDAJ Bochum
und solidarische Einzelne.

P.S.: Das Hauptaugenmerk der Strafverfolgung liegt vor allen Dingen auf den Geldbeuteln der Angeklagten. Deshalb würden wir uns über eine kleine finanzielle Unterstützung freuen:

attac Bochum
Stichwort: BKA
Konto-Nr. 11234400
BLZ 43060967
GLS Bank

Fotos gibts unter www.sdaj.org!

Am 19. Februar 2011 wollten Faschisten in Dresden mit einem „Trauermarsch“ die Bombardierung der Stadt am 13. und 14. Februar 1945 für ihr revisionistisches Geschichtsbild vereinnahmen. Aus deutschen Tätern wollten sie deutsche Opfer machen.

Doch über 20.000 AntifaschistInnen machten es den gerade mal 2.000 Neonazis unmöglich sich zu sammeln, geschweige denn zu demonstrieren. Das zivilgesellschaftliche Bündnis „Dresden Nazifrei!“ konnte den Erfolg vom letzten Jahr wiederholen, als 12.000 Menschen mit friedliche Massenblockaden den Naziaufmarsch verhinderten. Ebenso wurde das Gedenken der Stadt am 13. Februar, woran sich, wie in den vergangenen Jahren, Neonazis beteiligten, von lautstarkem Protest begleitet und ein Fackelmarsch der Neonazis behindert.

Der SDAJ-Landesverband Ruhr-Westfalen beteiligte sich diese Jahr mit einem Bus an den Blockaden. Zusammen mit befreundeten Organisationen und Einzelpersonen machten wir uns Freitagnacht im über 20 Busse starken NRW-Konvoi auf den Weg nach Dresden. Wir wollten mithilfe der Fingertaktik Polizeiabsperrungen durchfliessen und die uns vom zentralen Organisationsbüro zugeteilten Blockadepunkte erreichen.

Gegen 8 Uhr morgens kamen wir im Vorort Dresden-Briesnitz an und liefen in einem großen Demonstrationszug in Richtung Südvorstadt. In Löbtau wurden wir mit Feuerwerk von den BewohnerInnen des linken Hausprojektes „Squat Praxis“ empfangen.

Das Hausprojekt ist im Verlauf des Tages von einem Mob aus etwa 200 Faschisten vor den Augen der Polizei angegriffen worden, wobei die Fensterscheiben in den unteren Etagen vollkommen zerstört wurden.
Zwischenzeitlich hatte sich ein Lautsprecherwagen zu uns gesellt. Im Stadteil Plauen ist unser Demonstrationszug dann von behelmten Polizeibeamten mit Pfefferspray, Schlagstöcken und Fausthieben angegriffen worden. In Folge des massiven Polizeiangriffes und aufgrund der nur bedingt funktionierenden Leitungsstruktur unserer Demo gelang es der Polizei, uns zusammen mit anderen Gruppen in der Nöthnitzerstrasse einzukesseln. Die Polizei zeigte sich absolut unwillig, in Verhandlungen zu treten und lehnte jedes Gespräch ab. Erst als weitere AntifaschistInnen eintrafen, löste sie auf unseren Druck den Kessel auf. Ein Teil unserer Gruppe konnte so in Richtung Hauptbahnhof durchkommen und sich dort an den Blockaden beteiligen. Zusammen mit vielen anderen haben wir stundenlang an der Südseite des Hauptbahnhofes ausgeharrt.

Einige GenossInnen hatten sich in einen Imbiss zurückgezogen, um sich von den Polizeiangriffen zu erholen. Zeitgleich führte die Polizei mehrere hundert Faschisten durch diese Gegend, die vor dem Imbiss eingekesselt wurden. Ohne Polizeischutz mussten die GenossInnen mehrere Stunden in dem Imbiss ausharren, während die Faschisten sie bedrohten und versuchten in den Imbiss zu gelangen. Nur mithilfe der Betreiber konnten sie daran gehindert werden.

Nachdem die Neonazis den Heimweg angetreten waren, fand sich unsere Gruppe wieder zusammen und wir reisten ohne Zwischenfälle zurück ins Ruhrgebiet.

Zum Verhalten der Polizei äußerte sich Franziska Radtke, Sprecherin des Bündnisses Dresden Nazifrei!: „Rechts wegschauen, links weghauen – das umreißt die Polizeistrategie am 19. Februar. Die Polizei hat sich auf das Verprügeln der Blockierer konzentriert.“ Ab Eintreffen der Konvois in Dresden kam es zu massiven Angriffen von Polizeibeamten auf die Blockierer. Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt sind Wasserwerfer eingesetzt worden. „In diesem Zusammenhang ist der Nazi-Angriff in Löbtau ein deutlicher Beweis für die Schwerpunktsetzung der Polizei an diesem Tag.“ Mehrere Hundert durch Reizgas und Schläge verletzte Blockierer zeichnen ein klares Bild der Polizeitaktik.

Nachdem die meisten Blockierer abgereist waren stürmten schwer bewaffnete und vermummte Angehörige eines Sonderkommandos das Haus der Begegnung, wo neben einer Anwaltskanzlei und kulturellen Initiativen auch das Pressebüro von Dresden Nazifrei! untergebracht war. Das LKA Sachsen beschlagnahmten Handys und Computer und verhafteten die Anwesenden unter dem Vorwurf der Vorbereitung und Verabredung einer Straftat. Radtke: „Offenbar wollten sich die Beamten für die erfolgreichen Blockaden rächen. Sie hatten es auf die Pressestelle des Bündnisses abgesehen. Doch wir lassen uns nicht einschüchtern.“

Insgesamt ist der 19. Februar als großer Erfolg der antifaschistischen Bewegung zu werten. Es ist uns gelungen einen der größten Naziaufmärsche Europas zu verhindern. Um der Repression jetzt ebenso entschlossen entgegentreten zu können braucht das Bündnis dringend eure Spenden.

Das Spendenkonto:

Empfänger: Bund der Antifaschisten e.V.
Konto: 7431721010
BLZ: 85095004
Volksbank-Raiffeisenbank Meißen
Kennwort: Dresden Nazifrei

Auch die SDAJ Bochum beteiligt sich natürlich an den zahlreichen Aktionen, die demnächst im SDAJ-Landesverband Ruhr-Westfalen stattfinden.

Zudem arbeiten wir zur Zeit bereits rege an der Umsetzung der aktuellen SDAJ-Kampagne unter dem Titel „Strike Back! Das Kapital schlägt zu, wir schlagen zurück!“.

Strike Back! Das Kapital schlägt zu, wir schlagen zurück!

PS: Inzwischen sind auch Fotos vom LLL-Wochenende 2011 in Berlin online! Schaut mal rein.

Wie jedes Jahr wird sich die SDAJ auch 2011 am Gedenken an die im Januar 1919 ermordeten KommunistInnen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg beteiligen.

Der Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) hat ein Video für die Weltfestspiele 2010 veröffentlicht:

Nachdem der Bochumer Stadtrat Dirk Schmidt (CDU) eine Pro-S21-Kundgebung vor dem Hauptbahnhof angekündigt hatte, meldete Sevim Dağdelen (MdB DIE.LINKE) eine Gegenkundgebung am Husemannplatz an, an der auch Mitglieder der SDAJ Bochum und SDAJ Essen teilnahmen.

Die Stimmung bei der ca. 30-minütigen Aktion war gut. Im Anschluss wurde noch ein sogenannter Schwabenstreich mit Trillerpfeifen, Vuvuzelas und Töpfen abgehalten. Bis auf die Pöbeleien eines älteren Mannes am Rande der Aktion, der sich wahrscheinlich auf dem Weg zur CDU-Kundgebung verlaufen hatte, blieb die Kundgebung ohne Zwischenfälle.
Nach der Aktion schrieb Schmidt in seinem Blog, die S21-Befürworter hätten erfolgreich ein Signal für das umstrittene Großprojekt und gegen «Linke, Kommunistenableger und andere Stillstandsutopisten» gesetzt.

CDU-Stadtrat Schmidt ist übrigens schon früher unangenehm aufgefallen: Als Domaininhaber war er an dem JU-Projekt «Bochum gegen Links» beteiligt, einer Website, auf der rechtsextremistische Inhalte verbreitet und auf NPD-nahe Seiten verlinkt wurde. Schmidt wollte später natürlich nichts, weder den Inhalt, noch die Autoren der Seite, gekannt haben.